Religion
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hagia sophia istanbul

Die Hagia Sophia soll in eine Moschee umgewandelt werden. Bild: shutterstock

Die Hagia Sophia wird zur Moschee: Erdogan erntet Shitstorm biblischen Ausmasses

Die Hagia Sophia steht für viele für das erfolgreiche Zusammenleben der christlichen und muslimischen Kultur. Der türkische Präsident Erdogan hat das Museum nun aber zum Gotteshaus erklärt. Dafür gibt's von allen Seiten Kritik.



Rund 90 Jahre nach der Umwandlung des Istanbuler Wahrzeichens Hagia Sophia in ein Museum durch Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk wird das Gebäude wieder eine Moschee. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ordnete am Freitag die Öffnung zum islamischen Gebet an. Mit dem Beschluss übergab Erdogan die Leitung der «Hagia-Sophia-Moschee» zudem an die Religionsbehörde Diyanet.

Nach dem Willen Erdogans soll die Hagia Sophia bereits in zwei Wochen als Moschee genutzt werden können. «Wir planen, die Vorbereitungen schleunigst zu beenden und am Freitag, den 24. Juli 2020, die Hagia Sophia gemeinsam mit dem Freitagsgebet für Gebete zu eröffnen», sagte der Präsident am Freitagabend.

Turkey's President Recep Tayyip Erdogan, backdropped by a photograph of the Byzantine-era Hagia Sophia, one of Istanbul's main tourist attractions in the historic Sultanahmet district of Istanbul, delivers a televised address to the nation, in Ankara, Turkey, Friday, July 10, 2020. Erdogan formally reconverted Hagia Sophia into a mosque and declared it open for Muslim worship, hours after Turkey's highest administrative court annulled a 1934 decision that had made the religious landmark a museum. (Presidential Press Service via AP, Pool)

Erdogan will bereits Ende Juli die Moschee einweihen. Bild: keystone

Der Entscheid Erdogans löste in vielen Ländern und Organisationen teilweise harsche Kritik aus. Die EU, Russland und die USA sind sich plötzlich wieder in einer Sache einig. Auch die Religionsführer sind mit dem Entscheid überhaupt nicht zufrieden. Man kann hier also getrost von einem Weil wir watson sind, können wir also getrost von einem Shitstorm biblischen Ausmasses sprechen.

Nachfolgend die wichtigsten Reaktionen:

Griechenland: «Historischer Fehler»

Die deutlichsten Worte findet Griechenland. Der Nachbarstaat droht der Türkei mit Konsequenzen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan habe einen «historischen Fehler begangen», erklärte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas am Samstag. Auf diese Beleidigung der christlichen Welt müsse es eine entsprechende Antwort geben. Regierungssprecher Petsas sagte am Samstag:

«Griechenland verurteilt dieses Verhalten Erdogans und wird alles tun, was es kann, damit es Konsequenzen für die Türkei gibt.»

Details nannte er nicht. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte zuvor schon erklärt, dass der Beschluss Erdogans Folgen für die Beziehungen der Türkei zur EU haben werde. Griechenland und die Türkei streiten sich ohnehin schon um Erdgasvorkommen im Mittelmeer und über verschiedene Migrationsthemen.

epa08488106 Prime Minister of Isreal Benjamin Netanyahu (R) and Prime Minister of Greece Kyriakos Mitsotakis hold a joint press conferece in Jerusalem, 16 June 2020.  EPA/DEBBIE HILL / POOL

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. Bild: keystone

Die griechische Presse reagierte am Samstag mit Schlagzeilen wie «Die Hagia Sophia ist Opfer des Grössenwahns Erdogans geworden» (konservative Zeitung «Kathimerini»). «Unsinn ohne Ende», hiess es in der konservativen Zeitung «Eleftheros Typos». Griechische Kommentatoren meinten, Erdogans Türkei entferne sich mit grosser Geschwindigkeit vom Laizismus, der Trennung von Staat und Religion, und sei auf dem Weg der vollen Islamisierung.

Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni sprach von einer «Provokation für die zivilisierte Welt». Erdogan führe «sein Land sechs Jahrhunderte zurück.»

Russisch-orthodoxe Kirche: Schlag gegen Orthodoxie

Weil die Hagia Sophia eine so grosse Bedeutung für die Orthodoxie hat, kamen die deutlichsten Reaktionen aus Griechenland und Russland. Metropolit Hilarion vom Moskauer Patriarchat sprach im russischen Staatsfernsehen von einem Schlag gegen die Orthodoxie.

Pope Francis exchanges gifts with Hilarion Alfeyev , Metropolitan of Volokolamsk, at the Vatican Saturday, Dec. 10, 2016. (L'Osservatore Romano/Pool Photo via AP)

Metropolit Hilarion vom Moskauer Patriarchat im Gespräch mit Papst Franziskus (Archivbild Dezember 2016). Bild: AP/L'Osservatore Romano

«Für alle orthodoxen Christen auf der Welt ist die Hagia Sophia ein wichtiges Symbol, wie der Petersdom in Rom für die Katholiken.» Die Umwidmung werde die Beziehung der Türkei zur christlichen Welt beeinflussen.

Die innenpolitische Lage in der Türkei und die Faktoren, die zur Umwidmung geführt hätten, könnten unterschiedlich eingeschätzt werden, sagte der Metropolit weiter. Aber:

«Das geistige und kulturelle Erbe einer ganzen Welt sollte nicht als Geisel einer politischen Situation genommen werden.»

Luxemburg: «Schlag gegen die Allianz der Zivilisationen»

Der luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn hat die von der Türkei geplante Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee als einen «Schlag gegen die Allianz der Zivilisationen» bezeichnet. Die von der Türkei mitbegründete Initiative sei damit in seinen Augen ausradiert, sagte Asselborn am Montag bei einem EU-Aussenministertreffen in Brüssel. «Das ist nicht gut.»

epa08538740 A woman holds a Turkish flag as they celebrate Turkey?s decision that the 1,500 year old Unesco World Heritage site Hagia Sophia can be converted into a mosque, in front of the Hagia Sophia Museum, in Istanbul, Turkey, 10 July 2020.  EPA/ERDEM SAHIN

Ist es ein innenpolitischer Entscheid? Zwei Frauen feiern Erdogans Vorpreschen mit der türkischen Flagge. Bild: keystone

Die UN-Allianz der Zivilisationen war 2005 auf Anregung des früheren spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero und des damaligen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ins Leben gerufen worden. Ziel sollte eine bessere Verständigung zwischen der westlichen und der orientalischen Welt sein.

EU: Misstrauen und Spaltungen

Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell kritisierte am vergangenen Montag die geplante Umwandlung der Hagia Sophia von einem Museum in eine Moschee. Borrell sagte mit Blick auf das Gebäude, das früher einmal das grösste Gotteshaus der Christenheit gewesen war:

«Diese Entscheidung wird unweigerlich Misstrauen schüren, zu erneuten Spaltungen zwischen Religionsgemeinschaften führen und unsere Bemühungen um Dialog und Zusammenarbeit untergraben.»

epa08543646 European Union Foreign Policy chief Josep Borrell speaks during a news conference following a European Union Foreign Ministers council in Brussels, Belgium, 13 July 2020.  EPA/FRANCOIS LENOIR / POOL

EU-Aussenbeauftragter Josep Borrell. Bild: keystone

USA: «Enttäuscht von der Türkei»

Die US-Regierung hat ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht: «Wir sind enttäuscht von der Entscheidung der Regierung der Türkei, den Status der Hagia Sophia zu ändern», hiess es am Freitag auf Anfrage in einer Erklärung der Sprecherin des Aussenministeriums in Washington, Morgan Ortagus. Ortagus machte deutlich, dass die USA von der Türkei erwarten, dass die Weltkulturerbestätte weiterhin für alle Besucher zugänglich bleibt.

Papst Franziskus: «Es schmerzt mich sehr»

Auch Papst Franziskus hat sein Bedauern über die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul zu einer Moschee zum Ausdruck gebracht. «Ich denke an die Heilige Sophia, und es schmerzt mich sehr», sagte der Pontifex nach dem traditionellen Angelusgebet am Sonntag in Rom. Näher äusserte sich das Katholiken-Oberhaupt nicht zu der international umstrittenen Entscheidung der Türkei.

epa08505594 A handout picture provided by the Vatican Media shows Pope Francis during his general audience in the Library of the Apostolic Palace, Vatican City, 24 June 2020.  EPA/VATICAN MEDIA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Papst Franziskus zeigt sich betrübt. Bild: keystone

Deutschland: Bedauern und Abwarten

Die deutsche Regierung hat die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul von einem Museum zu einer Moschee «mit Bedauern zur Kenntnis genommen». Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag in Berlin:

«Die Hagia Sophia hat eine grosse kulturhistorische Bedeutung, sie hat eine grosse religiöse Bedeutung, und zwar sowohl für das Christentum als auch für den Islam, und wir messen ja diesem interreligiösen Dialog hohen Wert bei.»

Der Status als Museum habe Menschen aller Glaubensrichtungen zu jedem Zeitpunkt freien Zugang zu diesem Meisterwerk und Weltkulturerbe ermöglicht, sagte Seibert. Es gelte nun abzuwarten, wie die Entscheidung ausgestaltet werde.

Russland: Bedauern und Ermahnung

Russlands Vize-Aussenminister Alexander Gruschko erinnerte an die Bedeutung der Hagia (Aussprache: Aja) Sophia. Es gebe heute nicht mehr viele Symbole mit solch einer jahrhundertealten Geschichte, die auch Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit gehabt hätten, sagte er der Nachrichtenagentur Interfax am Samstag.

Gruschko erwartet nun von der Türkei, das Gebäude zu schützen, zu erhalten und weiter öffentlich zugänglich zu lassen: «Ich hoffe sehr, dass alle Verpflichtungen [...] vollständig umgesetzt werden.»

Maria Zakharova, Sprecherin des Aussenministeriums, sagte:

«Die Entscheidung Atatürks machte die Hagia Sophia für viele Jahrzehnte zu einem Symbol des Friedens und der interreligiösen Harmonie und spielte eine wichtige Rolle bei der Förderung einer Atmosphäre der religiösen Toleranz und des Dialogs zwischen den Nationen.»

Russian Foreign Ministry spokesperson Maria Zakharova gestures as she attends Russian Foreign Minister Sergey Lavrov's annual roundup news conference summing up his ministry's work in 2019, in Moscow, Russia, Friday, Jan. 17, 2020. Lavrov particularly noted Washington's reluctance to extend a key nuclear arms pact. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)

Maria Zakharova, Sprecherin des russischen Aussenministeriums. Bild: AP

Man hoffe, dass das Management der Hagia Sophia ihrem Status als UNESCO-Weltkulturerbe voll und ganz gerecht werde. Und weiter: «Wir erwarten, dass bei allen Massnahmen im Zusammenhang mit diesem einzigartigen Wahrzeichen seine aussergewöhnliche Bedeutung für Gläubige auf der ganzen Welt berücksichtigt wird.»

Was ist die Hagia Sophia?

Die Hagia Sophia (griechisch: Heilige Weisheit) wurde im 6. Jahrhundert nach Christus erbaut und war Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, in der die Kaiser gekrönt wurden. Nach der Eroberung des damaligen Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453 wandelte Sultan Mehmet II. die Hagia Sophia in eine Moschee um.

Als äusseres Kennzeichen wurde unter Sultan Mehmet II. laut Nachschlagewerk Encyclopaedia Britannica zunächst ein hölzernes Minarett hinzugefügt, das heute nicht mehr steht. Später wurden weitere Minarette errichtet. Auf Betreiben des türkischen Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk ordnete der Ministerrat im Jahr 1934 die Umwandlung in ein Museum an.​

Mit Material der Nachrichtenagenturen SDA und DPA.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 15.07.2020 22:05
    Highlight Highlight Wenn es den Papst so heftig schmerzt, dass ein Museum zur Betbude umgenutzt wird, sollte er doch das Gegenteil tun, um seinen starken Schmerzen entgegen zu wirken. Er könnte z.B. den Vatikan in ein Museum umwandeln.
    Das wäre sicher schmerzlindernd.
  • Töfflifahrer 15.07.2020 06:44
    Highlight Highlight Nun sein Plan ist ja aufgegangen, er hat gegen innen den Islam gestärkt, was seine Wähler entzückt und hat nun wieder die gesamte christliche Welt gegen ihn, was der nutzen wird um den Rest der Türken hinter sich zu scharen.
    Das einzige was etvl. wirken würde wäre ein kompletter Boykott der Türkei, sowohl keine Waren mehr und auch keine Touristen mehr.
  • Marc Oh Polo 15.07.2020 00:00
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Der Eggu 14.07.2020 22:34
    Highlight Highlight Der Shitstorm wird ihn kaum beeindrucken. Er ist wie Trump, Netanjahu, Bolsonara, Orban und Konsorten: Er macht was er will. Es gibt nichts, was ihn daran hindert. DAS sind die mickrigen "Helden" unserer Zeit, für den Moment jedenfalls...
  • Raudrhar 14.07.2020 21:08
    Highlight Highlight Über die Sache an sich kann man streiten.

    Mir persönlich ist es relativ egal, ob es eine Kirche, eine Moschee oder ein Museum ist. Es soll nur bitte kein fundamentalistischer Vollidiot auf die Idee kommen, die unersetzlichen und unbezahlbaren Kunstwerke (Fresken, Mosaiken, etc.) dem muslimischen Bilderverbot zu opfern.

    Damit würden sie sich auf eine Stufe mit dem IS und dessen unsäglichen Sprengungen in Palmyra stellen.
  • Knet Masse 14.07.2020 20:27
    Highlight Highlight Irgendwann, so in 40, 50 Jahren, wenn der Krieg vorbei und aufgearbeitet ist, werde ich das nochmals lesen. Mit einem Bierchen in der Sonne, schmunzelnd und kopfschüttelnd. So hat‘s mein Grosi auch gemacht; mit Rotwein.
  • Flexon 14.07.2020 20:12
    Highlight Highlight Ich meine ja, die NATO sollte deswegen einen Religionskrieg anzetteln, wie in guten alten Zeiten und die Türkei solange mit Cruise Missiles bearbeiten bis Erdogan die Hagia wieder zurückgibt. Wo kämen wir denn hin, wenn jedes Land mit seinen Kulturdenkmälern machen könnte was es will. Vor allem das Christentum darf auf keinen Fall angerührt werden. Im Gegenzug fragen wir ja Erdogan auch, wo denn seine Minarette bei uns stehen sollen.
  • Do not lie to mE 14.07.2020 19:34
    Highlight Highlight Man kann dann in Zukunft aber auch keinen Respekt mehr erwarten, der wurde endgültig und sinnlos verspielt.
  • dmark 14.07.2020 19:22
    Highlight Highlight Ich frage mich immer wieder mal, was der kleine Flaumbartträger (Türken nennen so jemanden "Köse") überhaupt erreichen will.
    Mit dieser Aktion entfernt er sich wieder einen weiteren Schritt von der EU.
    Seine Wirtschaft hängt am Tropf der Inflation und der Schulden, aber jeder bekommt eine Kreditkarte...
    Ohne den Tourismus dürfte das dieses Jahr sehr eng werden für die Türkei.
    • Lucida Sans 15.07.2020 02:04
      Highlight Highlight Der kassiert dich ziemlich viel von der EU für die Flüchtlinge.
  • P1erre991 14.07.2020 19:22
    Highlight Highlight Letztes Jahr war ich etwa 100 km von der Türkischen Grenze, zuerst wollte ich eigentlich nach Istanbul zog es aber vor nach Sofia zu gehen. Mir ist in den Sinn gekommen wie unsympathisch mir Erdogan doch ist! Und schon beweist er es ein weiteres mal. Schade.
  • Petrum 14.07.2020 18:18
    Highlight Highlight "Deutschland: Bedauern und Abwarten"

    So ziemlich das Motto der Deutschen Aussenpolitik.
  • Mann von Welt 14.07.2020 18:12
    Highlight Highlight Das wird wohl der letzte Akt von unserem alten Erpresser Erdo sein.
    Was ihn da wohl wieder geritten haben mag die Hagia Sofia wird geduldig sein und Erdo ganz locker überleben bis wieder ein gebildeter türkischer Präsident oder gar eine türkische Präsidentin gewählt wird und die Sache wieder in Ordnung bringt.
  • Abu Nid As Saasi 14.07.2020 17:58
    Highlight Highlight Nach dem Gebet werden Ziegen geopfert
  • Do not lie to mE 14.07.2020 17:57
    Highlight Highlight Mit "Fatih" der Eroberer schmüken sich rund 3 Moscheen in der Schweiz und 52 in Deutschland. Ein Jugendlicher Migrant trug vor kurzem beim Ankunft am Flughafen in DE ein T Shirt mit der Aufschrift „Istanbul 1453“ diese Zahl hat heute noch eine grosse Bedeutung so wurde erste 2017 die DITIB-Moschee in Attendorn mit exakt 1453 m2 eingeweiht.
    https://www.spreadshirt.de/istanbul+1453+t-shirts
  • Knäckebrot 14.07.2020 17:38
    Highlight Highlight Nun, wenn ihr auch in den arabischen Nachrichten schaut, sieht es nicht nach Shitstorm aus, sondern Glorifizierung des Islams.

    Der Omanische Mufti Khalili (!!!!! berühmt für Toleranz !!!!!) pries diesen Schritt, welcher die dieses "heldenhafte muslimische Volk und sein tapferer Kommandant" machte.

    Und pries weiter, dass sie diesen islamophoben Gegnern nicht klein bei gaben, sondern diesen Schritt machten und es endlich wieder zu einem Haus Allahs machten, genauso wie die Leute des osmanischen Reiches.

    Die westlichen Regenten sehen sie als Clowns an und kratzt doch den Shitstorm nicht.

    • Do not lie to mE 15.07.2020 11:14
      Highlight Highlight "Die Türkei hat ein Gotteshaus pro 461 Nicht-Muslime, während Europa nur eine Moschee pro 2.000 Muslime zur Verfügung stellt" sagt Erdogan.
      Die Ignoranz ist erschreckend. Warum hat die Türkei euer Meinung nach so viele Kirchen? Wollen Ihr mal raten? Und wenn Ihr schon dabei sind: Was ist mit all den Christen geschehen, die früher in diesen Kirchen Gottesdienste abhielten? In wenigen Worten: Dieser lächerliche Vergleich stellt die ethnische Säuberung voll zur Schau.
      Benutzer Bild
  • Locutus70 14.07.2020 17:17
    Highlight Highlight Die Bild-Zeitung schreibt, Erdogan will höchst persönlich das Freitagsgebet lesen^^
  • Locutus70 14.07.2020 17:17
    Highlight Highlight "Deutschland: Bedauern und Abwarten" - Joa das ist fast schon ein Running Gag :xD
    • dmark 14.07.2020 19:08
      Highlight Highlight Ja, ist es.
      Da spielen viele Faktoren für das "Abwarten" mit...
      Ein Problem an dieser Sache ist, dass ausgerechnet aus Deutschland prozentual die meisten Stimmen für Erdogan kommen.
    • Andi Amo 14.07.2020 20:04
      Highlight Highlight @dmark
      Was auch sehr tief blicken lässt, wie stark sich die Türken in Deutschland zu integrieren bereit sind. Interessanterweise bleiben diese ach so stolzen türkischen Nationalisten aber doch lieber in Deutschland, als zurück in ihr grossartige Heimat zu gehen. Das sollte viel zu denken geben!
  • Stratford-upon-Avon 14.07.2020 16:58
    Highlight Highlight Dieser Entscheid zeigt Erdoğans Verzweiflung: auf Grund desaströser Meinungsumfragen setzt er eine schon lange von Haudegen wie Bülent Arınç vorgeschlagene Massnahme.
  • Locutus70 14.07.2020 15:45
    Highlight Highlight Diese gespielte Dauerempörung der EU-Staaten gegen das Erdogan-Regime ist lächerlich bzw. langweilig.

    Den größten Einfluss hätte wohl die orthodoxe Kirche in Russland, falls sie in Putin einen Fürsprecher findet bzw. falls es ihn überhaupt interessiert.
    • Majoras Maske 14.07.2020 16:50
      Highlight Highlight Putin und der Patriarch haben schon fast eine politische Ehe für alle, allerdings wird er die Hagia Sophia wohl kaum über geostrategische Interessen stellen.
  • Siru 14.07.2020 15:27
    Highlight Highlight Die Politik für Erdo-Wahn geht voll auf: Er markiert den starken Mann, der sich für Tradition und Religion einsetzt.
    Dadurch, dass es international von fast allen Seiten Protest hagelt, kann er dem türkischen Volk einen Gegner präsentieren und so das Volk einen.
    • Bittersweet 14.07.2020 17:34
      Highlight Highlight Klever der alte Schnauzer ;) und die Schäfchen laufen hinterher.
    • Locutus70 14.07.2020 20:43
      Highlight Highlight @Siru - Das funktioniert aber nur, weil den Protesten keine Taten folgen. Und das geht eben seit Jahren schon so.
    • bebby 14.07.2020 21:11
      Highlight Highlight Das ist schon so, nur ist es ein weiteres Schritt in eine islamistische Zukunft, die der Bevölkerung ausser Religion nur Armut bringt. Es bleibt zu hoffen, dass sein Nachfolger die Tradition des Kemalismus wiederbelebt und das Land wieder vorwärts bringen wird.
      Leider sind diese Trends auch in anderen Ländern vorhanden. Starke Führer, die dem Land den Stillstand bringen, nur wegen dem Machterhalt.
  • mrgoku 14.07.2020 14:59
    Highlight Highlight Andere sollen es ihm immer recht machen und Respekt erweisen und was ein Opfer die Türkei ja sei gegenüber Europa und der Welt. Er selber tritt dem aber mit beiden Füssen...

    Du grusige
  • Roland Bach 14.07.2020 14:54
    Highlight Highlight Die Islamisierung geht voran.
  • Quacksalber 14.07.2020 13:48
    Highlight Highlight Könnte mal jemand ein Geschichtsbuch schreiben in dem dieser Typ auf jeder Seite ein paar mal vorkommt? Das will er doch.
    • Hierundjetzt 14.07.2020 15:22
      Highlight Highlight Gibt es schon. DAS ist ja das tragische
  • TheGoblin 14.07.2020 13:29
    Highlight Highlight Nun, er wird diesen Shitstorm benutzen seinem Klientel zu beweisen dass alle gegen den Islam sind.

    Perfid und hinterhältig. Nun, es sind halt leider die Tage der Macht von alten, schlecht frisierten Männern mit Ego-Problemen.
  • tostaky 14.07.2020 13:20
    Highlight Highlight Ohne den Artikel gelesen zu haben: Für diesen Titel bekommt ihr von mir ein Fleisssternli ins Heft!
    • corsin.manser 14.07.2020 14:05
      Highlight Highlight Der Julian freut sich mega darüber. 🤩
  • Paddiesli 14.07.2020 13:20
    Highlight Highlight Dann wissen wir ja, wo in 2 Wochen der nächste Corona-Hotspot sein wird: beim Freitagsgebet in der Hagja Sophia
  • landre 14.07.2020 13:17
    Highlight Highlight In Syrien/ Nahen Osten zündeln. Im Mittelmeerraum zündeln. Mit Migrantinnen und Migranten zündeln. Und nun auch noch spektakulär mit Religionen zündeln...Nennen Fachpersonen sowas Pyromanie?
    • Antigone 14.07.2020 13:54
      Highlight Highlight Und die Welt schaut einfach zu 😅
    • landre 14.07.2020 15:24
      Highlight Highlight @Lady Anthro
      Schauen, Hören, Riechen, Tasten, Schmecken und alle anderen möglichen Wahrnehmungen inbegriffen, wen oder was meinst Du mit einfach Welt?
    • Jürg Müller - Der Katzenmann 15.07.2020 00:37
      Highlight Highlight landre: "...wen oder was meinst Du mit einfach Welt?"

      Wir alle?
  • Rene Goeckel 14.07.2020 13:06
    Highlight Highlight Die Hagia Sophia ist seit über 500 Jahren keine christliche Kirche mehr. Das Gebäude steht auf türkischem Gebiet und ist türkisches Eigentum. Somit können die Türken mit dem Gebäude machen was sie für richtig empfinden. Den Papst, den Russen, den Griechen geht das nichts an.
    • Quacksalber 14.07.2020 13:50
      Highlight Highlight Nun die Russen könnten sich „ihr“ Konstantinopel auch zurückholen.
    • Fisherman 14.07.2020 13:59
      Highlight Highlight Schon im Ansatz falsch.
    • Firefly 14.07.2020 14:41
      Highlight Highlight Es gibt Führer die verstehen es Menschen und Völker zu versönen und zu einen. Und es gibt Führer die verstehen es Menschen und Völker zu spalten und gegeneinander aufzubringen.

      Das zweitere nach dem Prinizp "Teile und Herrsche" ist nicht all zu schwer und wird vor allem von Machtmenschen bevorzugt. Sie werden als Kriegsgurgeln und Imperatoren in die Geschichte eingehen.

      Das erstere ist jedoch die hohe Kunst des Führens und deren Protagonisten gehen als Erneuerer in die Geschichte ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • In vino veritas 14.07.2020 13:00
    Highlight Highlight Zusätzlich würde ich dem möchtegern Sultan die Umbenennung von Istanbul in Konstantinopel nahelegen. Das klingt erhabener und lässt alle Menschen erkennen, dass die Türkei zurück ins 15. Jahrhundert will.
    • tinu77 14.07.2020 14:01
      Highlight Highlight Wie wär's mit Recepolis?
    • Tirggeltoni 14.07.2020 14:43
      Highlight Highlight Erdoganopel?
    • Sparkle Darkle 14.07.2020 15:14
      Highlight Highlight
      Als ich von Passagieren gefragt wurde, ob dass das Check-in für Istanbul sei, war ich schon mehrmals versucht zu antworten: "Wie Istanbul?!? Sie meinen wohl Konstantinopel!" gnihihi...
      Meine politisch korrekte Art verbat es mir dann doch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dixety 14.07.2020 13:00
    Highlight Highlight Wichtig an der ganzen Sache ist es stets zu betonen: "Es findet keine Islamisierung statt."

    Und gleichnochmals, sonst glaubt das niemand: "Es findet keine Islamisierung statt."

    Und jetzt alle zusammen: ...
    • aglio e olio 14.07.2020 18:04
      Highlight Highlight Du redest von der vielzitierten „Islamisierung des Abendlandes“ nehme ich an. Oder?
      Das E in der Türkei auf Fundi-Kurs ist stellt ja niemand in Abrede.
  • Flexon 14.07.2020 12:53
    Highlight Highlight Lasst doch das den Erdi machen, uns ist doch Religion auch sonst nicht so wichtig. Wenn es sich die Türken irgendwann anders überlegen und ihren Herrscher abservieren, kann man wieder orthodoxe Kirchen bauen. Oder Shoppingmalls.
  • leu84 14.07.2020 12:47
    Highlight Highlight Hitler wollte sein Deutsches Reich, Mussolini sein Imperium Romanum und nun sieht sich Erdogan als neuen Sultan eines neuen Osmanischen Reiches. Das Säbelrasseln in Libyen, das Werben bei den Turk-Staaten in Asien und weitere Regionen im mittleren Osten. Viele dieser Orte standen einmal unter dem osmanischen Halbmond
    • Kruk 14.07.2020 13:06
      Highlight Highlight Naja, da kannst du Frankreich, USA, Grossbritannien und noch manch anderes Land auch in die Aufzählung nehmen...

      Nur weil jetzt einmal ein anderes, nicht westliches Land, solche Ansprüche erhebt und sich in Kriege einmischt und welche macht, ist das zwar nicht gutzuheissen, aber beleidigt sein muss man deshalb nicht.
    • pop_eye 14.07.2020 13:23
      Highlight Highlight Kruk
      Herrlich geschrieben - Danke 👍
    • leu84 14.07.2020 17:51
      Highlight Highlight Deutschland oder Italien gehört eigentlich auch zum westlich, imperalen Kulturkreis. Die USA kennt die Monroe Doktrin. Die Briten wünschen ihr British Empire zurück. Nun, heute sind viele Commonwealths eigentlich selbständig und brauchen weder UK noch eine Königin. Das Westfrankenreich hatte zwar Kolonien, herrschte etwa 15 Jahre über Europa und haben eigentlich nicht viel erreicht, ausser Bruderkriege mit dem Ostfrankenreich.
  • Scrat 14.07.2020 12:46
    Highlight Highlight Im Gegensatz zum jetzigen Möchtegern war Atatürk ein weiser und weitsichtiger Staatsmann.
  • HerbertBert 14.07.2020 12:44
    Highlight Highlight Gemäss muslimischen Glaubens ist es verboten, eine Umwandlung einer Kirche zur Mosche zu erzwingen.

    Darum wurde (angeblich) vor 500 Jahren bei der Eroberung Konstantinopelsdie Kirche auch den Priestern abgekauft und ging somit in den Besitz des damaligen Sultans über. Anfangs zwanzigsten Jahrhunderts wurde der Besitz staatlich enteignet und ein Museum daraus gemacht.
    Nüchtern betrachtet, falls der Kauf damals stattgefunden hat, wurde hier das richtige gemacht.

    Dass das nun politisch ausgeschlachtet wird ist ein anderes Thema. Übrigens ist der Besuch der Hagia Sophia weiterhin möglich.
    • Leela 14.07.2020 13:24
      Highlight Highlight Also wenn ich weiterhin als Frau alle Bereiche der Moschee besuchen darf, dann bin ich ja beruhigt!
    • Knäckebrot 14.07.2020 17:54
      Highlight Highlight Verboten wäre es nicht. Ich wüsste nichts aus der Schariah dazu.

      Habe gerade geschaut, was weitgehend anerkannte Sheikhs zum Kauf sagen. Muhammad al-Hassan Ould al-Dadaw:

      اشتهر أنه اشتراه السلطان محمد الفاتح رحمه الله تعالى من القائمين عليه من النصارى وقت الفتح ولم يرد أن ينتزعه منهم بالقوة ـ مع أنه له الحق في ذلك ـ لأن الأرض قد فتحت عنوة فأصبحت مملوكة للمسلمين بكنائسها وكل ما فيها".

      "Es ist bekannt, dass der Sultan (...) gekauft haben (...) und wollte es nicht mit Gewalt tun - obwohl er das Recht dazu gehabt hätte - denn es wurde von den Muslimen erobert (...) und gehört somit ihnen...
  • Hans Jürg 14.07.2020 12:43
    Highlight Highlight Die Türkei war einmal ein moderner Staat. Man kann von Atatürk halten, was man will (ich halte ihn für einen schlimmen Diktator), aber wenigstens hatte er es geschafft, aus der Türkei einen weltlichen, modernen Staat zu machen und die Religion aus der Politik zu verbannen.

    Erdogan dreht das Rad jetzt endgültig zurück. Mit der Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee setzt er das klare Zeichen, das der moderne weltliche Staat Türkei wieder zu einem vom Islam regierten Staat geworden ist, der wohl mehr und mehr zurück ins Mittelalter driftet.
    • In vino veritas 14.07.2020 13:24
      Highlight Highlight Ja tragisch. Erst Dank ihm konnte die Türkei zu einem (vor Erdogan) weitgehend modernen Staat entwickeln. Er führte unter anderem das schweizer Zivilrecht, das italienische Strafrecht und das deutsche Handelsrecht in der Türkei ein. Auch führte er die lateinische Schrift und die christliche Zeitrechung ein. Das er Staat und Religion trennte muss ich wohl nicht auch noch erwähnen.

      Er würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste was Erdogan treibt!
    • Fisherman 14.07.2020 18:58
      Highlight Highlight Der rotiert schon im roten Bereich und das seit einiger Zeit.
  • Nikl 14.07.2020 12:37
    Highlight Highlight Auf, auf ins Osmanische Grossreich
  • Unnötig 14.07.2020 12:33
    Highlight Highlight Für immer unf Ewig ORTHODOX
    • Bits_and_More 14.07.2020 13:11
      Highlight Highlight Unnötig
    • satyros 14.07.2020 16:40
      Highlight Highlight Ein Museum wars und das ist eigentlich das, was man am besten mit allen Kirchen/Moscheen/Synagogen/Tempeln machen würde.
    • karl_e 14.07.2020 17:22
      Highlight Highlight Satyros, da rennst du offene Türen ein. All unsere Kathedralen, Dome, Münster, Kirchen etc. sind im Prinzip schon längst Museen, wo hin und wieder eine christliche Veranstaltung stattfindet.
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  • Aussensicht 14.07.2020 12:31
    Highlight Highlight Für mich als Atheisten tönt das für mich wie wenn sich Dortmund und Bayern darum streiten wer nun im Wembley spielen darf.
    • Hans Jürg 14.07.2020 12:39
      Highlight Highlight Für mich als Atheisten tönt das so, als wie wenn Erdogan ein für alle offenes, nicht einem Club gehörendes Stadion exklusiv für seinen eigenen Club anektiert.

      Die Hagia Sophia war ja von Atatürk von der Religion befreit worden und ein Museum umgewandelt.
    • Nikl 14.07.2020 12:39
      Highlight Highlight Naja bin auch Atheist, jedoch sehe ich es als Problem, wenn solch Geschichtsträchtige Gebäude nicht mehr für alle zugänglich und nicht mehr als Museum nutzbar ist. Diese Gebäude hat so viel miterlebt und geprägt. Ich bin der Meinung solche Gebäude sollten „allen“ gehören.
    • HerbertBert 14.07.2020 13:00
      Highlight Highlight Darum muss jetzt auch in den nächsten Wochen eigentlich Monate/Jahre genau darauf geschaut werden.

      Es soll ja nur zu Gebetszeiten "geschlossen" werden und die Bilder abgedeckt werden. Sonst soll es frei besuchbar bleiben.

      Die Frage ist halt, wie lange der "Kompromiss" durchgezogen wird.

  • AquaeHelveticae 14.07.2020 12:28
    Highlight Highlight Erdogan liegt wohl enorm viel daran, dass auch der letzte Tourist (mit auch nur einem bisschen Würde) das Interesse verliert.
    Zum Glück konnte ich dieses byzantinische Kunstwerk noch bestaunen bevor der Zug in Richtung Steinzeit aufgebrochen ist.
    • Kruk 14.07.2020 13:13
      Highlight Highlight Westliche Touristen sind nicht die einzigen und schon gar nicht die Zahlungskräftigsten und das Verhalten mancher wird nicht überall gern gesehen.

      Auch wenn ein solches Boykott schön wäre, Erdogan ist ausserhalb Westeuropas äusserst beliebt.

      Das müssen wir wohl akzeptieren.
    • AquaeHelveticae 14.07.2020 13:52
      Highlight Highlight Von den ca. 50mio Touristen, welche im vergangenen Jahr die Türkei besucht haben, machen bereits die Deutschen ca. 10% aus. Westliche Touristen sind also durchaus nicht zu vernachlässigen.
      Mit ca. 7mio Touristen machen jedoch die Russen den grössten Anteil aus. Da die Russen traditionell Orthodox sind werden sie das Thema definitiv ernster nehmen als in Westeuropa.
      Sollten die Russen nun die Türkei meiden wird Erdi schnell wieder klein beigeben. Man erinnere sich nur daran als Russland seinen Bürgern, nach einem Flugzeugabschuss durch die Türken, Ferien in der Türkei verboten hat.
    • Kruk 14.07.2020 14:58
      Highlight Highlight Diese All inclusive Touristen meinst du, ja ein paar Regionen werden sie vermissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Neruda 14.07.2020 12:26
    Highlight Highlight Haha die Allianz der Zivilisationen. Sind das nicht u. a. die Länder, die in Syrien gerade Kriegsverbrechen begehen und wissentlich Zivilisten bombardieren? Und solche, die tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lassen? Wer sich zivilisiert nennt, ist genau so zivilisiert wie Länder mit Demokratie im Namen demokratisch!
    • Liselote Meier 14.07.2020 15:09
      Highlight Highlight Nö das ist eine UN-Initiative welche eigentlich auch von Erdi eingereicht wurde. Dialog um religiösen Extremismus aller Glaubensrichtungen einzudämmen.

      Nur hat da seit 2004 der Erdi eine gewaltige Kehrtwende gemacht.
  • De-Saint-Ex 14.07.2020 12:21
    Highlight Highlight Na ja... „shitstorm, und erst noch „biblischen“ Ausmasses sieht für mich anders aus... ich lese hier in erster Linie... „bedauern“...
    • Scrat 14.07.2020 12:44
      Highlight Highlight Das nennt sich Diplomatie – kennst Du?
    • De-Saint-Ex 14.07.2020 12:55
      Highlight Highlight Wenn Du unter „Diplomatie“ verstehst, dass es den nich-orthodoxen christlichen Staaten eigentlich egal und die Flüchtlingsfrage eh viel wichtiger ist, dann ja...
  • RicoH 14.07.2020 12:20
    Highlight Highlight Solange jegliche Glaubensrichtung an ihren Symbolen festhält, wird es immer einen Streit über deren Nutzung, beziehungsweise Umnutzung entfachen.
  • Doplagus 14.07.2020 12:19
    Highlight Highlight Make Istanbul Constantinople Again!
    • Snowy 14.07.2020 12:27
      Highlight Highlight Genau!

      Kreuzrittertum. Auf gehts!

    • Unnötig 14.07.2020 12:35
      Highlight Highlight ☦️ Byzanz
    • Ian Cognito 14.07.2020 13:40
      Highlight Highlight Deus vult! :D
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  • Snowy 14.07.2020 12:06
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Phrosch 14.07.2020 12:22
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Snowy 14.07.2020 12:26
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Posersalami 14.07.2020 12:04
    Highlight Highlight Bin froh, das ich die Hagia Sofia schonmal besucht habe. Das wird wohl in Zukunft schwierig.. Schade für die Türkei generell!

    Ich hätte dieses an sich faszinierende Land gerne einmal von West nach Ost durchreist. Aus Gründen werde ich vorläufig darauf verzichten und bin wohl nicht der einzige, der keinen Bock mehr hat auf Urlaub in der Türkei.
    • Dwight D Eisenhower 14.07.2020 13:17
      Highlight Highlight Mimimi, gerade jetzt ist es wichtig, dass auch Erdogan kritische Westler in die Türkei gehen
    • tinu77 14.07.2020 14:07
      Highlight Highlight Wieso sollte man das Gebäude nicht mehr besichtigen können wenn es als Moschee genutzt wird?

      Die blaue Moschee die gleich nebenan steht und übrigens auch sehr eindrücklich ist, kann man auch als nicht Muslimer jederzeit besuchen...
    • Ryponagar 14.07.2020 14:34
      Highlight Highlight Naja, die meisten Türkei-Urlauber wollen wahrscheinlich einfach billige Badeferien in Antalya und Co. Die interessieren sich keinen Deut für Erdogan und seine Politik.
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  • xenixe (wants cookies for all) 14.07.2020 12:00
    Highlight Highlight Als würde ihn das kümmern. Bestimmt hat er das von Anfang an gewusst, aber ihn interessiert nur die Meinung von seinen Fundi-Anhängern. Geschichte wiederholt sich immer wieder. Kunstwerke/Bauten werden als Symbole missbraucht und wenn sie nicht in die Weltanschauung passen, zerstört.
  • Thomas Oetjen 14.07.2020 11:56
    Highlight Highlight Er will ja den Protest. Diesen verwendet er dann, um zu seinen Wählern zu zeigen, dass alles eine islamophobe westliche Kampagne gegen eine islamische Türkei ist.
    • Snowy 14.07.2020 12:08
      Highlight Highlight Deswegen direkt auf Protest verzichten und gleich zu den Taten schreiten.

      Erdogan versteht es nur auf die harte Tour.
    • Kruk 14.07.2020 13:20
      Highlight Highlight An was für Taten denkst du denn, Snowy?
    • Grohenloh 14.07.2020 15:44
      Highlight Highlight Ich bin für Satire!
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