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Die Zahl der Podcast-Nutzer auf Spotify hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt.
Die Zahl der Podcast-Nutzer auf Spotify hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt.
Bild: EPA/EPA

Spotify setzt auf Podcasts – und der Plan geht auf

Spotify hat nun 232 Millionen Nutzer – davon 108 Millionen Abonnenten. Allein in den letzten drei Monaten kamen acht Millionen Abo-Kunden dazu.
31.07.2019, 15:13

Der schwedische Musikstreaming-Marktführer Spotify hat seinen Vorsprung auf die Konkurrenz weiter ausgebaut. Binnen drei Monaten stieg die Zahl der Abo-Kunden von 100 auf 108 Millionen. In der ersten Jahreshälfte hat Spotify insgesamt zwölf Millionen Abonnenten gewonnen.

Der Zuwachs lag zwar im Rahmen der Prognose-Spanne, Spotify selbst hatte aber etwa eine Million mehr angepeilt. Die Firma betonte am Mittwoch zugleich, der Grund seien eigene Fehler und nicht eine Schwäche des Marktes gewesen. Zum vierten Quartal will Spotify bis zu 125 Millionen zahlende Nutzer haben.

Die meisten Spotify-Nutzer greifen nach wie vor auf die Gratis-Version des Dienstes mit Werbung und einem eingeschränkten Funktionsumfang zu. Die Gesamtzahl der Nutzer stieg binnen drei Monaten von 217 auf 232 Millionen und übertraf damit die Vorhersagen von Spotify.

Die Abo-Kunden sind extrem wichtig für Spotify - sie brachten dem Streaming-Dienst 90 Prozent des Gesamtumsatzes von rund 1.67 Milliarden Euro ein. Die Erlöse wuchsen im Jahresvergleich um 31 Prozent.​

Podcast-Nutzung explodiert

Spotify hatte zuletzt massiv in den Ausbau seines Podcast-Angebots investiert und das zeigt Wirkung. Die Zahl der Podcast-Nutzer sei binnen drei Monaten um 50 Prozent gestiegen und habe sich seit Jahresbeginn verdoppelt, hiess es.

Unterm Strich schrieb Spotify trotzdem nach wie vor rote Zahlen, verringerte aber den Verlust auf 76 Millionen Euro von 142 Millionen ein Jahr zuvor. Die Spotify-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel gut zwei Prozent.

Spotify ist die klare Nummer eins im Musikstreaming, Apple Music folgt mit gut 60 Millionen Abo-Kunden, allerdings sind in dieser Zahl auch Kunden enthalten, die das dreimonatige Gratis-Abo testen. Davon abgesehen verzichtet der iPhone-Konzern bei seinem Dienst auf eine Gratis-Variante.

(oli/sda/awp/dpa)

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