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Die schönste Cate der Welt.
Die schönste Cate der Welt.Bild: Getty Images Europe
Superstar dank Supersponsor

Cate Blanchett reist auf den Zeigern einer Uhr aus Schaffhausen um die Welt

Der absolute Höhepunkt des ZFF ist vorbei, Cate Blanchett war da und liess selbst die Sonne erbleichen. Und IWC präsentierte dazu neue Uhren für die Elite.
27.09.2014, 20:2227.09.2014, 20:27

Geld nach Dubai zu tragen ist ja so, als würde man Wasser in den Zürichsee giessen, aber von nichts kommt schliesslich nichts, und nur wer in Dubai 100'000 Dollar in einen Filmpreis investiert, der von Cate Blanchett verliehen wird, kann auch damit rechnen, dass die Superreichen aus Dubai dann auch die Uhren des Filmpreis-Stifters IWC kaufen. Das ist der knallhart berechnete Kapitalismus, exakt so erschliesst man sich die neuen Märkte.

Zweimal hat Cate Blanchett im Namen den IWC Schaffhausen Filmmaker Award in Dubai nun schon verliehen und es scheint ihr noch nicht verleidet zu sein mit den «stillen Stars aus Schaffhausen», wie die Uhren in der Sprache von IWC heissen. Denn am Samstagnachmittag kurz nach 16.30 Uhr glitt sie – Cate Blanchett geht nicht, sie gleitet – ins Festivalzentrum des ZFF.

Selfies mit den Jüngsten

Junge Fans streckten ihr «Lord of the Rings»-Poster zum Signieren entgegen und sie signierte, die Fans baten sie um Selfies und sie posierte selbstlos neben hyperventilierenden Mädchen, am einen Arm trug sie eine neue IWC-Uhr, mit dem andern Arm schmiegte sie sich an den Fotografen Peter Lindbergh. Sie hätten zusammen grossen Spass gehabt beim IWC-Shooting in Portofino, sagte sie, aber sie hätten ja sowieso immer Spass zusammen, seit vielen Jahren. Oh ja, sagte Peter Lindbergh, Spass, jaja, besonderen Spass hätten ihm das Schnellboot gemacht.

Lindbergh, Blanchett (mit Uhr) und die Festivalleitung.
Lindbergh, Blanchett (mit Uhr) und die Festivalleitung.Bild: Getty Images Europe

Peter Lindbergh sah aus, als käme er direkt vom Rasenmähen. Cate Blanchett wirkte dagegen so schön wie ein Schneestern unter dem Mikroskop und trug ein Nachmittagskleid nach Art der 50er-Jahre mit einem verwegenen bauchfreien Dreieck. Natürlich ist ihr Bauch der eines marmornen Engels. Und wahrscheinlich schwitzt sie nie.

Die Uhr, die sie trug, kostet zwischen 13’000 und 30'000 Franken, sie stammt aus den neuen Stücken der Portofino-Kollektion von IWC, die Kollektion war zuvor im Spiegelsaal des Opernhauses vorgestellt worden, es hatte Champagner, Polenta mit Trüffel, Kalbstartar auf Apfelgelee, Rillettes von der Ente mit Kartoffelschaum gegeben, dazu Zweierlei von der Uhr (Stahl und Rotgold) in ihrem Ring aus Diamanten und auf einem Perlmuttspiegel.

Dieses Bild ist von IWC freigegeben. Es zeigt viele Stars, aber keine Uhr. Was passt, die Weltlancierung ist nämlich erst am 29. September.
Dieses Bild ist von IWC freigegeben. Es zeigt viele Stars, aber keine Uhr. Was passt, die Weltlancierung ist nämlich erst am 29. September.Bild: IWC/ Peter Lindbergh

Wir hatten die Häppchen probiert und die Uhren und vom Balkon des Opernhauses auf den Sechseläutenplatz und die sich ansammelnden Cate-Blanchett-Fans geschaut, es war die perfekte Simulation von Elite. Aber ohne Uhrenelite kein Geld für Cate Blanchett, das ist klar, und kein Gruppenspass in Portofino.

Zwei doppelte Oscarpreisträger

Denn IWC hat sich ja dort nicht nur Cate Blanchett, die überragende doppelte Oscarpreisträgerin, geleistet, sondern auch gleich noch Christoph Waltz, den überragenden doppelten Oscarpreisträger, Ewan McGregor, Emiliy Blunt und die reizende Zhou Xun. Was das wieder gekostet haben mag! Und die vergnügen sich nun alle in einem brandneuen Werbespot ohne Worte, vergnügen sich mit Autos, Booten, Uhren und miteinander, und über allem liegt quasi ein Hauch von schicker, zweigeschlechtlicher Metrosexualität, denn alles ist möglich, wenn man nur eine neue Uhr aus Schaffhausen am Handgelenk trägt.

Cate Blanchett geht ins Corso.
Cate Blanchett geht ins Corso.Bild: KEYSTONE

Die Fotos zum Werbespot von Peter Lindbergh sind jetzt im Festivalzentrum ausgestellt, und auf fast jedem einzelnen sind die Uhren tiptop zu erkennen. Cate Blanchett musste sich indes schnell umziehen, für ihren zweiten grünen Teppich des Abends, er führte sie in den Saal im Corso, wo gerade ihr vor-vor-vor-vor-letzter Film gezeigt worden war, also der in Zürich bereits weitherum gesehene «Blue Jasmine».

Aber um den Film ging's in diesem Fall nicht am Zurich Film Festival. Sondern um den Star. Der auf den goldenen Zeigern einer Uhr aus Schaffhausen um die Welt reist. Von Portofino nach Zürich nach Dubai nach irgendwohin. Und es bleibt zu hoffen, dass Cate Blanchett, der blau-blonden Fee vom Samstagnachmittag, über all den Verpflichtungen im Namen der Zeit selbst überhaupt noch ein bisschen davon übrig bleibt. 

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