Wirtschaft
Schweiz

Bernina verlagert letzte Produktion von Steckborn TG nach Thailand

«Unvermeidlich»: Bernina verlagert letzte Produktion von Steckborn TG nach Thailand

18.02.2026, 15:4118.02.2026, 15:41

Die Nähmaschinenherstellerin Bernina mit Sitz in Steckborn TG hat die Verlagerung der letzten Schweizer Produktion nach Thailand beschlossen. Am Mittwoch endete das Konsultationsverfahren. Für 27 betroffene Mitarbeitende tritt ein Sozialplan in Kraft.

Bernina verlagert die letzte Produktion von Steckborn TG nach Thailand.
Bernina verlagert die letzte Produktion von Steckborn TG nach Thailand.bild: IMAGO / dieBildmanufaktur

Bernina stehe aufgrund der anhaltenden Frankenstärke und des schwachen Dollars unter wirtschaftlichem Druck, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Für die Bernina International AG sind die USA mit Abstand der wichtigste Absatzmarkt. Die Firma erwirtschaftet dort fast drei Viertel ihres Umsatzes.

Angesichts der Herausforderungen aufgrund der Währungsentwicklung und der Marktlage in den USA sei die Bündelung der Produktion im Werk in Thailand unvermeidlich gewesen. Ab Mai werde nun auch die Produktion des bisher noch in Steckborn hergestellten Modells Bernina 990 an das firmeneigene Werk Thailand ausgelagert.

Betroffen von der Schliessung der Fertigung in Steckborn sind 27 Mitarbeitende. Für zwei Personen bestehen interne Anschlusslösungen. «Die anderen 25 Personen werden bei der Stellensuche begleitet und unterstützt», heisst es in der Mitteilung. Im Januar gab das Unternehmen bekannt, dass durch die Verlagerung nach Thailand maximal 40 Personen betroffen sein könnten.

Entwicklung bleibt in Steckborn

Trotz Verlagerung der Produktion bleibe die DNA des Unternehmens schweizerisch. Am Standort Steckborn sind weiterhin mehr als 300 Personen tätig. Damit behält die Firma unter anderem die Entwicklung, den Prototypbau oder das Logistikzentrum für Zubehör und Ersatzteile im Thurgau.

Insgesamt beschäftigt die Bernina-Gruppe weltweit 1200 Personen in mehreren Tochtergesellschaften. Das Werk in Thailand wurde 1990 gegründet. Es befindet sich im Besitz der Bernina-Gruppe und steht unter Schweizer Leitung. (hkl/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
22 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
International anerkannter Experte für ALLES
18.02.2026 16:33registriert Juli 2021
Tja, dann können die Schweizer Schulen für den Handarbeits-Unterricht ja jetzt getrost zu günstigeren Alternativen greifen. Kein Grund, das Missmanagement von Bernina mit Steuergeldern zu unterstützen.
4110
Melden
Zum Kommentar
avatar
Patho
18.02.2026 17:43registriert März 2017
Dann kosten die Nähmaschinen ab sofort nur noch ein Bruchteil?
Nein? Oh!




(dafür steigt wohl das Gehalt des Kaders um mehr als einen Bruchteil...)
275
Melden
Zum Kommentar
22
«Ich sehe das nicht als Arbeit»: Der Aufstieg des Sandoz-Präsidenten
Gilbert Ghostine lenkt seit drei Jahren die Basler Sandoz. Jetzt soll er auch noch Präsident des Warenprüfers SGS werden. Was treibt den 65-Jährigen an?
Gilbert Ghostine nimmt einen Schluck Tee und legt ungefragt los mit seinem unerschütterlichen Optimismus. Die Weltwirtschaft? Trotz aller Verwerfungen widerstandsfähig. Die Inflation? In vielen Regionen auf dem Rückzug. Der Zustand der Welt? Herausfordernd, aber mit vielen positiven Entwicklungen.
Zur Story