Gesellschaft & Politik
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President Donald Trump listens during an event called

Trump hat ein Programm seines Vorgängers Obama beendet, das Wohnungen für Niedrigverdienende zur Verfügung stellte. Bild: keystone

Donald Trump: «Die ‹Vorstadt-Hausfrau› wird für mich stimmen»



US-Präsident Donald Trump hat mit der Mutmassung, dass «die Vorstadt-Hausfrau» für ihn stimmen werde, Rassismus-Vorwürfe ausgelöst. «Sie wollen Sicherheit und sind begeistert, dass ich das lange bestehende Programm beendet habe, mit dem der Wohnungsbau für Menschen mit niedrigem Einkommen in ihre Nachbarschaften eindrang», schrieb Trump am Mittwoch bei Twitter.

Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden hingegen würde das Programm wieder in Gang setzen, in grösserer Form, behauptete Trump. Er hatte diese Woche bereits in einer Pressekonferenz im Weissen Haus eine Drohkulisse aufgebaut: «Wenn die Linke an die Macht kommt, wird keine Stadt oder Vorstadt in unserem Land sicher sein.»

Eine Umfrage im Juni ergab, dass zwei Drittel der Frauen in Vorstädten mit Trumps Leistungen als Präsident unzufrieden sind.

«Ihr Rassismus kommt durch», konterte der demokratische Senator Cory Booker auf Twitter. Trump hatte in dem Tweet auch geschrieben, Booker – ein Afroamerikaner – werde an der Spitze des neu aufgelegten Wohnungsbauprojekts stehen. Dafür gibt es bisher keine Anhaltspunkte.

Die Häuser in dem unter Präsident Barack Obama gestarteten Programm Affirmatively Furthering Fair Housing (AFFH) werden oft von Schwarzen und Lateinamerikanern bewohnt.

Das Lincoln Project, eine Gruppe von Trump-Kritikern aus den Reihen der Republikanischen Partei, bezeichnete den Präsidenten als Reaktion auf seinen Tweet als einen «rassistischen alten Mann». (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Superreicher 13.08.2020 13:49
    Highlight Highlight Welche Vorstadt-Hausfrau meint er denn genau? Egal, ihre Stimme reicht sowieso nicht für den Sieg. Vor allem dann nicht, wenn ihre beiden Freundinnen nicht für ihn stimmen werden.
  • D(r)ummer 13.08.2020 12:14
    Highlight Highlight Am Anfang des Textes dachte ich, wie man Rassismusvorwürfe konstruieren kann, wenn man sagt, dass Vorstädte-Hausfrauen für sich stimmen werden.

    Wie schafft man das?!

    Da kommt Experte Donald mit "Teile und Herrsche"
    Ganz übel dieser Typ.
  • 2winDaddy 13.08.2020 08:51
    Highlight Highlight «Die ‹Vorstadt-Hausfrau› wird für mich stimmen»

    Also alle Karens mit MAGA-Käppli, die sich weigern ihre Maske zu tragen und einen Wutanfall kriegen, wenn man sie höflich bittet deshalb den Supermarkt zu verlassen.
  • Der Hund muss schnell raus! 13.08.2020 08:13
    Highlight Highlight WOW, Trump macht ja voll auf Angst Kampagne! Die Leistungen die er für sich Reklamiert sind ja nur das er Obama's Erfolge Demontiert!
    Er versucht die Demokraten als Linksextreme hinzustellen, ist eher Verzweifelt als realistisch.
    Aber genau Trump Stil. Er sagt nicht was er gutes getan hat, es gibt schlicht nichts, also müssen die anderen als der Leibgewordene Satan bezeichnet werden.
  • Gawayn 13.08.2020 06:25
    Highlight Highlight Wenn man Trumpels Handlungen genauer folgt, bemerkt man ein klares sehr einfaches Muster...

    Trumpel sind "Rassen" egal.
    Er war einer der ersten der in Florida Schwarze als Mitglieder in seinen Golfclubs zugelaßen hat.

    Ihm geht es um seine Intereßen.
    Wer Geld hat, dem Hilft er. Wer Geld braucht der kommt unter die Räder.

    Hat er doch den Bedürftigen, die auf Essensmarken angewiesen sind, die Gelder um weitere 20% gekürzt.

    Arme wählen seltener.
    Können keine Proteste auslösen, abwandern etc. Egal welcher "Rasse".
    Reiche, egal welcher "Rasse" schon
    So einfach geht Trump...
  • petrolleis 12.08.2020 23:05
    Highlight Highlight Ja genau, Katzen würden whyskas kaufen.
    • _kokolorix 13.08.2020 00:11
      Highlight Highlight Während wir es halt mit Whiskey probieren passend zu bekommen...
    • Froggr 13.08.2020 01:09
      Highlight Highlight Einer der hervorragendsten Werbesprüche überhaupt so ganz nebenbei ;-)
  • tss 12.08.2020 22:32
    Highlight Highlight Diese Botschaft sagt aus für welche Menschen er einsteht, für die, die er die Steuern senkte. Der Normalbürger ist ihm egal. Das wiederspiegelt auch seine Corona Politik. Wie viele Reicheleute sind daran gestorben? Zuwenige um den verlust zu rechtvertigen.
  • Pana 12.08.2020 22:31
    Highlight Highlight "You sad, racist old man."

    Passt.

    Und dann, im darauf folgenden Tweet, beleidigt er den Satiriker Bill Maher aufs Übelste, weil der sich letzte Woche über ihn lustig gemacht hat. Ein ganz normaler Tag in der Trump-Welt.

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