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Weiterer Todesfall: Mysteriöse Lungenkrankheit breitet sich aus – 5 Punkte dazu



Was ist passiert?

Travelers pass through a health screening checkpoint at Wuhan Tianhe International Airport in Wuhan in southern China's Hubei province, Tuesday, Jan. 21, 2020. A fourth person has died in an outbreak of a new coronavirus in China, authorities said Tuesday, as more places stepped up medical screening of travelers from the country as it enters its busiest travel period. (AP Photo/Emily Wang)

Gesundheitskontrollen am Flughafen in Wuhan. Bild: AP

In China hat eine neuartige Lungenkrankheit einem weiteren Patienten das Leben gekostet. Wie die Gesundheitsbehörde der zentralchinesischen Metropole Wuhan mitteilte, starb ein 89-Jähriger Mann, der mit dem Coronavirus infiziert war, bereits am Sonntag im Krankenhaus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Wuhan war das Virus zuerst im Dezember auf einem dortigen Fischmarkt aufgetreten.

Zum ersten Mal gibt es auch in Australien einen Verdacht auf die Erkrankung: Ein Reisender aus Wuhan unter dem Verdacht der Erkrankung isoliert und getestet.

Und das Gesamtbild?

Seit dem Ausbruch der Krankheit sind vier Todesfälle in China bestätigt. Zudem wurde das Virus bei mindestens 15 Krankenhausangestellten in Wuhan nachgewiesen, wo das Virus Ende Dezember ausgebrochen war. Demnach gibt es unter den medizinischen Angestellten einen weiteren Verdachtsfall.

Die Zahl bestätigter Infektionen in China war Anfang der Woche sprunghaft auf über 220 gestiegen. Auch wurden erste Erkrankungen in Thailand, Japan und Südkorea nachgewiesen.

Das Londoner Zentrum für die Analyse globaler Viruserkrankungen schätzt, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten schon jetzt deutlich höher liegt als von Peking angegeben: Es hatte am Freitag mitgeteilt, dass es von mehr als 1700 Infizierten ausgehe.

Wie ansteckend ist das Virus?

Am Montag hatten die Behörden erstmals mitgeteilt, dass Pflegepersonal betroffen ist und die Übertragbarkeit des Erregers von Mensch zu Mensch bestätigt. Für Experten ist es ein wichtiger Indikator, ob Ärzte und Pfleger von einer neuen Erkrankung betroffen sind: Infizieren sich viele von ihnen, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine leichte Übertragbarkeit.

Was weiss man über das Virus?

FILE - In this undated file image released by the British Health Protection Agency shows an electron microscope image of a coronavirus, part of a family of viruses that cause ailments including the common cold and SARS, which was first identified last year in the Middle East. Two respiratory viruses in different parts of the world have captured the attention of global health officials _ a novel coronavirus in the Middle East and a new bird flu spreading in China. Last week, the coronavirus related to SARS spread to France, where one patient who probably caught the disease in Dubai infected his hospital roommate. Officials are now trying to track down everyone who went on a tour group holiday to Dubai with the first patient as well as all contacts of the second patient. Since it was first spotted last year, the new coronavirus has infected 34 people, killing 18 of them. Nearly all had some connection to the Middle East. (AP Photo/Health Protection Agency, File)

So sieht ein Coronavirus unter dem Elektronenmikoskop aus. Bild: AP Health Protection Agency

Analysen des Erbguts hatten dem Berliner Virusforscher Christian Drosten zufolge ergeben, dass es sich bei dem Erreger um eine Sars-Variante handelt. Ein Sars-Virus hatte von China ausgehend 2002/2003 eine weltweite Pandemie mit 8000 Infizierten zur Folge, etwa 800 Menschen starben.

Was wird gegen die Ausbreitung unternommen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Mittwoch ein Krisentreffen in Genf einberufen. Ein Notfallkomitee soll sich mit der Krankheit befassen, wie die WHO am Montag bekanntgab. Die Experten sollen demnach darüber beraten, ob ein internationaler Gesundheitsnotstand ausgerufen wird

Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Übertragung des Virus. Bei der grössten jährlichen Völkerwanderung sind einige Hundert Millionen Chinesen unterwegs.

Asiatische Nachbarn und mehrere Flughäfen in anderen Ländern weltweit haben wegen der neuen Lungenkrankheit inzwischen Fieberkontrollen bei der Einreise aus Wuhan eingeführt. (sda/reu/dpa)

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