Grossbritannien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Eingreifen in antisemitischen Vorfall: Jüdischer Vater trifft muslimische Retterin



In einem derzeit viral gehenden Clip vom letzten Freitag ist zu sehen, wie ein Mann eine jüdische Familie in der Londoner U-Bahn bedrängt. Er liest den jüdischen Kindern und deren Vater auf eine aggressive Art und Weise antisemitische Bibel-Passagen vor. Bevor die Situation jedoch eskaliert, beweist eine muslimische Frau Zivilcourage. Die Kopftuch tragende Frau konfrontiert den Täter und dieser lässt schliesslich von der jüdischen Familie ab.

Asma Shuweikh heisst die 36-jährige Frau, die aus der englischen Stadt Birmingham stammt. Gegenüber «Jewish News» sagte Shuweikh, dass sie die Aufmerksamkeit des Manner auf sich und weg von der Familie lenken wollte.

Nun kam es zu einem Treffen zwischen dem jüdischen Vater und der Muslima. Der Vater, der seinen Namen nicht veröffentlichen möchte, war Shuweikh äusserst dankbar:

«Wir sind sicher, dass er ohne ihre Intervention und Ablenkung seine Beschimpfungen, die zu körperlicher Gewalt eskalieren hätten können, fortgesetzt hätte.»

Dieser Vorfall habe ihn mit gemischten Gefühlen gegenüber der heutigen Gesellschaft zurückgelassen. Auf der einen Seite sei er schockiert über den Fakt, dass er am helllichten Tag im Beisein seiner Kinder Opfer einer antisemitischen Attacke geworden ist. Doch die Zivilcourage von Shuweikh beeindruckte ihn – und gab ein gewisses Vertrauen in die Menschheit zurück.

Das Treffen am Montag in Manchester sei sehr gut gewesen. Die beiden versuchen den Kontakt zu halten, wie Shuweikh gegenüber «Jewish News» sagte. Der Vater übergab ihr bei dieser Gelegenheit als Dankeschön einen schönen Blumenstrauss.

Shuweikh selbst wurde schon Opfer von Islamophobie. So wurde sie im Strassenverkehr mit Süssigkeiten beworfen – und im Gesicht getroffen. Damals sagte sich die junge Frau, dass sie so etwas in Zukunft nicht mehr hinnehmen wird. Aus diesem Grund war für sie klar, beim Vorfall in der U-Bahn zu intervenieren: «Es ist inakzeptabel, und ich bin die Art von Mensch, dass ich, wenn ich so etwas sehe, nicht still sein kann.» Man nehme sich ein Vorbild an ihr. (mim)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Konzerte gegen Rassismus in Chemnitz

So es ist ein Schweizer-Asiate zu sein:

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

24
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bene86 26.11.2019 08:18
    Highlight Highlight Schon tragisch, dass etwas Ansicht selbstverständliches so gefeiert wird in der heutigen Zeit (ohne dein das beherzte Eingreifen der Dame jetzt schmälern zu wollen).
    • Oxymora 26.11.2019 18:12
      Highlight Highlight Da wollten einige, die angeblich friedensfördernde Wirkung von Religion abfeiern, ohne zu bemerken; dass es ohne Religion gar nie zu dem Konflikt gekommen wäre.
  • giandalf the grey 26.11.2019 08:08
    Highlight Highlight Eine arabisch aussehende muslimische Frau schützt einen weissen Juden vor Diskriminierung durch einen schwarzen Christen. Diese Geschichte ist so gut! Mal abgesehen davon wie herzerwärmend sie ist, zeigt sie einfach einmal mehr, dass es nicht die Art Mensch gibt die schlechter oder besser ist. Arschlöcher und Helden kommen in allen Formen und Farben.
    • DemonCore 26.11.2019 15:56
      Highlight Highlight ... und Religionen liefern den A... die Munition.
    • Oxymora 26.11.2019 18:26
      Highlight Highlight @ DemonCore

      Treffend ausgedrückt, wie so oft.
      Danke für Ihre geniale Bemerkung.
    • giandalf the grey 26.11.2019 18:29
      Highlight Highlight Oder den Helden das Pflichtbewusstsein? Ich glaube nicht, dass Arschlöcher irgendeine Munition brauchen, die produzieren ihre Scheisse so oder so. Politische Ideologien funktionieren beispielsweise genau so gut.
  • leu84 26.11.2019 08:04
    Highlight Highlight Einfach schade wenn man den Glauben oder Nichtglaube einer Person nicht respektieren kann.
    • DemonCore 26.11.2019 09:38
      Highlight Highlight Nein! Religionen sollen wir nicht respektieren!

      Glaube und das Fehlen eines religiösen Glaubens sind nicht gleichwertig. Aus dem Fehlen eines Glaubens kann man niemals Hass auf eine Volksgruppe erhalten.

      Hingegen enthalten alle abrahamitischen Religionen explizite Anweisungen zur Ablehnung, Gewalt gegen und Verfolgung von anders- und ungläubigen.

      Dass wir Glauben respektieren ist das Problem, nicht die Lösung. Die Glaubensinhalte sind eine wesentliche Ursache unserer gesellschaftlichen Probleme.
    • Bene86 26.11.2019 12:39
      Highlight Highlight DemonCore: So ist es leider. Religionen sind mehrheitlich hochgradig rassistisch und brutal. Selbstverständlich leben gerade in den fortschrittlicheren Länder viele Menschen, welche es mit der Religion nicht mehr ganz so genau nehmen.. Zum Glück! Insgesamt gesehen spaltet aber Religion vor allem. Aber man kann zu diesem Thema auch die Augen verschliessen und darauf los blitzen. Und gleich kommt wieder Vergleiche wie "der 2. Weltkrieg war nicht religiös motiviert". Das mag sein, mach deswegen Religionen aber nicht weniger gefährlich für die Menschen.
    • ChillDaHood 26.11.2019 12:42
      Highlight Highlight @demoncore, fällt ihnen ihr eigener Widerspruch nicht auf? Bei Ihnen fehlt ein religiöser Glaube und sie lehnen andersgläubige, oder in Ihrem Fall einfach Gläubige ab.

      Aus anderen Beiträgen weiss ich unter anderem auch, dass sie die politische Meinung von Personen, die sich offen als christlich bekennen, egal ist, sie sind a priori unwählbar. Das geht Richtung Hass in meinen Augen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 26.11.2019 07:53
    Highlight Highlight Eine wunderschöne Weihnachtsgeschichte!
    Und der Einzige, der sich darin daneben benommen hat, ist vermutlich ein Christ...
  • Oxymora 26.11.2019 07:26
    Highlight Highlight Die Worte des mutmasslichen Täters:

    Behold, I will make them of the synagogue of Satan, which say they are Jews, and are not, but do lie; behold, I will make them to come and worship before thy feet, and to know that I have loved thee. (Relevation 3:9)

    Siehe, ich werde geben aus des Satanas Schule, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern lügen; siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen sollen und niederfallen zu deinen Füßen und erkennen, dass ich dich geliebt habe. (Offenbarung 3:9)

    Wird die Bibel verboten?
    • DemonCore 26.11.2019 11:00
      Highlight Highlight "Mein Kampf" ist "verboten". Ich sehe nicht, weshalb der Bibel, dem Koran oder der Torah auch nur ein My mehr Vertrauen entgegengebracht wird.

      Es sind Texte die einzig und alleine dazu dienen die Menschheit künstlich in gegenseitig aggressive Gemeinschaften aufzuteilen. Obendrauf gibt es eine gehörige Portion Hass auf Frauen, Homosexuelle und Ungläubige.
    • Der Typ 26.11.2019 11:12
      Highlight Highlight Warum muss man einem Juden von er Bibel Zitieren? Vorallem diese fragwürdige Passage? Glauben ja, aber für jeden Persönlich. Oder sind sie Fan von den Zeugen Jehovas welche sie mit Ihren Ideologien vollquatschen?

      Und noch so als Denkanstoss: Vielleicht würde es helfen, jede Religion einzudämmen
    • Bene86 26.11.2019 12:42
      Highlight Highlight Ich bin strikt gegen Religionen. Aber wenn ihr schon in der Bibel Zitate über Juden suchen geht, dann tut es bei dieser Gelegenheit auch gleich im Koran. Erstaunliches werdet ihr feststellen.
  • T0815 26.11.2019 06:39
    Highlight Highlight Es tut auch gut mal etwas positives zu lesen.
    Anschneienden gibt es doch noch Hoffnung für die Menschheit.
  • Eskimo 26.11.2019 05:40
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • lilas 26.11.2019 06:31
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Der Typ 26.11.2019 07:23
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Babalu 26.11.2019 08:08
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Biggie Smalls 26.11.2019 04:38
    Highlight Highlight DANKE ♥️ freut mich sowas zu lesen. schade, dass das passiert ist, absolut respektlos, aber das endergebnis freut mich 👏

Louisville kommt nicht zur Ruhe: Proteste um Breonna Taylor dauern an

Die Proteste gegen die umstrittene Justizentscheidung im Fall der von Polizisten getöteten Afroamerikanerin Breonna Taylor sind in die zweite Nacht gegangen. Trotz der erneut verfügten Sperrstunde blieben am Donnerstagabend in der Stadt Louisville Demonstranten auf der Strasse, auf Fernsehbildern war zu sehen, wie einige von ihnen festgenommen wurden. In der Nacht davor waren zwei Polizisten angeschossen worden.

Breonna Taylor war im März bei einem Polizeieinsatz in Louisville (Bundesstaat …

Artikel lesen
Link zum Artikel