DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zeugin in Berlusconi-Prozess «Bunga Bunga» stirbt unter mysteriösen Umständen

16.03.2019, 15:32

Nach dem plötzlichen Tod einer wichtigen Zeugin in Prozessen gegen Italiens Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ermittelt die Justiz. Imane Fadil wurde am 29. Januar in der Nähe von Mailand in ein Spital eingeliefert, wo sie am 1. März starb, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die Zeitung «Corriere della Sera» berichtete am Samstag unter Berufung auf anonyme Quellen, das 33-jährige Ex-Model sei mit radioaktiven Substanzen vergiftet worden.

Dem Bericht zufolge hatte das Spital zunächst versucht, mit verschiedenen Untersuchungen die Gründe für die rasche Verschlechterung von Fadils Gesundheitszustand zu klären. Da die Tests ohne Ergebnis blieben, habe die Klinik Proben an ein Speziallabor in Pavia geschickt.

Radioaktive Substanzen

Die Resultate seien am 6. März eingetroffen, nach dem Tod des Ex-Models. Die Proben hätten «eine Mischung aus radioaktiven Substanzen enthalten, die normalerweise nicht im Handel erhältlich sind».

Die verstorbene Imane Fadil.
Die verstorbene Imane Fadil.
archivBild: AP

Fadils Anwalt, Paolo Sevesi, sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur AGI, seine Mandantin habe sich nach eigenen Worten davor gefürchtet, vergiftet zu werden.

Die Zeitung «Il Fatto Quotidiano» berichtete dagegen von einer zunehmenden geistigen Verwirrtheit des Ex-Models. Sie habe an «schwarze Geister» und «dämonische Riten» geglaubt.

Aussagen zu «Bunga-Bunga»-Partys

Fadil hatte in einem Prozess gegen Berlusconi im Jahr 2012 die ausschweifenden «Bunga-Bunga»-Partys in dessen Villa Arcore bei Mailand beschrieben. Berlusconi habe ihr beim ersten Mal, als sie auf eine Party in seine Villa kam, 2000 Euro in bar gegeben und gesagt, sie solle «nicht beleidigt» sein.

Berlusconi wurde in dem Prozess vorgeworfen, mit der zur Tatzeit minderjährigen Prostituierten Karima al Mahrough alias Ruby Rubacuore Sex gehabt zu haben. Später soll der damalige Regierungschef sein Amt missbraucht haben, um die wegen Diebstahls festgenommene Marokkanerin freizubekommen.

(dsc/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emotionales Wiedersehen: 5600 Gefangene wurden in Myanmar freigelassen

Die Militärjunta in Myanmar hat die Freilassung von landesweit mehr als 5600 Gefangenen angeordnet, darunter viele aus dem berüchtigten Insein-Gefängnis in der grössten Stadt Yangon.

Am Montagabend (Ortszeit) verliessen erste Häftlinge, die im Zuge der Machtübernahme der Generäle Anfang Februar festgenommen worden waren, die für brutale Foltermethoden bekannte Haftanstalt.

Angehörige und Freunde harrten stundenlang vor den Gefängnissen in dem südostasiatischen Krisenland aus und warteten auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel