Uri - Schwyz - Unterwalden
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Jetzt frisst sich offenbar noch ein zweiter Wolf durch Uris Schafbestände

Jede Nacht sind die Jäger auf der Pirsch, um den einen Wolf zu erlegen, der in Uri Schafe reisst. Jetzt taucht noch ein zweiter auf.



Einen Wolf haben die Urner Behörden bereits zum Abschuss frei gegeben. Jetzt reisst offenbar noch ein zweiter auf Kantonsgebiet willkürlich Schafe. Zu diesem Schluss kommen die Behörden, nachdem in unterschiedlichen Teilen des Kantons zur gleichen Zeit Schafe gerissen wurden.

Beat Annen, Vorsteher des Amtes für Forst und Jagd, bestätigte auf Anfrage eine Online-Meldung der «Neuen Urner Zeitung». Am Dienstag sei ein von einem Wolf gerissenes Schaf hinter Bristen im Maderanertal entdeckt worden, sagte er.

50 Schafe mussten bereits dran glauben

Das Maderanertal liegt im Osten Uris nahe der Grenze zu Graubünden. Der zum Abschuss freigegebene Wolf hält sich dagegen im Westen im Gebiet Surenenalp an der Grenze zu Engelberg OW auf, wo er weiter aktiv ist. Da es in den beiden Gebieten praktisch zur gleichen Zeit Risse gegeben habe, gehen die Behörden von zwei verschiedenen Wölfen aus.

In diesem Sommer sind im Kanton Uri rund 50 Schafe gerissen worden. Annen bestätigte eine Meldung des «Urner Wochenblattes» vom Mittwoch. Fast alle diese Risse werden dem zum Abschuss freigegeben Wolf zugeordnet. Die Abfolge ergebe, bis auf den Riss im Maderanertal, eine logische Abfolge und ein Streifgebiet, sagte Annen.

Jäger sind jede Nacht auf der Pirsch

Der Urner Regierungsrat hatte am 15. Juli den ersten Wolf zum Abschuss freigegeben, nachdem er innerhalb von drei Wochen 25 Schafe gerissen hatte. Die kantonalen Wildhüter und ihre Helfer haben 60 Tage Zeit, das Tier zu erlegen.

Die Jäger lauern dem Tier im Raum der Surenenalp auf. Fast jede Nacht sind dort fünf bis zehn Jäger im Einsatz. Eine Wolfsjagd sei aber keine leichte Sache, sagte Annen. (sda/rwy)

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