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Die Tempelanlage Karnak in Luxor ist bei Touristen beliebt.
Die Tempelanlage Karnak in Luxor ist bei Touristen beliebt.Bild: Hassan Ammar/AP/KEYSTONE

Selbstmordanschlag auf Touristenattraktion in Luxor im letzten Moment vereitelt

10.06.2015, 11:2410.06.2015, 15:37

Am Karnak-Tempel nahe Luxor hat sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Ägyptische Sicherheitskräfte konnten nach eigenen Angaben Besucher der zum Weltkulturerbe zählenden Tempelanlage vor Schlimmerem bewahren. Sie erschossen einen weiteren mutmasslichen Attentäter und verletzten einen dritten schwer. Ausländer kamen nach Behördenangaben nicht zu Schaden. 

Nach Polizeiangaben hatten sich die drei Männer geweigert, sich an einer Kontrollstelle rund 500 Meter vor dem Tempel einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen und zogen plötzlich Schusswaffen aus ihren Taschen. Daraufhin eröffneten die Sicherheitsbeamten das Feuer und verletzten einen der Angreifer tödlich und einen weiteren schwer. Der dritte Attentäter sprengte sich in die Luft. 

Sicherheitskräfte am Tatort.
Sicherheitskräfte am Tatort.Bild: STRINGER/EGYPT/REUTERS

Der mit einem Kopfschuss schwer verletzte mutmassliche Attentäter wurde nach Angaben der Gesundheitsbehörden von Luxor in ein Spital gebracht. Zwei Polizisten und zwei ägyptische Zivilisten seien leicht verletzt worden.

Tempelanlage als Touristenmagnet

Das Innenministerium in Kairo erklärte, die Sicherheitskräfte in Luxor hätten einen «terroristischen Anschlag vereitelt». Die Besucher des Tempels wurden während des Angriffs zu ihrem Schutz in der Anlage zurückgehalten. Die grösste ägyptische Tempelanlage im oberägyptischen Karnak nordöstlich von Luxor ist ein Touristenmagnet und seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe.

Seit dem vom Militär geführten Umsturz im Jahr 2013, bei dem der islamistische Präsident Mohammed Mursi aus dem Amt getrieben wurde, ist Ägypten Schauplatz zahlreicher Anschläge, die sich bislang jedoch fast ausschliesslich gegen Sicherheitskräfte und das Militär richteten.

Das seither einzige Attentat, das auf Touristen zielte, war die Tat eines Selbstmordattentäters im Februar vergangenen Jahres. Damals starben am Grenzposten Taba auf der Halbinsel Sinai drei Südkoreaner und ihr Busfahrer, die auf dem Weg nach Israel waren. 

Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen für das nordafrikanische Land, in dem Präsident Abdel Fattah al-Sisi mit harter Hand gegen die islamistische Muslimbruderschaft vorgeht. Radikale Islamisten haben bei Anschlägen auf Polizeiwachen und Militärkontrollpunkte Hunderte Menschen getötet.

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Sie kam ganz in Schwarz. Das Gesicht fast eingefroren, den Kopf nach unten gerichtet sass sie da, an einem langen Tisch im Kreml, so lang wie Tische offenbar mittlerweile sein müssen, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin an ihnen ebenfalls Platz nimmt. Vier Tage waren seit dessen Ausrufung der «militärischen Spezialoperation» vergangen. Vier Tage Krieg in der Ukraine.

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