Fotografie
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Das sind die Unicef-«Foto des Jahres» – und sie sind wirklich eindrücklich



Seit dem Jahr 2000 verleiht Unicef den Fotopreis. Die Auszeichnung geht an Fotografen, «die die Persönlichkeit und Lebensumstände von Kindern auf herausragende Weise dokumentieren». Teilnehmer müssen von anderen Fotografen nominiert werden. Eine Jury aus Fotojournalisten und Unicef-Mitarbeitern kürt anschliessend die Sieger. Dieses Jahr wurden 115 Foto-Reportagen eingereicht. 

Siegerfoto

Es ist das Gesicht einer traurigen Kindheit: Das Unicef-«Foto des Jahres» zeigt die fünfjährige Zahra, ein syrisches Flüchtlingsmädchen mit eindrucksvollen Augen. Die Aufnahme des Fotografen Muhammed Muheisen entstand in einem Vorort von Mafraq in Jordanien. 

HANDOUT - Das Siegerfoto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2017

Bild: Muhammed Muheisen

Zahras Familie floh nach Angaben des Uno-Kinderhilfswerks 2015 vor dem Krieg in Syrien und lebt seitdem in einem Zelt. «Man muss dieses Gesicht immer wieder anschauen», sagte Unicef-Schirmherrin Elke Büdenbender am Donnerstag in Berlin. «Es steht für das Schicksal von Millionen Kindern.»

«Exodus der Rohingya»

Platz zwei widmet sich den Rohingya, den Angehörigen der muslimischen Minderheit, von denen Hunderttausende vor Gewalt aus ihrer Heimat Myanmar nach Bangladesch geflohen sind. Auf der Aufnahme des Fotografen K.M. Asad ist eine Frau zu sehen, die mit einem Baby im Arm dem Meer entsteigt – für Unicef «das Bild einer Rettung von Leib und Leben».

HANDOUT - Das zweitplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2017

K.M. Asad, Bangladesch (Zuma Press)

«Pure Verzweiflung»

Der Fotograf Kevin Frayer auf Platz drei hat mit seiner Aufnahme die Verzweiflung in einem Flüchtlingslager festgehalten, als ein Lebensmitteltransport eintrifft. 

HANDOUT - Das drittplatzierte Foto des internationalen Foto-Wettbewerbs «Unicef-Foto des Jahres 2017

Kevin Frayer/ Getty Images

Zehn weitere Reportagen hob die Jury mit ehrenvollen Erwähnungen hervor:

«Warten mit der letzten Kraft»

Der dänische Fotograf Jacob Erbahn nahm dieses Foto in einem Flüchtlingslager der Rohingya in Bangladesch auf. Eine Mutter versucht, ihr Kind aus der Bedrängnis zu befreien und ihm so ein wenig Luft und Schatten zu spenden.

Bangladesch: Warten mit der letzten Kraft

Jacob Ehrbahn

«Nichts ist vorbei»

Fotograf Christian Werner hat Städte wie Aleppo und Homs in Syrien dokumentiert. Victoria kehrte mit ihrem Bruder und den Eltern in ihr Trümmerfeld zurück. 

Syrien: Nichts ist vorbei

Christian Werner/ Zeitenspiegel

«Grosser Fisch»

In Sansibar sollen Frauen nicht schwimmen und deswegen ertrinken immer wieder Menschen auf dem Inselarchipel. Nun lernen die Mädchen der Kijini-Grundschule schwimmen. 

Sansibar: Vom Mädchenrecht, nicht unterzugehen

Anna Boyiazis

«Bismallahs Gefühl für den Schnee»

Es waren zwei Mitarbeiter einer internationalen Entwicklungshilfe-Organisation, die eines Tages im Jahr 2009 ihre Skier in das Dorf Au Bala im abgelegenen Fuladi-Tal in Afghanistan mitbrachten. Acht Jahre später traf der australische Fotograf Andrew Quilty Baz Mohammed und andere Jungen, die ihm ihre selbstgebastelten Skier zeigten.

Afghanistan: Bismillahs Gefühl für den Schnee

Andrew Quilty/ Agence VU

«Stärker als die Sonne»

In Afrika sin Albinos noch immer in Lebensgefahr, weil es den Aberglauben gibt, ihr Blut zu trinken wirke Wunder. Die Fotojournalistin Ana Palacios weist mit ihrer Reportage «Stärker als die Sonne» darauf hin.

Bild

Ana Palacios

«Gemeinsam schaffen sie Hoffnung»

In weiten teilen Westafrikas werden Zwillingen Wunder zugetraut. Und so bringen viele Mütter ihre Kinder, wie hier in Abidjan, Elfenbeinküste gerne in Moscheen. Dort können Gläubige sich gegen eine kleine Spende gute Wendungen im Leben wünschen. 

Bild

Anush Babajanyan, Armenien (VII Agency)

«Befreit, aber nicht von Angst»

Die Fotografin Zohra Bensemra hat die Strassen Mossuls dokumentiert, nachdem die irakische Armee die Terrormiliz «Islamischer Staat» aus der Stadt vertrieben hatte. Dieses Foto schoss Bensemra an einem Checkpoint der irakischen Armee.

Irak: Befreit, aber nicht von der Angst

Zohra Bensemra/ REUTERS

«Wenn der Papa alles ist»

Leona Ohsiek hat Hannah und ihr Vater in einer kleinen Wohnung in Hannover-Linden fotografisch begleitet. Hannahs Mutter starb bei einem Autounfall, als das Mädchen erst wenige Monate alt war. Das Mädchen war zu klein, um Erinnerungen an die Zeit davor zu haben. Der Verlust der Mutter verfolge die inzwischen neunjährige Hannah deshalb weniger als ihn, sagt der Vater.

Bild

Leona Ohsiek

«Auf der Verliererstrasse»

Der deutsche Fotograf Toby Binder hat das Leben in Belfast, Glasgow, Edinburgh und Liverpool fotografiert. Der Alltag in den Arbeitervierteln von Belfast ist geprägt von Arbeitslosigkeit, Bandenkriminalität, Drogenmissbrauch. 

Bild

Toby Binder

«Mama zu Hause»

«Du tust ja nichts, ausser auf das Baby aufzupassen». Das war nur der hingeworfene Satz eines Freundes, aber er animierte die russische Fotografin Yuliya Skorobogatova zu einem Projekt, dass das angebliche Nichtstun dokumentiert.

Russland: Friedliche Koexistenz

Yuliya Skorobogatova

(nfr/sda)

Eisberge photobomben Fischerdorf in Neufundland

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 22.12.2017 13:21
    Highlight Highlight Was ist der Preis? Bekommt der Sieger Geld für sein Foto?
    • Christian. 22.12.2017 22:17
      Highlight Highlight Wieso die Blitze? Ist die Frage nicht legitim? Wäre doch interessant zu wissen ob es für solche Bilder nicht auch eine pekuniäre Vergütung gibt. Es gibt ja zig Auszeichnungen für Fotos, wobei imho die wenigsten so eindrücklich sind bedenkt man das Thema der Auszeichnung. Ausserdem würde eine Antwort auch der Transparenz dienen. Natürlich geht es nicht in erster Linie um Geld, aber ich finde die Frage durchaus angebracht.
    • Spooky 24.12.2017 22:31
      Highlight Highlight @zijasa van zijasensen
      Ich finde auch, dass die Frage legitim ist. Die Blitze sind mir ein Rätsel.
  • sherpa 22.12.2017 11:27
    Highlight Highlight Sehr eindrucksvolle, aber gleichzeitig auch sehr bedrückende Bilder. Hoffen wir, dass es für all die betroffenen Menschen auch wieder mal ein Funken der Zuversicht geben wird.
  • User03 22.12.2017 10:39
    Highlight Highlight Wirklich eindrücklich.

    Ich bin so froh, dass ich in der schönen Schweiz geboren wurde.

    Schöne Festtage allerseits.
    • User03 22.12.2017 13:09
      Highlight Highlight Da hat wohl einer ein Bachelor an der Akademimimimi gemacht.
    • Namenloses Elend 22.12.2017 13:39
      Highlight Highlight Er erkennt das Privileg hier geboren zu sein. Was ist daran egoistisch oder ignorant? Schliesslich sieht er die Welt wie sie ist und ist froh, dass ihm ohne seine Zutun eine schöne Zukunft ermöglicht wurde. Dein pseydo-politisches Statement kannst du am 1.Mai wieder rausposaunen..
    • Baba 22.12.2017 14:26
      Highlight Highlight @KERTENKELE: Sie haben NULL Plan, wie User03 lebt. Vielleicht ist er/sie als Philantrop unterwegs, vielleicht lebt er/sie ganz bewusst und versucht den Planeten (und damit seine Bewohner) möglichst wenig zu belasten. Wie also zum Teufel kommen Sie dazu, seinen/ihren Ausdruck der Wertschätzung für den Geburtsort dermassen anzugreifen?

      Auch ich bin dankbar dafür, auf diesem Fleck der Erde geboren worden zu sein (Schweiz). In Ihren Augen bin ich damit auch eine Egoistin und Ignorantin... Sei's drum.

      Ich wünsche Ihnen im 2018 mehr Sonnenschein als Sie heute gerade haben 😈

Dieses Brüller-Foto geht gerade richtig viral – allerdings stimmt so einiges nicht

Eins ist klar: Instagram-User «sashajuliard» hat mit seinem letzten Post einen viralen Volltreffer gelandet und dürfte in diesen Minuten gerade massiv viele neue Follower hinzugewinnen. 

Gut für ihn also. 

Und seien wir ehrlich: Das Bild ist wirklich affengeil grossartig. Kein Wunder hat es schon über 10'000 Likes gesammelt. 

Auch auf reddit findet das Foto grosse Beachtung. Innerhalb von nur vier Stunden wird es zum «most trending topic». 

Doch ist der ausserordentliche …

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