DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
18.10.2014; Aarau; Fussball Super League -  FC Aarau  - FC St. Gallen; Aarau Fans im Bruegglifeld (Daniela Frutiger/freshfocus)

Die Fans des FC Aarau im Herbst 2014.
Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Unvergessen

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

25. November 2009: Der FC Aarau erlebt gerade eine gute Phase, beendet die Super League zwei Mal in Folge auf Rang 5. Mitten in diesem Hoch wird ein Gute-Laune-Song ins Internet eingespiesen, der in Schweizer Fankreisen längst Kult ist: «Brügglifäld olé! Brügglifäld ola!»



Verschneiter Rasen, rote Plastikstühle, zwei einsame Fans. Mit dieser Einstellung beginnt ein Musikvideo für die Ewigkeit. Die beiden, es wird sich noch herausstellen, sind betätigen sich als Sänger. Plötzlich erspähen sie einen gelben Ball auf dem Platz. Klar, dass sich das magische Zweieck diese Chance nicht nehmen lässt, ein gepflegtes Kurzpass-Spiel auf den Rasen des Brügglifelds zu zaubern!

«Sit ehr bereit für nes Fuessballfäscht?», brüllt plötzlich einer des Duos in die Kamera. Schnitt – und wir sind nicht mehr im kalten Stadion, sondern bei feurigen Damen in einer Tanzschule. Aaaaarrrrriba!

abspielen

Parental advisory: Explicit content!
YouTube/imageundwerbefilme

Knapp 40'000 Views hat das Musikvideo auf Youtube mittlerweile. Die Zahl derer, denen sich der Sinn der Verbindung zwischen tanzenden Samba-Mäusen und dem FC Aarau erschliesst, dürfte wesentlich kleiner sein. Vielleicht sind sie eine Erinnerung an glorreiche Zeiten mit Ratinho. Oder an weniger glorreiche mit David Opango, dem Pelé aus Burundi.

Gesichert ist, dass die Schweizer Fussballgeschichte dank dem Song des ehemaligen FC-Aarau-Vizepräsidenten Daniel Probst aus dem Jahr 2000 um einige wichtige Zitate reicher ist. Voilà!

«Ole oléé! Ooooh … rrrahaha! Ay ay ay aaay! Oh, oh, oh! Ay, ay, ay! Oh, oh, o-ho! Arriba!»

Aargauer Poesie mit einem Touch Brasil

«The way you hold me tight makes me feel alright. Heart goes to the beat, bamboleo. Come on onto the floor, I wanna give you more. Shake your body to the bamb-ole-ola!»

Noch viel mehr Poesie

«Heeey! Aaaarrriba! Un, dos, tres, Cuba Libre! Jetzt mach doch mal dä Topf! Mit em Fuess oder mit em Chopf! Ole olé!»

Fertig Poesie

Nach dem Song der Abstieg

Der FC Aarau hat noch mehr musikalischen Support. In der Band «Die Schwalbenkönige» sind mit den Autoren Pedro Lenz und Wolfgang Bortlik zwei bekannte Schweizer Kreativköpfe an Bord, die dem Brügglifeld ebenfalls schon eine Ode widmeten: «Brügglifäld, s'schönschti Stadion vo dä ganze Wält!» (Hier als mp3-Datei)

Am Ende der Saison 2009/10, in welcher «Brügglifäld olé» veröffentlicht wird, steigt der einst als «unabsteigbar» geltende FC Aarau ab. Song und Video hätten indes die Champions und nicht die Challenge League verdient. Mindestens!

Das Bruegglifeld Stadion in Aarau, aufgenommen am Donnerstag, 17. Februar 2011. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Wenn du jetzt die Augen schliesst, dann hörst du vielleicht: Nein, nicht «The Final Countdown», sondern nach dieser Gehirnwäsche garantiert «Brügglifäld olé! Brügglifäld ola!»
Bild: KEYSTONE

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Im Sommer 2015 steigt der FC Aarau aus der Super League ab

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vom 2:5 zum 6:5 – GC holt sich im Cup-Halbfinal den wohl dramatischsten Derbysieg

3. März 2004: Bei GC macht sich im Derby nach gut 60 Minuten die Angst vor einer Kanterniederlage breit. Doch die Hoppers kommen zurück – und sorgen für eines der denkwürdigsten Cup-Spiele der Schweizer Fussballgeschichte.

63 Minuten sind im altehrwürdigen Hardtum gespielt, als sich für die heimischen Grasshoppers eine kolossale Blamage anzubahnen scheint. 2:5 liegen die Hoppers im Cup-Halbfinal zurück, ausgerechnet gegen den Stadtrivalen FC Zürich. Der FCZ, trainiert vom jungen Lucien Favre, hat von erstaunlichen Schwächen in der Hoppers-Abwehr profitieren können.

Schon früh liegt GC mit 0:2 zurück. Daniel Gygax trifft nach sechs Minuten zur Führung, der zweite Treffer ist ein Slapstick-Eigentor, verursacht …

Artikel lesen
Link zum Artikel