Arbeitswelt
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Arbeitslosenquote bleibt im Juli bei 3,2 Prozent – im Jahresvergleich stieg sie deutlich



Drei von vier Unternehmen rechnen im Corona-Jahr 2020 mit einem Umsatzr

Drei von vier Unternehmen rechnen im Corona-Jahr 2020 mit einem Umsatzrückgang. Bild: sda

Im Juli ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ganz leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote verharrte derweil mit 3,2 Prozent auf der Stelle, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mitteilte.

Und auch die um saisonale Faktoren bereinigte Quote blieb mit 3,3 Prozent unverändert. Insgesamt waren in der Schweiz im Berichtsmonat Juli 148'870 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet.

Das waren 1419 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag die Zahl aber massiv – um 51'292 Personen – höher. Die Quote lag damals noch bei 2,1 Prozent gelegen. Und im Monat Februar, also kurz vor Ausbruch der Pandemie, war sie immer noch bei tiefen 2,5 Prozent.

Die Quoten für den Juli lagen am untere Ende der Schätzungen. Ökonomen hatten die Arbeitslosenquote im Vorfeld im Bereich von 3,1 und 3,5 Prozent und die saisonbereinigt Ziffer bei 3,3 bis 3,5 Prozent gesehen.

Etwas mehr arbeitslose Jugendliche

Eine Zunahme gab es im Juli bei den Jugendlichen (15-24-Jährige). Dort stieg die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat jedoch nur leicht auf 3,4 Prozent nach zuvor 3,3 Prozent. Üblicherweise machen sich in den Monaten Juli und August viele Schul- und Lehrabgänger auf die Arbeitssuche.

Bei den 25- bis 49-Jährigen ging die Arbeitslosenquote auf 3,4 Prozent von 3,5 Prozent im Juni zurück. Und die Quote bei Arbeitnehmern im Alter von über 50 Jahren blieb unverändert bei 2,9 Prozent stehen.

Das Seco hat derweil im Juli insgesamt 235'762 Stellensuchende registriert, 2308 mehr als im Vormonat. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 3376 auf 35'295 Stellen. Von diesen unterlagen 19'951 der Meldepflicht.

Weniger Kurzarbeit

Die aktuellsten Angaben zur Kurzarbeit liegen erst für den Monat Mai vor. Damals waren 890'890 Personen von der Kurzarbeit betroffen nach gut einer Million im «Corona-Lockdown-Monat» April. Daraus ergibt sich ein Rückgang von 17,3 Prozent. Mit den Lockerungen des Bundes konnten Restaurants und Geschäfte im Mai ihre Türen wieder öffnen.

Die Anzahl der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe reduzierte sich im Mai um 21'081 auf noch 109'988 Einheiten. Die Anzahl ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 36 Prozent auf knapp 58 Millionen Stunden ab. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

20 lustige, definitiv zu ehrliche Stellen-Inserate

So würde es aussehen, wenn Chef und Mitarbeiter ehrlich zueinander wären

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • adi37 10.08.2020 22:32
    Highlight Highlight Es ist erstaunlich, dass die Medien die viel zu tiefen Arbeitslosenzahlen einfach unreflektiert übernehmen. Die Ausgesteuerten und die, die aufgehört haben, sinnlose Bewerbungen zu schreiben, sind in diesen Zahlen nicht enthalten, sonst wäre die Zahl doppelt so hoch! Alles arbeitsfähige Leute ohne Arbeit! Das Ziel ist offenbar: «Man darf den Befürwortern der BGI nicht "Vorschub" leisten!» Im Weiteren sucht man in den Medien vergebens, nach Nennung, oder Umschreibung von negativen Auswirkungen der PFZ, die es aber in grosser Menge gibt, die es aber offenbar nicht geben «darf!»

Frauen verdienen immer noch weniger – hier der Beweis

Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen existieren in der Schweiz noch immer. Wie gross die Differenz weiterhin ist, zeigt die heute publizierte Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (BfS).

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Gilt in der Schweiz noch immer nicht. Dies zeigen die heute publizierten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung wird seit 1994 alle zwei Jahre mittels Direkterhebung bei den Unternehmen durchgeführt. Im Jahr 2018 wurden über 36'000 Unternehmen befragt. (Details in der Infobox am Ende des Artikels)

Wir haben die neun wichtigsten Grafiken daraus gesammelt:

Die wirtschaftlich starken Grossregionen schwingen auch beim monatlichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel