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FILE - In this July 30, 2019 file photo, trader Gregory Rowe works on the floor of the New York Stock Exchange. An economic alarm bell is sounding in the U.S. and sending warnings of a potential recession..Yields on 2-year and 10-year Treasury notes inverted early Wednesday, Aug. 14, a market phenomenon that shows investors want more in return for short-term government bonds than they are for long-term bonds. (AP Photo/Richard Drew)
Gregory Rowe

Ein Händler in New York: Auch in den USA ist die Börse auf Talfahrt. Bild: AP

Börse saust wegen Rezessionsängsten in die Tiefe – UBS-Aktie fällt unter 10 Franken



Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch wegen Rezessionsängsten in den Keller gerauscht. Damit ist das Optimismus-Strohfeuer vom Vortag, ausgelöst durch Entspannungszeichen im Handelsstreit USA-China, erloschen.

Konjunkturdaten und die Bewegungen am US-Anleihenmarkt liessen die bereits vorhandenen Rezessionsängste hochkochen und trieben die Investoren aus den Beteiligungspapieren.

Der Dow Jones verlor am Mittwoch so viel wie noch nie in diesem Jahr.

Die Nervosität erstrecke sich mittlerweile über alle Anlageklassen, hiess es von Marktteilnehmern. Auch das Angstbarometer der Schweizer Börse (VSMI) schoss um über 18 Prozent in die Höhe.

Der Swiss Market Index (SMI) tauchte um 1.6 Prozent auf 9'628 Zähler. Zeitweise wurde sogar die Marke von 9'600 Zählern unterschritten. Alle 30 grosskapitalisierten Unternehmen schlossen im Minus.

Diese Schweizer Unternehmen hat's getroffen

Und so rutschten die Aktien von UBS (-3.7 Prozent), Julius Bär (-3.6 Prozent) und Credit Suisse (-3.5 Prozent) markant nach unten. Die UBS-Aktien fielen erstmals seit sieben Jahren unter die Marke von 10 Franken. Bei Handelsschluss kostete das Papier gerade noch 9.89 Franken. Letztmals notierte das Papier im Sommer 2012 unter 10 Franken. Das war kurz, bevor EZB-Präsident Mario Draghi mit seiner legendären «Whatever it takes»-Botschaft die Euro-Krise mit praktisch einem Satz zum Verstummen gebracht hatte.

Die mit Abstand grössten Kursverluste erlitten aber die Partizipationsscheine von Schindler (-7.2 Prozent). Die Titel waren allerdings in den letzten Tagen deutlich gestiegen. Der Aufzug- und Rolltreppenhersteller hat mit seinen Halbjahreszahlen vor allem beim Gewinn leicht enttäuscht.

ARCHIVBILD ZUM HALBJAHRESERGEBNIS 2019 VON SCHINDLER, AM MITTWOCH, 14. AUGUST 2019 ---- Der Hauptsitz und Produktionsstandort des Schweizer Liftherstellers Schindler am Dienstag, 1. Maerz 2016, in Ebikon Luzern. Der Ausrichtung auf Asien fallen beim Schindler-Konzern an seinem Hauptsitz in Ebikon 120 Stellen zum Opfer. Betroffen ist die Produktion von Aufzugskomponenten fuer den globalen Markt, die durch das starke Wachstum in Asien nicht mehr ausgelastet ist, wie Schindler am Dienstag mitteilte. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Kein guter Tag: Partizipationsscheine von Schindler erlitten ein Verlust von 7.2 Prozent. Bild: KEYSTONE

Die beiden Luxusgüterhersteller Swatch (-3.7 Prozent) und Richemont (-3.3 Prozent) erlitten wegen der schwachen Wirtschaftsdaten aus China und der sehr angespannten Lage in Hongkong ebenfalls erhebliche Einbussen. Die Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den USA und China hatte sie am Vortag noch beflügelt.

Zu den Auslösern für den Ausverkauf zählten schwache Konjunkturdaten aus China und Deutschland. In Deutschland schrumpfte die Wirtschaftsleistung im Frühjahr leicht um 0.1 Prozent.

Sollte sie auch im laufenden Quartal zurückgehen, wäre der wichtige Absatzmarkt für Schweizer Unternehmen technisch betrachtet in einer Rezession. Auch Chinas Produktionsdaten aus der Industrie und Umsatzzahlen aus dem Detailhandel fielen schwach aus. Die Industrie im Reich der Mitte wuchs sogar so langsam wie seit 17 Jahren nicht mehr.

Kopfschmerzen bereitete Investoren die Entwicklung am US-Anleihemarkt. Dort stieg die Rendite der zweijährigen Bonds erstmals seit der Finanzkrise im Jahr 2007 über diejenige der zehnjährigen. Dies gilt an der Börse als Signal für eine drohende Rezession. Vor diesem Hintergrund gerieten die Banken unter Druck, weil diese sogenannte «Inverse Zinskurve» es ihnen erschwert, mit Krediten und Investitionen in Anleihen Geld zu verdienen. (sda/awp)

Und was würdest du tun, wenn du 700$ finden würdest?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kaspar Floigen 15.08.2019 09:39
    Highlight Highlight Wenn alle schreiben, dass die Kurse sinken, werden sie sinken. Die selbst erfüllende Prophezeiung.
  • Schneider Alex 15.08.2019 06:20
    Highlight Highlight Ich warte schon lange auf den Tag, an dem die Medien den Aufschwung des Aktienmarktes mit gleicher Vehemenz kommentieren wie dann, wenn er „abstürzt“. Ich frage mich: Ist das Schlechtreden des Aktienmarktes eine Strategie der Linken und der Banken? Sollte man den Leuten nicht schon in der Schule die Funktion des Eigenkapitals erklären? Wollen wir wirklich, dass sich immer mehr ausländische Staaten oder Fonds unsere Aktiengesellschaften unter den Nagel reissen? Sollen doch die "Reichen" das Risiko der Aktien tragen; der Rest holt sich dann den Gewinn daraus via Umverteilung?
  • Digitalrookie 15.08.2019 05:40
    Highlight Highlight Der Witz besteht ja darin, dass die meisten an der Börse gehandelten "Werte" gar keinen realwirtschaftlichen Gegenwert besitzen. Womit wird denn da konkret gehandelt? Mit Luft? Mit Datensätzen? Oder ganz einfach mit dem grossen Nichts?
  • Don Harrison 14.08.2019 23:09
    Highlight Highlight Aus der Sicht der Börse denke ich, kann man das "Surfbrett" nach vorne nehmen und die "Welle" runter surfen. Aus der Sicht von den Industrien und Firmen heisst es, sich auf eine Welle vorbereiten.

    Eine Erholung des Marktes kommt sicherlich wieder in den nächsten Jahren. (Hoffentlich).
  • vamosT 14.08.2019 22:28
    Highlight Highlight Bald ist wieder Zeit zu kaufen.
  • mrmikech 14.08.2019 22:15
    Highlight Highlight Mit verspätung kommt die krise: ausverkauf für die reiche, wie jede 10 jahre. Lern davon, weil krisen sind geplant und teil unseren system.
  • sunshineZH 14.08.2019 22:00
    Highlight Highlight Geduld ist die Mutter aller Tugenden 😃
  • Propeller 14.08.2019 20:36
    Highlight Highlight Mich erstaunt die allgemeine (mediale) Ruhe im Hinblick auf die miserablen Zahlen in DE. Der Automobilsektor ist so mies dran wie Ende 08/09 (siehe Deutscher Automobilverband). Die Deutsche Bank hat einen 50% Einbruch erlitten (52 Wochen hoch/tief). Der DAX sieht nicht besser aus..
  • Chrigu BE 14.08.2019 19:57
    Highlight Highlight Rezessipnen werden überwiegend befeuert durch deren Beschwörung und andauernden Berichten darüber. Die akute Gefahr sind Ängste der Menschen. Grundkurs Volkswirtschaftslehre.
    Natürlich sind harte Fakten richtig und wichtig, aber gerade heute (und durchaus auch hier), wo alles gehyped wird, dynamisiert sich der Vorgang natürlich sehr.
    Dazu die Algorithmen der Börsianer, die automatisiert kaufen/verkaufen, und die Extrem-Schwankungen ganzer Volkswirtschaften sind regelrecht vorprogrammiert.
  • JackMac 14.08.2019 19:26
    Highlight Highlight Wann hört dieser unsägliche Casino-Kapitalismus endlich auf? Investoren? Das ist doch nur noch zum Lachen.
    Spekulanten hüben und drüben. Verbietet kurzfristige Trades und Spekulationen auf Währungen, Lebensmittel usw. und gut ist.
    • swisskiss 14.08.2019 23:31
      Highlight Highlight JackMac: Immer dieses Stammtischgewäsch! JEDER grössere Weizen- oder Sojabauer hedged seine Ernte, mit Terminkontrakten, jeder grössere Industrie- oder Handelsbetrieb mit grossem Exportanteil sichert den Preis über Währungsoptionen. Jeder Kakao oder Kaffeproduzent, selbst Orangensafthersteller schern Preistabilität mit diesen Handelsmitteln.

      Schreib doch Kommentare zu Themen, von denen Du eine Ahnung hast und gut ist.
    • JackMac 15.08.2019 13:33
      Highlight Highlight Stammtisch? Immer noch besser als auf Kosten anderer zu Zocken und sich am Abend eine weisse Linie reinzuziehen.
      Mein Handels-und Produktionsbetrieb exportiert 90% seiner Ware. Währungsoptionen langfristig?
      Geh wieder spekulieren und lass diejenigen arbeiten die den liegengelassenen Scherbenhaufen wieder wegräumen dürfen.
    • swisskiss 15.08.2019 19:11
      Highlight Highlight JackMac: Lol. Und nun bist Du stolz, dass Du als Unternehmer nicht mal Deine Risiken bei Währungsschwankungen abfederst? Entweder Kleinbetrieb, zu hohe Marge oder schlicht keine Ahnung.

      Ist ja schön wenn Du im Schweisse Deines Angesichts, redlich Dein Brot verdienst.

      Aber nochmals. Aeussere Dich nicht zu Themen, bei denen Deine Emotionen grösser sind als Dein Wissen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sa5 14.08.2019 19:21
    Highlight Highlight Die Finanzkrise von 2007 wurde nie richtig verwunden. Sie hatte ihre Spuren hinterlassen. Vor allem indem, dass sie nie auskuriert wurde.
    Es ist eine grosse Leistung der Verantwortlichen, dass eine erneute Krise über so viele Jahre hinauszögern konnten.
    Bekanntlich kennt der Börsenmensch nur zwei Reaktionen: Gier und Panik.
    Die Börse hat sich schon lange von der Realität entkoppelt. Warten mir mal ab: kein Automatismus gibt vor, dass es schlecht kommen muss.
    • Chrigu BE 14.08.2019 20:00
      Highlight Highlight Sehr wahr.
      Schon zu meiner Banklehre in 1985 (!) wusste ich nach der Zeit im Wertschriftenhandel genau, was ich nicht mache. Es war schlimmer als auf dem Dorfmarkt: jedes noch so absurde Gerücht wurde weiterverbreitet. Und gleich ganz erregt die Grosskunden angerufen...
    • Thisisiris___ 14.08.2019 21:17
      Highlight Highlight @chrigu BE

      Und was haben Sie nicht gemacht?
    • Chrigu BE 14.08.2019 22:19
      Highlight Highlight @Thisisiris___
      In einer Bank nach der Lehre je gearbeitet.
      Bin in die mittelständische Produktion gegangen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rainer.Zufall 14.08.2019 19:19
    Highlight Highlight tja...🤷🏻‍♂️
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