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epa09010230 Republican Senator from Texas Ted Cruz responds to questions from members of the news media during a break on the fifth day of the second impeachment trial of US President Donald J. Trump in the Senate, at the Capitol in Washington, DC, USA, 13 February 2021. The Senate voted to allow witnesses, pushing back a timeline for a final verdict, during the fifth day of the Senate impeachment trial of former US President Donald J. Trump, on the charge of incitement of insurrection for his role in 06 January violent attack on the US Capitol.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Ist in Erklärungsnot: der republikanische Senator Ted Cruz. Bild: keystone

Ted Cruz reist mitten in der Katastrophe nach Mexiko – jetzt erklärt er sich

Senator Ted Cruz fliegt trotz einer Unwetterkatastrophe in seinen Heimatstaat nach Mexiko. Am Donnerstag folgt eine Erklärung. Im Internet kursieren derweil bereits die Memes.



Ein schwerer Wintersturm hat den US-Bundesstaat Texas getroffen. Über eine halbe Million Menschen waren am Donnerstagmorgen (Ortszeit) ohne Strom. Am Mittwoch hatten in Texas noch gut drei Millionen Haushalte im Dunkeln gesessen. Die «Washington Post» berichtete, dass in mehreren Städten in Texas auch die Wasserversorgung unterbrochen war.

Juan Lopez, right, carries a cooler full of water after filling it with a hose from a park spigot Thursday, Feb. 18, 2021, in Houston. Houston and several surrounding cities are under a boil water notice as many residents are still without running water in their homes. (AP Photo/David J. Phillip)

Texanerinnen und Texaner stehen für Wasser an, da der Wintereinbruch die Wasserversorgung unterbrochen hat. Bild: keystone

Senator Ted Cruz fliegt nach Mexiko

Mitten in dieser Krise wurde nun der texanische Senator Ted Cruz dabei erwischt, wie er in die Wärme flog. Der Republikaner sei am Mittwoch (Ortszeit) mit seiner Familie zu einer Urlaubsreise nach Cancun in Mexiko aufgebrochen – das berichteten zunächst mehrere US-Medien, darunter der Sender Fox News und die «New York Times», am Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte «informierte» Personen.

Die «New York Times» zitierte auch die Polizei am Flughafen von Houston, die nach eigenen Angaben von Cruz' Büro um «Unterstützung» am Airport gebeten wurde. In sozialen Medien kursierten Bilder von Cruz am Flughafen und an Bord eines Flugzeuges.

Die Fotos verbreiteten sich schnell und lösten im Internet grosse Empörung aus. Cruz wurde vorgeworfen, die Menschen und Wähler in seinem Heimat-Bundesstaat inmitten grosser Not alleine zu lassen, um sich selbst in der Sonne zu amüsieren. Die Demokraten in Texas riefen Cruz per Tweet zum Rücktritt auf.

Die Reaktion von Ted Cruz

Ted Cruz reagierte am Donnerstag auf die Medienberichte und bestätigte seinen Trip nach Cancun. In seinem Statement schrieb er, dass es eine ärgerliche Woche für die Texaner gewesen sei. «Der grossartigste Staat im grossartigsten Land der Welt war ohne Strom.» Leute würden für Essen und Benzin anstehen und bei Nachbarn übernachten. Auch sein Haus habe kein Strom gehabt.

Dann setzte er zur Erklärung seines Fluges an. «Da die Schule abgesagt wurde, wollten unsere Töchter einen Trip mit Freunden unternehmen», so Cruz. Weil er ein guter Vater habe sein wollen, sei er mit ihnen gestern Abend runtergeflogen. Er werde aber bereits heute Nachmittag wieder zurückfliegen.

Cruz war Präsidentschaftsbewerber seiner Partei für die Wahl 2016. Später tat er sich als loyaler Verbündeter des inzwischen abgewählten republikanischen Präsidenten Donald Trump hervor.

Für Häme ist gesorgt

Ob Cruz mit seinem Statement seine Wählerschaft überzeugen konnte, wird sich weisen. Seine Gegner schlachten den Trip nach Mexiko nach allen Regeln der Internetkunst aus. In den Sozialen Netzwerken kursieren bereits zahlreiche Memes zum Kurztrip des Republikaners. Eine kleine Auswahl:

(cma)

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