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Ein Team des Rettungsschiffs

Ein Team des Rettungsschiffs «Ocean Viking» nähert sich einem seeuntüchtigen Schlauchboot mit über 80 Flüchtlingen. Bild: AP MSF/Sos Mediterranee

Über 350 Flüchtlinge an Bord der «Ocean Viking» – und niemand will sie aufnehmen



Das Rettungsschiff «Ocean Viking» hat 105 weitere Flüchtlinge im Mittelmeer aufgegriffen. Es ist die vierte Rettungsaktion der «Ocean Viking», die nun 356 Flüchtlinge an Bord hat und einen sicheren Hafen sucht.

Die Rettung 40 Seemeilen von der libyschen Küste entfernt sei dadurch erschwert worden, dass das Boot der Flüchtlinge zu sinken begonnen habe, als das Hilfsschiff sich näherte, berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP.

Bei den Geretteten habe es sich ausschliesslich um Männer gehandelt. Die meisten von ihnen stammten aus dem Sudan, 29 von ihnen waren minderjährig.

Die «Ocean Viking» wird gemeinsam von den Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben. Den Organisationen zufolge könnten das schöne Wetter und das am Sonntag begonnene muslimische Opferfest Eid al-Adha dazu beigetragen haben, dass sich mehr Menschen auf den Weg von Libyen nach Europa machen.

In this photo taken on Wednesday Aug. 7, and made available on Thursday, Aug. 9, 2019, the Ocean Viking rescue ship run by the SOS Mediterranee NGO navigates in the Mediterranean Sea after leaving the Marseille harbor on Aug. 5 to start its humanitarian mission. (Photo SOS Mediterranee via AP)

Auf der «Ocean Viking» befinden sich mittlerweile über 350 Flüchtende. Bild: AP

Die maltesischen Behörden, von der «Ocean Viking» vor der jüngsten Rettungsaktion kontaktiert, weigerten sich am Montag, Flüchtlinge von Bord des Schiffs an Land zu lassen. Am Samstag hatte Malta mitgeteilt, das Land wolle 39 Menschen vom Rettungsschiff «Open Arms» aufnehmen, das ebenfalls einen Hafen zum Anlegen sucht. An Bord der «Open Arms» befinden sich derzeit etwa 150 Gerettete, einige von ihnen bereits seit zehn Tagen.

Italiens Innenminister Matteo Salvini von der rechtsextremen Lega-Partei wiederholte am Montag «das absolute Verbot für diese beiden ausländischen Schiffe, in italienische Hoheitsgewässer einzudringen». Für sie sollten Häfen in «Frankreich, Spanien oder Norwegen» geöffnet werden.

Unterdessen reichte der Kapitän der «Open Arms» die Asylanträge von 31 minderjährigen Flüchtlingen bei der spanischen Botschaft in Malta ein, wie die Nachrichtenagentur AFP einem offiziellen Schreiben entnehmen konnte. Er habe die Lage der Minderjährigen bereits vergebens beim Jugendgericht in Palermo vorgetragen, erklärte Marc Reig und bestätigte, dass Italien und Malta dem Schiff die Einfahrt untersagt hätten. (sda/afp)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Albertine 13.08.2019 12:41
    Highlight Highlight Niemand will diese „Flüchtlinge“ haben.
    Europa nicht und andere Länder schon gar nicht.
    Eine Tatsache die man endlich akzeptieren sollte.
  • boromeo 13.08.2019 08:25
    Highlight Highlight Je mehr Menschen auf dem Meer gerettet werden, je mehr wollen es auch ausprobieren! (es warten noch Millionen auf die Chance....)
    • Amadeus 13.08.2019 09:58
      Highlight Highlight Diese Behauptung wurde bereits mehrfach wissenschaflich widerlegt.
    • andrew1 13.08.2019 10:42
      Highlight Highlight Sorry aber das bei mehr rettungen und überführungen nach europa der anreiz steigt ist völlig logisch und gesunder Menschenverstand. Etwas rationales handel mute ich den flüchtlingen schon zu. Kopf einschalten bitte.
    • Focke 13.08.2019 10:45
      Highlight Highlight @amadeus: stimmt es sind zig millionen die nach europa wollen😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • ostpol76 12.08.2019 22:19
    Highlight Highlight 40 Milen vor Lybien an Board genommen, also zurück nach Lybien. Aber ich glaube die "Schlepper" lernen es nie.
    • yolomarroni 12.08.2019 23:10
      Highlight Highlight Und Sie verstehen das geltende Recht nicht!
    • Der Teufel auf der Bettkante 12.08.2019 23:13
      Highlight Highlight Die zwei Lager haben ja ganz unterschiedliche Ansichten, was ein sicherer Hafen ist. Ich bin voll bei dir.
    • RandomNicknameGenerator 12.08.2019 23:44
      Highlight Highlight Es ist bekannt, wie in Lybien mit Flüchtlingen umgegangen wird. Gefangenenlager wenn man Glück hat - Folter, Tod und Versklavung wenn nicht. Diese Menschen (!!) nach Lybien zurückzuschicken ist schlicht unmenschlich.
    Weitere Antworten anzeigen

So (schlecht) steht es um die Sozialdemokraten in Europa

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