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«Nature»-Prognose

Cern, Ebola-Impfung, Kleinplaneten: Das bringt uns das Wissenschaftsjahr 2015

Das Ende der Ebola-Epidemie, neue Geschwindigkeitsrekorde beim Cern und das Rendez-vous einer Raumsonde mit dem Zwergplaneten Pluto: «Nature» sagt voraus, welche Themen die Wissenschaftswelt im neuen Jahr dominieren werden.



Ende der Ebola-Epidemie

FILE- In this Wednesday, Sept. 24, 2014 file photo, health workers load a suspected Ebola patient into the back of an ambulance in Freetown, Sierra Leone. Professors from three leading British universities say policies favoring international debt repayment over social spending contributed to the Ebola crisis by hampering health care in the three worst-hit West African countries. Conditions for loans from the International Monetary Fund prevented an effective response to the outbreak that has killed nearly 8,000 people, the academics allege in a report in The Lancet Global Health journal this month. (AP Photo/Michael Duff, File)

An Ebola erkrankt: Ein Patient in Freetown (Sierra Leone) wird ins Spital gebracht.  Bild: Michael Duff/AP/KEYSTONE

Eine gute Nachricht gleich zu Beginn: Wenn Ebola-Infizierte schnell erkannt und isoliert würden, könne die Epidemie gestoppt werden, schreibt das britische Wissenschaftsmagazin «Nature» in seinem Ausblick auf 2015. Schon zu Beginn des Jahres sollen Impfstoffe gegen die Seuche erprobt werden; erste Ergebnisse dürften im Juni vorliegen. 

Neue Mittel gegen Cholesterin

Cholesterin Symbolbild Blutkörperchen

Kampf dem Cholesterin: PCSK9-Hemmer sollen die Blutfettwerte senken. Bild: Shutterstock

Noch mehr Good News aus dem Bereich der Medizin: Eine neue Klasse von Medikamenten – sogenannte PCSK9-Hemmer, die die Blutfettwerte senken – soll Patienten helfen, die zu viel «böses» LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) im Blut haben. Zwei solche Medikamente werden voraussichtlich diesen Sommer zugelassen. 

Teilchenbeschleuniger auf Hochtouren

The LHC (Large Hadron Collider) tunnel at pt.4, pictured at CERN near Geneva, Switzerland, on June 12, 2014. The LHC tunnel is located about 100 meters underground (mean depth) below the French-Swiss border. At CERN, the European Organization for Nuclear Research, physicists and engineers from all over the world research the fundamental structure of the universe relying on, amongst other things, the largest particle physics laboratory. (KEYSTONE/Christian Beutler)

100 Meter unter dem Erdboden: Der Large Hadron Collider des Cern. Bild: KEYSTONE

Im März startet nach einer zweijährigen Wartezeit der Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf neu. Der umgerüstete leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt soll dann Elementarteilchen mit 14 TeV (Tetraelektronenvolt) zusammenprallen lassen – etwa doppelt so schnell wie je zuvor. 

Kleinplaneten im Fokus

epa04519709 An undated artist's concept made available by NASA and the Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute (JHUAPL/SwRI) on 08 December 2014 shows the New Horizons spacecraft as it approaches Pluto and its three moons in summer 2015. New Horizons was launched from Earth on 19 January 2016, is now three billion miles (4.82 billion km) away and spend nearly nine years in hibernation but has woken up, as scheduled, on 08 December 2014.The craft's miniature cameras, radio science experiment, ultraviolet and infrared spectrometers and space plasma experiments would characterize the global geology and geomorphology of Pluto and large moon Charon, map their surface compositions and temperatures, and examine Pluto's atmosphere in detail, as well as have a look at the Kuiper Belt. The spacecraft's most prominent design feature is a nearly 2.1-meter dish antenna, through which it will communicate with Earth from as far as 7.5 billion kilometers away.  EPA/NASA (JHUAPL/SwRI)  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Künstlerische Darstellung: Die Sonde «New Horizons» erreicht Pluto und seine drei Monde. Bild: EPA/NASA

2014 machte die kosmische Romanze zwischen der Raumsonde «Rosetta» und dem Kometen «Tschuri» Schlagzeilen. Dieses Jahr stehen nicht die Kometen, sondern die Zwergplaneten im Zentrum: Im März soll die 2007 gestartete Nasa-Raumsonde «Dawn» bei Ceres ankommen, dem grössten Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Und im Juli soll die Nasa-Sonde «New Horizons» nach einer mehr als neunjährigen Reise den Pluto erreichen. 

Frühmenschen-Genom entschlüsselt

An undated picture shows Skull 17 from the Sima de los Huesos site in Sierra de Atapuerca, Spain.  Scientists on Thursday described an astonishing collection of 17 fossil skulls unearthed in the cave dating from about 430,000 years ago of an extinct human species closely related to the Neanderthals who later prospered across Europe and Asia from roughly 250,000 to 40,000 years ago. To match story SCIENCE-NEANDERTHALS/     REUTERS/Copyright Javier Trueba/Madrid Scientific Films/Handout via Reuters (SPAIN - Tags: SCIENCE TECHNOLOGY) ATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. THIS PICTURE IS DISTRIBUTED EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. NO SALES. NO ARCHIVES. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Über 400'000 Jahre alt: Schädel 17 aus der Fundstelle Sima de los Huesos in Spanien. Bild: Reuters

2015 sollte die Sequenzierung des Genoms eines etwa 400'000 Jahre alten Frühmenschen abgeschlossen werden, dessen Überreste in einer nordspanischen Höhle gefunden wurden. Die Analyse des Genoms soll die Verwandtschaft zwischen Mensch, Neandertaler und dem sogenannten Denisova-Menschen klären.

Endlich ein neues Klimaschutzabkommen?

epa04525518 US Secretary of State John Kerry speaks during a plenary session at the 20th UN Climate Change Conference COP20 in Lima, Peru, 11 December 2014.  EPA/PAOLO AGUILAR

CO2-Versprechen: US-Aussenminister John Kerry an der Klimakonferenz 2014 in Lima.  Bild: EPA/EFE

Im Dezember findet der UNO-Klimagipfel in Paris statt. Anlass zur Hoffnung gibt der Umstand, dass China und die USA – die beiden grössten Kohlendioxid-Emittenten – sich noch 2014 bereit erklärt haben, ihren CO2-Ausstoss drastisch zu reduzieren. «Nature» sieht daher Chancen auf ein neues Klimaschutzabkommen mit verbindlichen Verpflichtungen für die Zeit nach 2020.

Extrem viel CO2 in der Atmosphäre

CO2-Ausstoss Fabrik

Seit Jahrmillionen nicht erreicht: CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Bild: Shutterstock

Ein solches Abkommen ist auch dringend nötig. 2015 könnte die durchschnittliche CO2-Konzentration in der Atmosphäre nämlich 400 ppm (parts per million, Teilchen pro Million) übersteigen. Ein so hoher Wert, so «Nature», sei seit Jahrmillionen nicht erreicht worden. (dhr)

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