Spanien
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FILE - In this May 15, 2018 file photo former Catalan leader, Carles Puigdemont, addresses the media during a news conference in Berlin, Germany. A German court on Thursday, July 12, 2018 decided that he can be extradited to Spain on breach of trust charges but denied the extradition on charges of rebellion.  (AP Photo/Markus Schreiber, file)

Der abgesetzte Präsident Kataloniens, Carles Puigdemont. Bild: AP/AP

«Crida Nacional per la República» – Puigdemont gründet katalanische Separatistenbewegung



Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont und sein Nachfolger Quim Torra haben am Montag eine neue separatistische Bewegung aus der Taufe gehoben. Diese soll dazu dienen, auf die Gründung einer eigenständigen katalanischen Republik hinzuarbeiten.

Wie spanische Medien am Abend berichteten heisst die Organisation «Crida Nacional per la República» (Nationaler Ruf nach der Republik). An einem Festakt in Barcelona, bei dem ein entsprechendes Manifest verlesen wurde, nahm der 55 Jahre alte Puigdemont per Videoschaltung teil. Er forderte alle Interessenten auf, sich der Bewegung anzuschliessen.

«Das Volk hat dem Mandat (des Referendums) immer die Treue gehalten und trotz aller Schwierigkeiten nicht nachgegeben», sagte Puigdemont. «Wir müssen weiterkämpfen, uns der ungerechtfertigten Repression stellen und uns weiter in Richtung einer katalanischen Republik bewegen.»

Von Madrid abgesetzt

Puigdemont hält sich derzeit in Deutschland auf. Er war im Herbst im Zuge eines verbotenen Unabhängigkeitsreferendums ins Ausland geflohen. Danach war er von der spanischen Zentralregierung in Madrid abgesetzt worden und mit mehreren Mitstreitern ins Exil geflüchtet. Weitere katalanische Spitzenpolitiker sitzen seit dem Herbst in Untersuchungs-Haft. Dennoch hatten die Separatisten bei einer Neuwahl im Dezember erneut die Mehrheit errungen.

Damals war Puigdemont noch mit dem Wahlbündnis Junts per Catalunya angetreten - dieses könnte den Medienberichten zufolge nun in der neuen politischen Bewegung aufgehen. (sda/dpa)

Tausende protestieren gegen Festnahme Puigdemonts

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