Zürich
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Sarah Akanji ist jetzt auch Kantonsrätin. screenshot: facebook / sarah akanji

Sarah Akanji und Milieu-Anwalt Landmann in den Zürcher Kantonsrat gewählt



Im Zürcher Kantonsrat sitzt ab sofort eine bekannte Fussballerin: Sarah Akanji, Captain und Gründerin der Frauenmannschaft des FC Winterthur, hat den Sprung ins Parlament geschafft und wird dort für die SP politisieren. Die 26-Jährige holte 8557 Stimmen. Landesweit bekannt ist bis jetzt erst ihr kleiner Bruder, der Nati-Fussballer Manuel Akanji.

Ebenfalls in den Kantonsrat geschafft hat es Valentin Landmann. Der landesweit bekannte Milieu-Anwalt zieht für die Zürcher SVP ins Parlament ein. Seine Kreispartei 7+8 (Zürichberg) hatte den 68-Jährigen als «Zugpferd» auf den ersten Platz der Liste gesetzt. Landmann holte 2199 Stimmen.

Eine Schlappe erzielte der Zürcher SVP-Kandidat Stefan Locher. Nur 609 Zürcherinnen und Zürcher wollten den Augenarzt im Parlament sehen. Landesweit für Schlagzeilen sorgte Locher, weil er auf einen Telefonscherz des Online-Magazins «Izzy» hereinfiel. Ein «Izzy»-Mitarbeiter gab sich am Telefon als älterer SVP-Wähler aus dem «Chreis Cheib» aus. Locher gab diesem Anrufer genaue Anweisungen, wie der Wahlzettel auszufüllen sei. Zudem hielt Locher den vermeintlichen «Herrn Plüss» nicht davon ab, auch gleich die Wahlzettel von Ehefrau und Sohn auszufüllen. Man müsse da einfach mit der Unterschrift etwas variieren, riet Locher. Die Zürcher Staatsanwaltschaft leitete daraufhin eine Vorermittlung ein. Ob es zu einem Strafverfahren kommt, ist aber noch unklar. Die SVP stellte klar, dass solche «Wahlhilfen» nicht toleriert würden. Locher musste sich öffentlich an einer Medienkonferenz entschuldigen. Die Partei hielt aber zu ihm.

Bemerkenswert ist, dass der Frauenanteil im Zürcher Kantonsrat mit den Wahlen vom Sonntag gestiegen sind: 71 Frauen zählt das Kantonsparlament neu, wie aus der Liste der Gewählten hervorgeht. Bei den Wahlen vor vier Jahren waren es erst 61 weibliche Ratsmitglieder. Der neue Frauenanteil beträgt 39,4 Prozent. Vor vier Jahren war es erst ein Drittel. Am meisten Frauen in der Fraktion zählt - wenig überraschend - die SP mit 20 Parlamentarierinnen. Dahinter folgen die Grünliberalen mit 12 Frauen und die Grünen mit 11 weiblichen Vertreterinnen. Die FDP und die SVP stellen neu je 10 Frauen, die AL 3 und die CVP 2. Am Schluss folgen die EDU und die EVP mit je einer Frau.

(sda)

Augenblicke – Bilder aus aller Welt

Musiker Kunz findet Kleider grundsätzlich überbewertet

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Johnny_Hoeks 24.03.2019 23:08
    Highlight Highlight Feine Sache. Ist mir aber recht neu, dass Erstliga-Fussballerinnen Profis sein sollen.
  • die Freiheit die ich meine 24.03.2019 21:05
    Highlight Highlight Viele Secondos wählen eben links. Dies ist ja der Grund, wesshalb die SP die Leute sogar aktiv zur Einbürgerung stimuliert.
    So kann die serbelnden Partei, von aussen eine neue Wählerschaft generieren.
    Ob dies zum Vorteil für die CH sei, ist allerdings nicht erwiesen.
    Aber es geht eben um den Machterhalt.
    • giandalf the grey 25.03.2019 00:20
      Highlight Highlight Also die SP hat heute keine 9 Sitze verloren... Nur so wegen serbeln und so...
    • RichPurnell 25.03.2019 01:38
      Highlight Highlight Na dann können wir uns ja glücklich darüber schätzen, dass die SVP mit ihrem Kandidaten Valentin Landmann, seines Zeichens verurteilter Geldwäscher und Anwalt von Neonazis, Drogenhändler und Zuhälter, Schweizer Werte hochhält...
    • Trasher2 25.03.2019 02:20
      Highlight Highlight Sorry, was sie hier behaupten sind Stammtischweisheiten.
      Mein Eindruck, respektive das was ich höre ist, dass gerade 2. Generation Secondos sich für die Konservativen Werte der Sünnelis begeistern lassen.
      Die Warheit wird wohl in der Mitte liegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • barbablabla 24.03.2019 21:04
    Highlight Highlight Gratuliere
  • Cachesito 24.03.2019 19:37
    Highlight Highlight Bravo Madam Akanji. Das freut mich persönlich sehr.

Brauchen wir einen Green New Deal, um eine Rezession zu vermeiden?

Die Weltwirtschaft kühlt sich bedrohlich ab. Das zeigt der jüngste ökonomische Outlook der UBS. Er zeigt aber auch, dass Schweizer Unternehmen gewillt sind, in einen ökologischen Umbau zu investieren.

Gerade optimistisch zeigen sich die UBS-Ökonomen nicht, wenn es um die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft geht. Sie prophezeien zwar noch keine Rezession, sondern ein Durchwursteln in den nächsten 12 bis 24 Monaten. Doch selbst dazu braucht es zwei Voraussetzungen: «Die USA müssen eine Einigung mit China erzielen und keine Zölle auf Auto-Importe erheben», sagt Chefökonom Daniel Kalt.

Ob dies auch geschehen wird, ist derzeit alles andere als sicher. Die China-Verhandlungen hätten schon …

Artikel lesen
Link zum Artikel