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Russland

Russisches Kriegsschiff feuert Warnschuss auf Jacht im Ärmelkanal ab

Russisches Kriegsschiff feuert auf Jacht im Ärmelkanal ab – Kreml äussert sich

16.06.2026, 17:4117.06.2026, 00:11

Das britische Verteidigungsministerium untersucht laut BBC Berichte, wonach ein russisches Kriegsschiff in der Nähe einer in Grossbritannien registrierten Jacht im Ärmelkanal Warnschüsse abgegeben habe. Auch andere britische Medien berichteten am Dienstag darüber.

Die in Grossbritannien registrierte Jacht soll dem Verteidigungsministerium gemeldet haben, dass das russische Schiff aus einer Entfernung von etwa 500 Metern Warnschüsse abgefeuert habe.

An dem Vorfall, der sich am Dienstagmittag gegen 11.40 Uhr, soll die russische Fregatte Admiral Grigorovich beteiligt gewesen sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Press Association. Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge etwa 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ausserhalb der britischen Hoheitsgewässer.

Die Schüsse hatten demnach eine Kollision verhindern sollen und seien nicht auf die Jacht gerichtet gewesen. Die Fregatte soll zuvor versucht haben, ein britisches Schiff im Kanal zu kontaktieren. «Wir gehen davon aus, dass es sich um einen Einzelfall handelt, der nicht mit der Aufbringung der »Smyrtos« durch Grossbritannien am Wochenende in Zusammenhang steht», hiess es laut PA in der Mitteilung des Ministeriums weiter.

Ministerium in Moskau bestätigt Vorfall

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte später den Vorfall. Die Jacht habe auf mehrere Kontaktversuche nicht reagiert und die Distanz immer weiter verringert. Bei einer Entfernung von 150 Metern habe der Kapitän der Fregatte dann den Befehl zum Eröffnen der Warnschüsse gegeben. «Die Besatzung der Fregatte ‹Admiral Grigorowitsch› hat in strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt und alles getan, um den Vorfall zu verhindern», betonte das Ministerium in Moskau.

Erst vor einigen Tagen stoppte die britische Marine einen Öltanker im Ärmelkanal, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird. Experten zufolge soll die Präsenz russischer Kriegsschiffe von einem derartigen Vorgehen abschrecken.

Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die Sanktionen von westlichen Unterstützern der Ukraine zu umgehen. Nach britischen Angaben handelt es sich um mehr als 700 Schiffe, die unter der Flagge verschiedener Staaten fahren und russische Ölexporte transportieren. (hkl, mit Material von sda/dpa)

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80 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Kaffeesüchtig
16.06.2026 18:24registriert November 2021
Die Russen scheinen zu testen, wieviele Nadelstiche es verträgt.
All diese Eskapaden dürften dazu dienen, die NATO-Bereitschaft zu testen und die Reaktion zu analysieren.
Eine andere Erklärung finde ich nicht. Es gibt keinen Grund, weshalb ein russischer Kapitän im Ärmelkanal die Nerven verlieren und Warnschüsse abgeben sollte.
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Persilschein
16.06.2026 18:36registriert Februar 2014
Aber diese Schattenflotte fährt immer unter der Brücke zwischen Dänemark und Schweden durch, oder?
Da sollte es nicht zu schwierig sein, diese Schiffe zu identifizieren.
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Vitai Lampada
16.06.2026 18:00registriert Dezember 2022
Das gab es 1905 schon mal, als die Baltische Flotte ihre verhängnisvolle Reise nach Fernost unternahm. Dort wurde sie dann von den Japanern versenkt...
Im Ärmelkanal hatten die Russen damals Englische Fischerboote beschossen, da sie diese für Japaner hielten!
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