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Zu der Kundgebung auf dem zentralen Rabin-Platz sollen 50'000 Menschen gekommen sein.
Zu der Kundgebung auf dem zentralen Rabin-Platz sollen 50'000 Menschen gekommen sein.Bild: Ariel Schalit/AP/KEYSTONE

Tel Aviv: Zehntausende demonstrieren gegen Israels Regierungschef Netanjahu

07.03.2015, 20:4807.03.2015, 22:55

Anderthalb Wochen vor der Parlamentswahl in Israel haben zehntausende Menschen in Tel Aviv für politische Veränderungen demonstriert. An der Kundgebung beteiligten sich am Samstag nach Angaben der Polizei 25'000 Menschen, die Organisatoren sprachen von doppelt so vielen Teilnehmern. 

Aufgerufen zu der Demonstration hatte die Bewegung Millionen Hände, die sich für ein Friedensabkommen Israels mit den Palästinensern und die Schaffung eines Palästinenserstaates einsetzt. 

«Das ist eine Demonstration der israelischen Bürger, die einen politischen Wandel, eine Friedensvereinbarung fordern», sagte Mitorganisator Dror Ben Ami. Die derzeitige Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe «an den sozialen und wirtschaftlichen Fronten versagt und die Sicherheitslage nicht verbessert». 

Bild: Ariel Schalit/AP/KEYSTONE

Es handelte sich um eine der grössten Kundgebungen gegen Netanjahu im Vorfeld der Knesset-Wahl am 17. März. Netanjahus Likud-Partei liefert sich Umfragen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem linksliberalen Parteienbündnis Zionistische Union. Netanjahus Regierung steht einer Zwei-Staaten-Lösung zur Beilegung des Konflikts mit den Palästinensern ablehnend gegenüber. 

Auch Meir Dagan, früher Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad, schloss sich den Protesten am Samstag an. «Israel hat Feinde, aber ich fürchte sie nicht. Was mir Angst macht, ist die derzeitige Führung des Landes», sagte Dagan unter dem Jubel der Demonstranten. 

Israel sei festgefahren, es fehle an Visionen, ergänzte Dagan. Das Land stecke «in der schlimmsten Führungskrise seit der Unabhängigkeit, an die ich mich erinnern kann». Die Menge applaudierte lautstark und rief unter Verwendung von Netanjahus Spitznamen «Bibi geh nach Hause!» und «Herzog, Herzog» - in Anspielung auf den Führer der Mitte-Links-Opposition Izchak Herzog. (viw/sda/afp/dpa) 

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