DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der US-Präsident bei einem früheren Staatsbesuch in Italien. Am jüngsten Entscheid aus Rom dürfte er keine Freude haben.
Der US-Präsident bei einem früheren Staatsbesuch in Italien. Am jüngsten Entscheid aus Rom dürfte er keine Freude haben. archivBild: AP

Italien pinkelt Trump ans Bein – will Huawei nicht von 5G-Netz ausschliessen

31.01.2020, 07:27

Italien will nach Angaben der Regierung chinesische Firmen nicht von einer Beteiligung am Aufbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes ausschliessen. Die Regierung in Rom werde die Frage der Sicherheit in den Griff bekommen, «ohne naiv zu sein, mit der notwendigen Vorsicht», sagte die Staatssekretärin im Industrieministerium, Mirella Liuzzi, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. «Aber wir werden niemanden vor der Tür stehen lassen.»

Damit beugt sich Italien nicht der Forderung der USA, beim 5G-Ausbau komplett auf den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei zu verzichten. Die USA führen Sicherheitsbedenken an. «Italien muss in erster Linie seine nationalen Interessen schützen», betonte Liuzzi.

Via Twitter liess die Politikerin verlauten:

«In der 5G-Frage muss Italien über die Frage der USA und Chinas hinaus zuallererst seine nationalen Interessen schützen. Deshalb müssen wir die Frage der Sicherheit ohne Naivität und mit den notwendigen Vorkehrungen angehen.»

Erst am Mittwoch hatte die britische Regierung eine teilweise Nutzung von Huawei-Komponenten genehmigt. Die EU-Kommission stellt es ihren Mitgliedstaaten frei, selbst über einen Ausschluss oder eine Beteiligung von Huawei zu entscheiden.

Das italienische Parlament hatte im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, das der Regierung ein besonderes Mitspracherecht bei der Auswahl von Zulieferern einräumt. Das 5G-Mobilfunknetz soll eine stärkere Vernetzung und neue Technologien ermöglichen und gilt gemäss Einschätzung vieler Experten als wirtschaftsstrategisch wichtig.

(dsc/sda/awp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer

1 / 7
Die fünf grössten Plastiksünder am Mittelmeer
quelle: ap/ap / str
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Mega-Flughafen in Peking eröffnet

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
MarGo
31.01.2020 08:08registriert Juni 2015
wenn man bedenkt, dass Huawei auch schon in den 3- und 4G Antennen z.T. verbaut ist (zumindest in DE laut Horst Seehofer), finde ich diese ganze Geschichte immer sinnloser... oder will irgendjemand von irgendetwas ablenken...? ;)
440
Melden
Zum Kommentar
avatar
rescue me
31.01.2020 07:55registriert März 2018
Verwundert nicht dass Italien sich nicht gegen China sträubt.. Der Hafen von Triest ist einer der zentralen Knotenpunkte in Europa für die neue Seidenstrasse von China und da werden den Italienern wohl einige Euro in die Kassen fliessen
323
Melden
Zum Kommentar
5
Wahlkampf in Italien: Reibereien bei Bildung von Mitte-Links-Allianz

Sieben Wochen vor der Parlamentswahl in Italien nimmt die Mitte-Links-Allianz als Gegner der favorisierten Rechten Gestalt an. Dies verläuft aber nicht reibungslos: Am Wochenende schlossen sich die Grünen, die Linken (Sinistra Italiana) und auch die neue Partei von Aussenminister Luigi Di Maio (Impegno Civico) dem von den Sozialdemokraten (PD) geführten Bündnis an. Als Reaktion darauf aber verkündete die Zentrumspartei Azione – die mit der PD eigentlich als Erstes einen Deal unterzeichnet hatte – das Ende der Zusammenarbeit.

Zur Story