Kunst
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Gurlitt-Erbe: Jüdische Familie soll bald das Gemälde «Sitzende Frau»bekommen



Die deutsche Regierung hat einen Vertrag über die Rückgabe eines Matisse-Gemäldes aus dem Gurlitt-Nachlass unterzeichnet. Das Werk «Sitzende Frau» aus dem Jahr 1921 soll der Familie des Pariser Kunstsammlers Paul Rosenberg zurückgegeben werden.

Der Anwalt der jüdischen Familie, Christopher Marinello, erklärte, Kulturstaatsministerin Monika Grütters habe den Vertrag besiegelt. Er bestätigte damit einen Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Mittwoch. 

FILE - In this Nov. 6, 2013 file picture a  website, showing a painting by Henry Matisse entitled 'Sitzende Frau' ('Sitting Woman') which is part of the art   found  in Munich, Germany, as researchers of the Art Loss Register continue their work at their offices in  London.  German authorities had discovered more than 1,400 artworks, some by modern masters such as Marc Chagall, Henri Matisse and Pablo Picasso, stacked in a Munich apartment some of them looted art. The Jewish Claims Conference says 15 years after the first international agreement on the restitution of Nazi-era looted art, more than half of the countries that endorsed such accords have done

Vorne links ist das Gemälde «Sitzende Frau» zu sehen. Bild: Lefteris Pitarakis/AP/KEYSTONE

Der Vertrag habe den Weg zur Rückgabe geebnet, erklärte der Anwalt. Zwar muss das Nachlassgericht die Vereinbarung noch billigen, bevor ein Datum zur Rückführung des Gemäldes festgesetzt werden kann. Er gehe aber davon aus, dass dies nur eine Formalie sei, erklärte Marinello.

Im Februar hatte das Kunstmuseum Bern, das vom Sammler Cornelius Gurlitt als Erbe seiner umstrittenen Sammlung eingesetzt worden ist, von einer Verzögerung bei der Rückgabe gesprochen. Es fehlten demnach noch Unterlagen, welche die Familie nachreichen müsse. 

Das Werk gehört zum sogenannten Schwabinger Kunstschatz, der bei Gurlitt gefunden worden war. In Gurlitts Münchner Wohnung waren 2012 über 1400 Kunstwerke beschlagnahmt worden. Ein Grossteil davon soll Nazi-Raubkunst sein. Gurlitt starb im Mai vergangenen Jahres.

Die «Sitzende Frau» ist eins von drei Bildern, das die für die Gurlitt-Sammlung zuständige Taskforce als Raubkunst identifiziert hat. Demnach wurde es Paul Rosenberg während der Nazi-Zeit geraubt. Das Kunstmuseum Bern sieht den Verdacht noch in einem weiteren Fall bestätigt. (feb/sda/afp)

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