Schweiz
Luzern

Luzern: Streit um Streichnoten für schwache Schüler

Luzern: Streit um Streichnoten für schwache Schüler

18.11.2015, 05:2418.11.2015, 05:24
  • Bei durchschnittlich einem lernschwachen Kind pro Klasse werden die Lernziele nach unten angepasst. Jetzt will der Kanton Luzern noch einen Schritt weitergehen, wie die «Neue Luzerner Zeitung» am Mittwoch schreibt. Sie beruft sich dabei auf Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulausbildung. 
  • Künftig soll das Niveau in bestimmten Fächern für noch mehr lernschwache Schüler gesenkt werden.
  • Zweitens soll die Notenhürde für das Erreichen der nächsten Klasse fallen. Diese liegt in Luzern für Primarschüler derzeit bei 3,5 und für Sekundarschüler bei 4,0. 
  • Mit der Einführung des Lehrplan 21 soll das geändert werden. Dieser ist für die Primarstufe auf das Schuljahr 2017/18 geplant. 
  • Der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband unterstützt die Massnahmen. Vom Luzerner Gewerbeverband hingegen hagelt es mächtig Kritik: Damit werde der Weg des geringsten Widerstands eingeschlagen und riskiert, dass Schulabgänger erstmals in der Lehre mit leistungsorientierten Bewertungen konfrontiert werden. (dwi)
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Schweizer KMU werden immer öfter ins Ausland verkauft – das sind die Gründe
Für ausländische Investoren sind Schweizer Unternehmen vor allem in unsicheren Zeiten interessant. Der Gewerbeverband sieht die Entwicklung positiv, die Politik hat die Regeln verschärft – aber nur in bestimmten Sektoren.
Die Schweizer Industriefirma hatte alles richtig gemacht. Ihre Komponenten waren bei grossen Konzernen nachgefragt, sie betrieb Standorte in Deutschland, China und den USA und sie hatte gerade erst einen neuen Hauptsitz bezogen. Ein Neubau, der dem Wachstumsbedarf der Firma entsprach, ausgelegt auf eine Belegschaft von 180 Personen. Diese Mitarbeiterzahl wurde nie erreicht.
Zur Story