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Gut für die Schweiz – 1:1 zwischen den Gruppengegnern Kanada und Bosnien

Canada goalkeeper Maxime Crepeau punches the ball clear as Bosnia's Tarik Muharemovic attempts to head the ball during the World Cup Group B soccer match between Canada and Bosnia in Toronto, Fri ...
Viel Verkehr vor Kanada-Keeper Crépeau.Bild: keystone

Gut für die Schweiz – kein Sieger zwischen den Gruppengegnern Kanada und Bosnien

Kanada lanciert seine Heim-WM mit dem ersten Punktgewinn an einer Weltmeisterschaft. Der Co-Gastgeber und Schweizer Gruppengegner holt gegen Bosnien-Herzegowina ein 1:1.
12.06.2026, 22:5312.06.2026, 23:26

Aufgepasst auf Bosnien-Herzegowinas Lufthoheit bei den Standardsituationen! Das könnte sich der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin am Freitagabend beim Fernstudium seiner Gruppengegner 2 und 3 im 3500 Kilometer von Toronto entfernten Camp in San Diego gedacht haben. Die physische Überlegenheit verhalf den Bosniern im ersten WM-Spiel beim Co-Gastgeber aber nicht nur zum Auftaktsieg, sondern nur zu einem Remis gegen ein Kanada, das sich den Punkt redlich verdiente, seine Limiten aber oft nicht kaschieren konnte.

Jovo Lukic brachte Bosnien-Herzegowina nach einem Corner in der 20. Minute in Führung, Cyle Larin glich in der 78. Minute kurz nach seiner Einwechslung mit einem abgelenkten Schuss aus zwölf Metern aus und bestrafte die Bosnier damit für die anhaltende Passivität ab dem Führungstreffer. Für Kanada war es bei der dritten WM-Teilnahme der erste Punktgewinn im siebten Spiel.

Robuste bosnische Verteidiger

Angsteinflössend waren beide Schweizer Gruppengegner nicht. Bosniens physische Qualitäten gilt es für die Schweizer im zweiten Gruppenspiel am 18. Juni aber im Zaum zu halten. Ivan Basic, der nach einer Stunde durch den YB-Spieler Armin Gigovic ersetzt wurde, trat nach 20 Minuten einen Corner, Sead Kolasinac verlängerte am nahen Pfosten, Lukic köpfelte aus kurzer Distanz ein. Es war die zweite Chance der robusten Bosnier nach einer Standardsituation. Bei der ersten schoss Amar Memic aus zwölf Metern über das Tor.

Dabei trat die Mannschaft von Trainer Sergej Barbarez ohne seine baumlangen Mittelstürmer Edin Dzeko und Haris Tabakovic an, zwei seiner grössten Trümpfe. Der 40-jährige Dzeko, mit sechs Toren in neun Qualifikationsspielen einer der Hauptprotagonisten auf dem Weg an die Endrunde, sass wie der nach einer Fussverletzung noch nicht einsatzfähige gebürtige Solothurner Tabakovic auf der Ersatzbank.

Kolasinacs grosse Rettungstat

Öfter tauchten die Kanadier, die auf ihren angeschlagenen Captain Alphonso Davies verzichten mussten, gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Doch die meisten Abschlüsse waren zu wenig gut – wie jener, als Kanadas Rekordtorschütze Jonathan David nach einer Viertelstunde aus bester Position zu unplatziert abschloss. Eine weitere gute Chance vereitelte Kolasinac, indem er zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Ball gerade noch an den Pfosten lenkte.

Zumindest teilweise dürften Kanadas Unsauberkeiten der Nervosität geschuldet gewesen sein. Diese konnten die Gastgeber vor 43'000 Zuschauern im Toronto Stadium nämlich nicht kaschieren. Gut für sie, dass sich Bosnien-Herzegowina nach der Führung zu weit zurückzog und etwas gar passiv wurde.

Kanada – Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1)
Toronto. - 43'000 Zuschauer. - SR Tello.
Tore: 21. Lukić (Kolašinac) 0:1. 78. Larin (David) 1:1.
Kanada: Crépeau; Johnston, De Fougerolles, Cornelius, Laryea; Buchanan (61. Ahmed), Koné, Eustaquio (91. Osorio), Millar (61. Shaffelburg); Jonathan David (61. David), Oluwaseyi (76. Larin).
Bosnien-Herzegowina: Vasilj; Dedić, Katić, Muharemović, Kolašinac (84. Burnić); Bajraktarević (74. Šunjić), Tahirović, Bašić (62. Gigović), Memić (74. Alajbegović); Demirović, Lukić (62. Baždar).
Bemerkungen: Verwarnungen: 11. Johnston. 45. Demirović. 45. Lukić. 53. De Fougerolles. 93. Katić. (ram/sda)

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