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Einkaufsmanagerindex PMI hält sich über Langfrist-Durchschnitt



Die Einkaufsmanager der Schweizer Industrieunternehmen zeigen sich im Dezember unverändert optimistisch. Der sogenannte Purchasing Manager's Index (PMI, saisonbereinigt) stieg im Vergleich zum Vormonat um 0.1 Punkte auf 57.8 Indexpunkte.

Der Index hat sich damit im Dezember über seinem langfristigen Durchschnitt gehalten und lag auch deutlich über den Erwartungen: Von AWP befragte Ökonomen hatten mit einem Wert zwischen 54.0 und 57.2 Punkten gerechnet. Beim wichtigen Frühindikator deuten Werte von über 50 Punkten auf Wachstum hin.

Der PMI für die Industrie habe damit zwar das hohe Tempo von Anfang 2018 nicht halten können, er habe sich jedoch seit Oktober auf einem nach wie vor überdurchschnittlichen Wert stabilisiert, teilte die Credit Suisse am Donnerstag mit. Sie ermittelt den Index zusammen mit procure.ch.

Produktion weniger dynamisch

Das Absinken des Index im Laufe des vergangenen Jahres lässt gemäss Credit Suisse erwarten, dass die Schweizer Wirtschaft in den kommenden Monaten an Schwung verlieren wird. Belastend wirke zum einen die Auftragsentwicklung. Die Auftragslage sei zwar weiterhin überdurchschnittlich, gleichzeitig befinde sie sich jedoch deutlich unter dem Langzeithoch von Januar 2018, schrieb die Bank.

Zum anderen zeige sich auch die Produktion im Dezember 2018 weniger dynamisch als im Dezember 2017. Deutlich kürzer sind gemäss Mitteilung auch die Lieferfristen, was aber nicht nur einer schwächeren Nachfrage, sondern auch den erweiterten Kapazitäten zuzuschreiben sein dürfte.

Stabil dagegen präsentiere sich der Arbeitsmarkt. Es werde nach wie vor Personal eingestellt, heisst es in der Mitteilung. Relativ ruhig sei auch die Lage an der Preisfront. Nachdem vor einem Jahr die Inflation noch rekordhoch gewesen sei, stiegen die Preise zurzeit nur noch mässig.

Dienstleister mit stabilisiertem Ausblick

Der PMI des Dienstleistungssektors hat sich im Dezember ebenfalls stabilisiert. Bereinigt um Saisoneinflüsse stieg er um 0.7 Punkte nach oben und notierte auf 54.4 Zählern. Gleich wie die Industrie startet laut Mitteilung dieser Sektor ebenfalls mit weniger Schwung ins gerade angelaufene Jahr 2019 als 2018. Schwächer präsentiere sich insbesondere der Auftragseingang und der Auftragsbestand.

Der PMI gehört gemeinsam mit dem KOF-Konjunkturbarometer zu den wichtigsten Vorlaufindikatoren für die Schweizer Wirtschaftsentwicklung. Jener Indikator sank im November um 1.1 auf 99.1 Punkte. Für die Schweizer Wirtschaft werde das Fahrwasser etwas schwieriger, resümierten die KOF-Ökonomen am vergangenen Freitag. (sda/awp)

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