Häusliche Gewalt: Das sagen die Zahlen über Herkunft und Geschlecht
Bei der letzten Budgetberatung gab es eine heftige Diskussion darüber, wie viel Geld in Präventionsarbeit fliessen soll. Vorgeschlagen wurde eine zusätzliche Million Franken für den Frauenschutz. Nachdem der Nationalrat dies zunächst abgelehnt hatte, konnte SP-Nationalrätin Tamara Funiciello durch das Sammeln von 500'000 Unterschriften die zusätzlichen Mittel doch durchsetzen.
Die SVP war mit dieser Entscheidung im Dezember unzufrieden. SVP-Nationalrat Pascal Schmid forderte daraufhin vom Bundesrat Zahlen zur Kriminalitätshäufigkei, getrennt nach Schweizerinnen und Schweizern sowie Ausländerinnen und Ausländern, wie der Blick berichtet.
Das sind die Resultate
Unter ausländischen Männern beträgt die sogenannte Belastungsrate 33,3. Anders gesagt wurden 2024 rund 33 von 10'000 ausländischen Männern mit ständigem Wohnsitz in der Schweiz wegen häuslicher Gewalt angezeigt. Bei Schweizer Männern liegt dieser Wert mit 12,6 deutlich tiefer. Ein ähnlicher Unterschied zeigt sich auch bei den Frauen: Während die Belastungsrate bei Ausländerinnen 13,2 beträgt, liegt sie bei Schweizerinnen bei 4,4.
Zusammenfassend zeigen diese Daten: Männer sind insgesamt häufiger gewalttätig als Frauen. Und bei Ausländern treten Gewalttaten häufiger auf als bei Schweizern. (fak)
