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Mehr als 280 tote Wahlhelfer nach Rekordwahlen in Indonesien

29.04.2019, 09:26
Wahlhelfer tragen Wahlurnen über einen Fluss im abgelegenen Dorf Maros, Süd-Sulawesi.
Wahlhelfer tragen Wahlurnen über einen Fluss im abgelegenen Dorf Maros, Süd-Sulawesi.
Bild: EPA/EPA

In Indonesien sind nach der grössten jemals an einem Tag abgehaltenen Wahl mehr als 280 Helfer an den Folgen ihrer Anstrengungen gestorben. Die meisten der 287 Opfer starben an Überarbeitung und damit zusammenhängenden Krankheiten.

Der Sprecher der Wahlkommission, Arief Priyo Susanto, bestätigte am Montag Berichte über zahlreiche Todesfälle. «Bislang sind im gesamten Land 287 Wahlhelfer gestorben und 2095 krank geworden», sagte er. «Hauptsächliche Todesursache ist Erschöpfung. Zudem gab es Unfälle und Erkrankungen aufgrund von Erschöpfung.» Das Gesundheitsministerium habe Spitäler aufgefordert, diesen die beste Pflege angedeihen zu lassen, und das Finanzministerium plane Entschädigungen für die Familien der Toten.

Indonesische Wahlhelfer transportieren Stimmen durchs überflutete Bandung.
Indonesische Wahlhelfer transportieren Stimmen durchs überflutete Bandung.
Bild: EPA/EPA

Bei der vorigen Wahl 2014 – als Präsident und Parlament im Abstand von drei Monaten gewählt wurden – hatte es 150 Todesfälle gegeben.

Am 17. April waren 193 Millionen indonesische Wahlberechtigte an die Urnen gerufen worden. Erstmals wurden Präsident, Landesparlament und regionale Parlamente am selben Tag gewählt. Der logistische Aufwand in dem Inselstaat, der sich von Ost nach West über mehr als 5000 Kilometer erstreckt, war enorm. Die Stimmzettel mussten von Hand ausgezählt werden.

Hochrechnungen zufolge hat sich bei der Präsidentenwahl Amtsinhaber Joko Widodo gegen seinen Herausforderer durchgesetzt. Ersten Auszählungen zufolge lag er bis zu 11.6 Prozentpunkte vor dem früheren General Prabowo Subianto. Subianto reklamierte den Sieg dagegen für sich und sprach von Unregelmässigkeiten bei der Wahl. Ein offizielles Ergebnis ist nicht vor Mai zu erwarten. (sda/reu/dpa/jaw)

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Die Wahlen in Indonesien sind ein Mammutprojekt

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