Romandie
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Ein Chefarzt auf Abwegen: Organe, Geld und Gesetzesverstösse

Er schiffte an einem Schweizer Universitätsspital illegal Organteile ins Ausland – und zerstörte mögliche Beweise. Recherchen von CH Media zeigen, wie das Spital und die Justiz den Fall still und leise beerdigt haben.

Leo Eiholzer / CH Media



An einem Donnerstag im November 2016 vernichten Mitarbeiter in einem Labor des Genfer Unispitals Zellen von Bauchspeicheldrüsen, die sie zuvor hirntoten Menschen entnommen hatten. Der Chef steht seit Monaten unter Druck. Er ist mit einer Untersuchung konfrontiert, die klären soll, ob die Forschung in dem Labor illegal ist. Er, Universitätsprofessor Thierry Berney, gibt den Befehl zur Vernichtungsaktion.

Daran wurde geforscht: Inselzellen aus dem Pankreas.

Daran wurde geforscht: Inselzellen aus dem Pankreas. Bild: Science Photo Library/Keystone

Kurz vor dem Donnerstag hatten drei Personen, darunter zwei Mitarbeiterinnen des Labors, bei einem internen Revisor Vorwürfe über illegale Forschung erhoben. Der Ermittler macht sich danach auf, das Gewebe aus dem Kühlschrank des Labors zu holen. Er ist zu spät. Die Proben sind weg.

Es war die letzte Episode einer fast zehnjährigen Geschichte des Ignorierens von Ethik, merkwürdiger Finanzflüsse und illegaler Praktiken mit den Organen toter Menschen.

Fünf Tage nach der Vernichtungsaktion eröffnet der Genfer Generalstaatsanwalt ein Strafverfahren. Drei Jahre später stellt er es lautlos ein. Der höchste Strafverfolger Genfs liess illegales Verhalten von Thierry Berney verjähren. Der Chefarzt ist deshalb strafrechtlich unschuldig.

Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft, über die Westschweizer Medien bisher nicht berichteten, und Dokumente aus dem Spital offenbaren aber die Wahrheit über das Labor. Und sie zeigen, dass Berney mit mehr Glück als Verstand um eine Strafverfolgung herumkam.

Forschungsfonds zahlte Gehalt von Berneys Ehefrau

Doch, worum geht es überhaupt? Von 2007 bis 2016 benutzten Berney und seine Untergebenen Pankreas-Zellen ohne Einwilligung der Spender für Forschung. Sie stammten von Organspendern, deren Bauchspeicheldrüse aus Qualitätsgründen nicht wie vorgesehen an Diabetiker transplantiert werden konnte.

Eine gültige Bewilligung der Ethikkommission, wie es vorgeschrieben wäre, hatte der Professor nicht.

Das Labor verschickte illegal Teile toter Menschen quer durch Europa. Von einer amerikanischen Stiftung flossen hohe Summen – es geht total um Hunderttausende oder sogar bis zu einer Million Franken.

Das Spital und der Steuerzahler trugen die Kosten für die Arbeit an den Zellen. Das Stiftungsgeld, das eigentlich diese Kosten decken sollte, floss aber in Forschungsfonds, die Berney kontrollierte. Und aus einem Forschungsfonds von Berney wurde mindestens zeitweise der Lohn seiner Ehefrau bezahlt.

Keine Verwendung ohne Einwilligung

Sechs Jahre vor der Vernichtungsaktion, Dienstag, 30. November 2010. Thierry Berney sitzt mit anderen Ärzte-Koryphäen in einem Raum an der Laupenstrasse in Bern: der Hauptsitz der Stiftung Swisstransplant, die im Auftrag des Bundes Organspenden verwaltet.

Laut Protokoll besprechen sie, dass bei 50 Prozent der gespendeten Pankreas aus Qualitätsgründen die Zellen nicht transplantiert werden. Berney schlägt vor, dass Zellen von diesen Pankreas für Forschung verwendet werden könnten. Der Sitzungsleiter sagt, dafür sei die schriftliche Einwilligung der Patienten und der Ethikkommission nötig.

Was Berney laut Protokoll nicht sagt: Er tut genau das. Ohne Einwilligung, ohne gültige Bewilligung der Ethikkommission.

Bild

2016 wurde der Skandal in den Westschweizer Medien thematisiert, die brisante Einstellung des Verfahrens blieb bisher unerwähnt.

Sechs Jahre lang macht Berney weiter. Bis sich im Februar 2016 die höchsten Regierungskreise einschalten. Ein Chirurgieprofessor aus dem Spital schickte Informationen über das Labor an Swisstransplant. Ihr Präsident, der Waadtländer Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard (SP), sendet einen Brief an seinen Amtskollegen in Genf, Mauro Poggia (MCG). Die Forschung soll sofort unterbrochen werden.

Das Spital tut wie geheissen und gibt bei einer Anwaltskanzlei einen Bericht in Auftrag, der später an «Le Matin Dimanche» geleakt wird. Eine interne Revision folgt. Der Staatsanwalt schaltet sich nach der Vernichtungsaktion ein.

Gegen das Gesetz, aber nicht strafbar

Nach drei Jahren schliesst der Generalstaatsanwalt das Verfahren im September 2019 endlich ab. Über das Resultat berichteten Westschweizer Medien bislang nicht – dabei ist es hoch brisant. Denn ein zentraler Punkt war mit dem Abschluss im September 2019 um drei Monate verjährt.

Berney hätte nach Inkrafttreten des Humanforschungsgesetzes sein Projekt bis zum 1. Juni 2014 der Ethikkommission vorlegen müssen. Er tat dies nicht. Am 1. Juni 2019 verjährte das Delikt. Anstatt sich dafür zu verantworten, ist Berney strafrechtlich unschuldig.

Als «illegal» bezeichnet der Staatsanwalt das Verschicken von Zellen ins Ausland. Für die Ausfuhr bräuchte es die Einwilligung der Spender. Das seit 2014 geltende Gesetz ist glasklar: «Biologisches Material darf zu Forschungszwecken ins Ausland ausgeführt werden, wenn die betroffene Person nach hinreichender Aufklärung eingewilligt hat.»

Dutzendfach wurde das Gesetz gebrochen. Doch erneut hat Berney Glück: Im Gesetz gibt es dafür keine Strafbestimmung. Es ist zwar verboten, aber nicht strafbar.

Im grundlegenden Punkt, der Verwendung von Zellen zur Forschung ohne Einwilligung, sah der Staatsanwalt keine Rechtsverletzung. Er berief sich auf einen unauffälligen Artikel des Humanforschungsgesetzes. Dieser sieht vor, dass kleine Mengen von bei einer Transplantation entnommen Körpersubstanzen für die Forschung ohne Einwilligung verwendet werden dürfen. Die Frage war, ob der Artikel auf den Genfer Fall anwendbar ist. Die Stiftung Swisstransplant reichte ins Verfahren eine gegensätzliche Einschätzung von Markus Schott, Juraprofessor an der Universität Zürich, ein.

Eine einsame Entscheidung

Am Ende traf aber der Staatsanwalt, dem die Zeitung «Le Temps» letztens eine «absolutistische Vorstellung von Macht» attestierte, alleine die heikle Entscheidung, anstatt die Abwägung einem Gericht zu überlassen.

Doch Berney musste sich ohnehin mit einem Problem auseinandersetzen: Haben der Spender oder seine Familie explizit der Forschung widersprochen, wäre es ohne jeden Zweifel illegal, die Zellen zu verwenden.

Eine langjährige Laborantin Berneys sagte vor dem Generalstaatsanwalt aus, dass genau das passiert sei. In mehreren Spenderakten sei explizit festgehalten worden, dass die Organe nicht für Forschung verwendet werden dürfen. Ihr Vorgesetzter habe sie dennoch angewiesen, Zellen ins Ausland zu schicken.

Bewiesen werden konnte das nicht. Kurz vor der Vernichtungsaktion hatte der Revisor auf einer Gewebe-Liste gesehen, dass Proben von sieben nicht-transplantierten Spendern entnommen worden waren, obwohl diese Forschung abgelehnt hatten. «[Name entfernt] konnte nicht nachweisen, dass die Proben für Forschung verwendet wurde, da die Proben (…) im Auftrag von Thierry Berney vernichtet wurden», schreibt der Staatsanwalt. Im Klartext: Die Vernichtungsaktion könnte sich für den Professor also gelohnt haben.

Im Zusammenhang mit den Finanzflüssen wurde Berney im Verfahren kein illegales Verhalten unterstellt. Dennoch ist der Umgang mit dem Geld bemerkenswert. Das Spital-Audit kam zum Schluss: Thierry Berney war der Einzige, der den Geldfluss überblicken konnte. Als ein aufmerksamer Buchhalter wollte, dass ein Teil des Geldes ans Spital geht, weigerte sich Berney laut interner Dokumente zunächst.

Geld für Berneys Frau

Was in der Verfügung des Staatsanwalts nicht steht, aber im Spital-Audit erwähnt ist: Einer der Forschungsfonds finanzierte währenddessen ein Jahr lang den Lohn von Thierry Berneys Ehefrau, eine georgische Wissenschafterin. Sie arbeitete bis 2017 in Genf, heute wieder in ihrer Heimat.

Thierry Berney erklärte sich bereit, 260000 Franken ans Universitätsspital zurückzuzahlen. Das steuerfinanzierte Spital verzichtete aber auf das Geld. Mit der Begründung, dass die vorherigen Buchungsjahre schon abgeschlossen seien. Zumindest war das der Stand, als der Staatsanwalt im September 2019 seine Verfügung verfasste.

Bereits das erste Audit im Jahr 2016, das das Spital selbst in Auftrag gegeben hatte, war eine regelrechte Ohrfeige für Berney und seine Vorgesetzten. «Der ethische Aspekt der Forschung wurde von 2007 bis 2016 ignoriert», stand darin. «Die rechtlichen, ethischen, administrativen, finanziellen Aspekte wurden nicht ausreichend professionell gehandhabt.»

Das Spital sagt: Der Chefarzt bleibt

Berney wurde kurz vor dem Ausbruch des Skandals 2015 zum Chefarzt der Transplantation befördert. Das ist er noch immer. Und er wird es auch bleiben. Das Spital und die Universität Genf stützen Berney energisch. Auf Anfrage wollen beide Institutionen keine Fragen beantworten. Als Reaktion auf die Entscheidung der Staatsanwaltschaft habe man alle notwendigen Massnahmen ergriffen.

Als Beispiel nennt die Presseabteilung aber nur, dass die Spital- und Universitätsvorstände informiert wurden. «Diese haben ihr Vertrauen in Professor Thierry Berney erneut bekräftigt, der seine gesamte berufliche Tätigkeit fortsetzt.» Das Spital sagt nicht etwa, Berney habe sich nicht falsch verhalten, sondern verweist schlicht auf die Verfahrenseinstellung.

Berney schweigt

Berney selbst will ebenfalls keine Stellung nehmen. In der Einvernahme hatte er ausgesagt, er sei davon ausgegangen, dass sich eine Ethikkommissions-Bewilligung von 2005 über die Jahre stillschweigend erneuert habe. Allerdings ging es darin um ein völlig anderes Ziel.

Berney sagt weiter, das Protokoll der Swisstransplant-Sitzung spiegle die Realität nicht wider. Zudem seien nie Proben von Patienten verwendet worden, die Forschung ausdrücklich abgelehnt hatten. Und die Zerstörungsaktion? Er habe seinem Produktionsleiter schlicht gesagt, er müsse das Gewebe von Patienten vernichten, wenn sie Forschung widersprochen hatten.

Die Sache kam für Berney günstig. Zahlen musste der Chefarzt nur die Verfahrenskosten von 2680 Franken: Ein kleiner Preis für Verschwiegenheit.

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papaG 14.08.2020 17:08
    Highlight Highlight Geschadet hat er keinem - im Gegenteil!
    Sich bewusst gegen Entnahme von Biomasse zu Forschungszwecken nach dem eigenen Tot auszusprechen ist asozial.
  • Joe Smith 14.08.2020 11:06
    Highlight Highlight Wieder einmal zeigt sich die Unschuldsvermutung als das, was sie ist: Eine leere Phrase.
  • Atavar 14.08.2020 09:36
    Highlight Highlight Es gibt keine Korruption in der Schweiz.
    Ärzten gebührt grundsätzlich Respekt.
    Versicherungen wollen dir helfen.
    Medikamente sollen dich gesund machen.
    Wer will die Märchenliste fortführen?
    • Lami23 14.08.2020 11:10
      Highlight Highlight Eine gesunde Portion kritisches Denken ist sehr wichtig. Aber schlussendlich muss ich dem Arzt doch vertrauen können der mich behandelt. Oder wie handhabst du das? Oder wenn du Medikamente brauchst?
    • Atavar 14.08.2020 11:23
      Highlight Highlight @Lami23

      Grundsätzlich nehme ich möglichst wenige Medikamente. Je nach dem verweigere ich die Einnahme davon (z.B. Epilepsiemedis, die ich präventiv hätte nehmen sollen).

      Viel, was wir mit Medikamenten behandeln, könnten wir auch einfach aushalten. Da rede ich allerdings von eher kleinen Wehwehchen.

      Die Hörigkeit gegenüber Titeln, Institutionen oder Funktionen ist einfach nix für mich. Vertrauen erlangt die Person / der Arzt durch sein Verhalten, nicht durch seinen Titel.
    • Lami23 14.08.2020 13:44
      Highlight Highlight Ich spreche nicht von Hörigkeit. Auf seinen Körper hören ist sehr gut. Ich habe allerdings auch schon viele gesehen, die einen nicht schönen Tod gefunden haben aus einem schon beinahe krankhaften Misstrauen heraus.
  • derEchteElch 14.08.2020 09:33
    Highlight Highlight WER bitteschön hatte denn die Beweise vernichtet? Müssten die nicht auch zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die Beweise zerstören?

    Im Artikel liest man immer nur, er hat den Auftrag zur Vernichtung gegeben. Solche Aufträge in solchem Ausmass müssen doch alle Alarmglockenläten lassen!

    Ist man in der Forschung so weit, wie man es dem Militär und der Polizei vorwirft? Blindes gehorchen ohne zu hinterfragen?

    Hier gibt es noch viel Aufklärungsbedarf.
  • Hierundjetzt 14.08.2020 09:31
    Highlight Highlight Der TX-Gruppe gehört doch die Presselandschaft der Westschweiz? War Sie mit dem Aufdecken des UZH Skandals zu beschäftigt?

    Kaum sind die Skandale des Tiefenau- und Unispitals Bern (Inselspital) erledigt, folgt das Unispital Genf und aktuell das Unispital Zürich.

    Sehr spezielle Arbeitsbiotope sind das. Gegenseitiges Befruchten im Tümpel inkl.

    Gibt es in Berlin 4 Unispitäler? 24 Kantons- und 100 Regionalspitäler? Nein. Aber die Bevölkerungszahl ist die gleiche.

    Es ist einmal mehr der extreme Föderalismus unsere Kleinstkantone mit Kleinstbevölkerungen die das begünstigten.
    • Lioness 14.08.2020 09:51
      Highlight Highlight Wenn sich Berlin auf die gleiche Fläche der Schweiz erstreckt und ebenfalls schwer zugängliche Alpendörfer besitzt, ist ihr Vergleich zulässig. Sonst eher nicht.
    • Perseverance 14.08.2020 10:31
      Highlight Highlight Immer eine passende Ausrede im Köcher...Auf gar keinen Fall reflektieren oder gar Selbstkritik üben, man könnte ja Gefahr laufen, Fehler eingestehen zu müssen 🤦🏻‍♂️
    • Hierundjetzt 14.08.2020 11:12
      Highlight Highlight Lioness: dann nehmen wir Grossraum Tokyo, eine Stadt in der Grösse der bewohnbaren Fläche der Schweiz. Immer noch weniger Spitäler bei 38 Mio Einwohner.

      Und nein, auf dem Grimselpass brauchts kein vollausgerüstetes High-End Spital.

      Die maximale (!) Distanz zu einem Spital beträgt in der CH 2,5 km...

      Versuchs nochmal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baguette 14.08.2020 09:04
    Highlight Highlight Sicher erklären sich jetzt ganz viele vertrauensvoll als potentielle Organspender. Ironie off. Wenn nicht einmal die Schweiz die Organspende und Humanzellenforschung in festem Griff hat, was passiert wohl in anderen Ländern?
  • c_meier 14.08.2020 09:03
    Highlight Highlight irgendwie geht es bei den Ärzten in Unis usw nur noch darum abzukassieren mit 2 x 100% Tätigkeit mit Privatklinik wo man noch mehr abrechnen kann usw...
    • Lami23 14.08.2020 09:13
      Highlight Highlight Es gibt solche bei denen es darum geht. Das ist und bleibt ein kleiner Prozentteil, das darf man nicht vergessen, wenn man eine ganze Berufsgruppe denunziert.
    • Gorgol 14.08.2020 09:15
      Highlight Highlight So erschreckend die Aufgedeckten Fälle sind, so undifferenziert ist ihre Aussage. Wie in jedem Wirtschaftszweig gibt es in der Ärzteschaft (vor allem in der Chefetage) Leute die ihren Posten nicht verdient haben (und dann auch noch von anderen gedeckt werden. Gibt da so ein Sprichwort mit Krähen und Augen). Sie werfen hier diese Subjekte in einen Topf mit den tausenden Menschen, die sich täglich für Ihre und meine Gesundheit aufopfern...
  • Nik G. 14.08.2020 08:51
    Highlight Highlight Sorry es ist verboten aber nicht strafbar?! Du darfst den Keks nicht essen es ist verboten. Was passiert wen ich es mache? Nichts. Was macht dann das Kind?! Es zeigt was in der Medizin oder im Spital fast standart ist. Es gibt keine Konsequenzen.
  • Kreasty 14.08.2020 08:35
    Highlight Highlight Wenn ich sowas lese und es so stimmt, dann könnte ich Kotzen.
    Mit Steuergeldern bezahlt, Verboten aber nicht Strafbar und noch ohne irgendwas davon gekommen, um dann noch seinen Job behalten können. Was ein Leben!

    Nen normaler Bürger zu sein und für alles Rechenschaft ablegen zu müssen und andere machen was sie wollen, in der Politik müssen man sein, wa Herr Amthor :)?

    Könnten aber hier jetzt nicht (falls nachvollziehbar) die Angehörigen der Organspender klagen?
  • Ich mein ja nur 14.08.2020 08:23
    Highlight Highlight An der Uni Zürich hat ein Professor eine Gefälligkeitsstudie für die Tabakindustrie verfasst, die diese für politische Ziele bestellt und bezahlt hatte. Dieser gekaufte Professor ist wahrscheinlich auch noch immer an derselben Uni.
    Und dann jammern die Wissenschaftler, wenn man ihnen nicht mehr traut... 🤷‍♂️
  • Töfflifahrer 14.08.2020 07:55
    Highlight Highlight Spital, Justiz und die welschen Medien spannen zusammen und sorgen dafür, dass so was unter den Teppich gekehrt wird. Wow, da bleibt einem doch die Spucke weg!
  • N. Y. P. 14.08.2020 07:53
    Highlight Highlight Der höchste Strafverfolger Genfs liess illegales Verhalten von Thierry Berney verjähren.

    Das hat System in unserem Land.

    Der höchste Strafverfolger der Schweiz liess illegales Verhalten der FIFA verjähren. Obwohl 100% wasserdichte Beweise auf dem Tisch lagen.

    Die Mächtigen und Einflussreichen oder deren Firmen stehen bei uns ausserhalb des Gesetzes.
  • Hoodoo 14.08.2020 07:46
    Highlight Highlight Und was hat die Inselzellen-Forschung bis jetzt gebracht?
    Was würden wir heute über Anatomie wissen, wenn sich alle an das kirchliche Sezierverbot gehalten hätten.

    Natürlich ist das Vorgehen ethisch und juristisch grenzwertig und insbesondere die Finanzkontrolle sehr unsauber.

    Aber im Artikel fehlt mir neben all dem Beklagen der Verfehlungen eine Würdigung der Forschungsergebnisse.
    • Nate Smith 14.08.2020 11:19
      Highlight Highlight sehe es genau gleich. Viel Lärm um wenig. Diabetes ist ein riesen Problem. Man würde besser mal diskutieren, wieso so viele hier ihre Organe lieber in einen Ofen schmeissen als damit anderen Menschen durch Spende oder Forschung zu helfen. Von der Spitzenmedizin profitieren will dann trotzdem jeder.
    • N. Y. P. 14.08.2020 11:39
      Highlight Highlight @Hoodoo

      Du sprichst von:

      Der Zweck heiligt die Mittel

      Kein Wunder, kommt man mit den Spenderausweisen auf keinen grünen Zweig, wenn solche Typen die ganze Zunft in Verruf bringen.

      Der gehört abgeurteilt und für ein paar Monate ins Gefängnis. Auch die Berechtigung sollte eingezogen werden. Richtig, ein Exempel müsste hier stationiert werden.
    • genauleser 14.08.2020 14:01
      Highlight Highlight Nate - genau solche Fälle führen dazu, dass Menschen ihre Organe nicht spenden.
      Aus einem anderen Eck kann ich berichten, dass Patienten eine recht hohe Bereitschaft zum Teilen von Daten und Biomaterial zeigen, wenn ihnen der Forschungszweck gut erklärt wird, und die Einhaltung von ethischen und rechtlichen Prinzipien überzeugend sind (Onkologie).
  • Jonas der doofe 14.08.2020 07:40
    Highlight Highlight Da sind so viele Dinge falsch!
    Da wurde mit krimineller Energie in einem ethisch heiklen Feld grobe Verfehlungen begangen. Und dem Spital ists egal, keinee Rüge, kein garnichts. Noch nichtmal zurückbezahlen von 260'000, mit einer super Begründung. Aber wehe, ich bezahle meine Steuern zu spät....
  • Trouble 14.08.2020 07:20
    Highlight Highlight Was zum Teufel!? Ich frage mich, ob das überall ein bisschen so läuft.
  • Hitsch 14.08.2020 07:19
    Highlight Highlight Ich bin sprachlos....
  • Wellenrit 14.08.2020 07:16
    Highlight Highlight Es sollte ein gesetz geben das automatisch eine strafanzeige gegen Staatsanwälte erlässt wenn sie fälle verjähren lassen. Ein unding mich würde seine begründung interessieren!!!
  • Der Rückbauer 14.08.2020 07:16
    Highlight Highlight Wenn dann die gleiche Gier bei den Aerzten wie bei den Bänklern um sich greift, dann wirds echt gefährlich. Dann gehts nicht nur ums eigene Geld, sondern ums eigene Leben.
  • benn 14.08.2020 07:08
    Highlight Highlight Durch und durch korrupt die ganze Bande, vom Spital bis zum Staatsanwalt!
  • no-Name 14.08.2020 07:04
    Highlight Highlight Noch vor wenigen jahren wurde ich hier bei Watson von anderen Usern aufgefordert mir einen Aluhut zu kaufen und zu Impfgegnern in eine Ecke gestellt.

    Weil ich äusserte Organtransplantation biete zu viel Potential für amoralische Handlungen.

    Ich will nicht wissen was in anderen Ländern mehr Korruption passiert...
    • Lami23 14.08.2020 11:09
      Highlight Highlight Ich denke, im Organspendeprozess selber, also von der Entnahme bis zum Spende, läuft es auch sauber. Hier geht es ja um Organe, die entnommen werden durften, allerdings nicht geeignet waren und dann für einen anderen Zweck verwendet wurden, ohne, dass dies nochmals erlaubt wurde. (Was ich schlimm finde).
    • Baba 14.08.2020 12:26
      Highlight Highlight @Lami23: was genau ist daran so schlimm, dass Organe zur Forschung verwendet wurden, weil sie zur Transplantation nicht geeignet waren? Entnommen ist entnommen - wäre im Spitalmüll entsorgt denn besser? Wären die Organe für irgendwelche okkulten Riten missbraucht worden, ja, DAS wäre schlimm! Aber es geht um Forschung, die die Medizin (und 99% aller, die hier schimpfen würden im eigenen Fall auf unsere Spitzenmedizin zurückgreifen) weiterbringt.

      Das Handling der Finanzen ist ein anderes Thema, das ist mMn Korruption in Reinkultur - hat aber im Kt. Genf offenbar System, siehe SR Maudet.
    • Baba 14.08.2020 12:36
      Highlight Highlight @Lami23
      Ich bin mir übrigens bewusst, dass der Arzt die Angehörigen hätte um Erlaubnis fragen müssen - und dennoch finde ich die ungefragte Verwendung eines Organs für die Forschung (wenn jemand grundsätzlich Spender ist) nicht "schlimm".

      Letztendlich tut's niemandem weh, kann zudem viel mehr Menschen helfen als eine Tramsplantation, wo die Hilfe nur jeweils einem Menschen zugute kommt.

      2/2
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  • NikolaiZH 14.08.2020 06:54
    Highlight Highlight Es sieht eher nach Krieg unter den Profsgruppierungen aus - die einen greifen mit Dreck an und die anderen stehen stillschweigend hinter einem

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