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Russland dementiert Gerücht über Milliarden-Zahlung an Griechenland 

19.04.2015, 04:33

Russland hat einen Medienbericht dementiert, wonach Griechenland schon bald mit einer Milliarden-Zahlung aus Moskau rechnen kann. Es gebe keine solche Vereinbarung zwischen beiden Ländern, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag im Radio.

Russland habe keine finanzielle Hilfen zugesagt, weil niemand darum gebeten habe. «Spiegel Online» hatte zuvor berichtet, voraussichtlich am Dienstag würden Russland und Griechenland ein Energieabkommen unterzeichnen, das Athen kurzfristig bis zu fünf Milliarden Euro einbringen könnte.

Alexis Tsipras und sein Griechenland haben riesige Geldsorgen. Hilft Vladimir Putin?
Alexis Tsipras und sein Griechenland haben riesige Geldsorgen. Hilft Vladimir Putin?Bild: EPA/AP POOL

Das Geld solle als Vorauszahlung für die neue Pipeline Turkish Stream fliessen, die russisches Gas über die Türkei und Griechenland nach Europa bringen soll, hiess es unter Berufung auf einen Beamten der Regierungspartei SYRIZA. Die drei bis fünf Milliarden Euro sollen Spiegel Online zufolge eine Vorauszahlung auf zukünftige Gewinne sein, die Griechenland durch die Transitgebühren einnehmen könne.

Bessere Zusammenarbeit vereinbart

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras war vor knapp zwei Wochen in Moskau. Dabei hatte er den Angaben zufolge keine direkten Hilfszusagen erhalten. Der russische Präsident Wladimir Putin und er hatten aber angekündigt, dass beide Länder ihre Wirtschaftskontakte verstärken wollen und eine Zusammenarbeit bei Turkish Stream anstreben. 

Russland plant nach dem Stopp des Gaspipeline-Projekts South Stream durch Bulgarien im Januar eine neue Verbindung durch die Türkei, die 2019 in Betrieb gehen soll. Damit auch die EU darüber versorgt werden könnte, müsste ein Anschluss durch Griechenland gebaut werden.

Griechenland braucht dringend Geld, auch zur Begleichung von Verpflichtungen gegenüber seinen internationalen Gläubigern. Wann die Kassen leer sind, ist öffentlich nicht bekannt.

Am Wochenende sollten Experten der Regierung und Vertreter der Gläubiger EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) beraten. (feb/sda/apa/reu)

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