
Eine Kämpferin leistet den Eid auf die ukrainische Armee.
Bild: VALENTYN OGIRENKO/REUTERS
Ringen nach einer Lösung
Im Ukraine-Konflikt werfen die ukrainische Armee wie auch die Separatisten der Gegenseite eine Fortsetzung der Kämpfe vor.
24.06.2014, 12:2024.06.2014, 15:32
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Die prorussischen Separatisten hatten sich am Montag einer Feuerpause der ukrainischen Regierung angeschlossen. Die bis Freitag dauernde Waffenruhe soll zum Dialog genutzt werden. Jetzt werfen die Regierungskräfte den Separatisten den Beschuss von Strassenposten bei Slawjansk vor. Dabei sei aber niemand verletzt worden, sagte Armeesprecher Wladislaw Selesnjow am Dienstag.
Die Aufständischen beschuldigten ihrerseits das Militär, Stellungen der «Volkswehr» bei Lugansk unter Feuer genommen zu haben. Es habe einen Toten und einen Verletzten gegeben.

Angehörige verabschieden ukrainische Soldaten, die in das Krisengebiet verlegt werden.
Bild: ROMAN PILIPEY/EPA/KEYSTONE
Die Feuerpause gilt als zentrales Element eines 15 Punkte umfassenden Friedensplans des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Sie soll den moskautreuen Aufständischen Zeit geben, ihre Waffen niederzulegen.
Putin lässt Zustimmung für Militäreinsatz in der Ukraine aufheben
Kremlchef Wladimir Putin hat den Föderationsrat in Moskau aufgefordert, die Billigung eines möglichen Einsatzes der Armee in der Ukraine ausser Kraft zu setzen. Der Schritt solle die Lage im krisengeschüttelten Nachbarland weiter entspannen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.
Das Oberhaus des Parlaments hatte Putin am 1. März 2014 die Vollmacht zu einer Intervention erteilt - um Blutvergiessen zu verhindern, wie es hiess. Die russische Militärdoktrin erlaubt den Einsatz der Streitkräfte im Ausland zum Schutz eigener Bürger. (sda/dpa)
Gespräche mit Schweizer Diplomatin
Russlands Vizeaussenminister Grigori Karassin rief die Führung in Kiew zu weiteren Gesprächen mit den militanten Gruppen im Osten auf. Die von beiden Seiten ausgerufene Feuerpause sei ein «vielversprechender Anfang», sagte der Diplomat der Agentur Interfax zufolge in Moskau.
Im Ringen um Frieden für die Ostukraine traf der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier am Morgen in Kiew Regierungschef Arseni Jazenjuk. Zuvor hatte er in der ukrainischen Hauptstadt mit der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini gesprochen.
Mit einem Mandat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte Tagliavini an den Gesprächen mit den Aufständischen am Montag in Donezk teilgenommen. Dabei verständigten sich beide Seiten auch auf die Freilassung von Geiseln. In der krisengeschüttelten Region werden seit fast einem Monat zwei Beobachterteams der OSZE vermutlich von Separatisten festgehalten. (whr/sda/dpa)
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