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Drohnen aus der Ukraine: Putin räumt öffentlich Rückschläge ein

epa13033147 Russian President Vladimir Putin attends a meeting with participants in Russia's military operation in Ukraine as part of the Russia Day celebrations at the Kremlin in Moscow, Russia, ...
Wladimir Putin: Der Kremlchef muss der russischen Bevölkerung die ukrainischen Angriffe erklären.Bild: keystone

Drohnen aus der Ukraine: Putin räumt öffentlich Rückschläge ein

Ukrainische Luftangriffe treffen regelmässig russisches Gebiet abseits der Front. Für Putin ein nicht mehr zu verbergendes Problem, auf das er reagieren muss.
13.06.2026, 22:0413.06.2026, 22:06
Charlotta Siemer / t-online
Ein Artikel von
t-online

Russlands Präsident Wladimir Putin hat anlässlich des Russland-Tags öffentlich einige Rückschläge des russischen Militärs eingeräumt. Er ging allerdings nicht auf das volle Ausmass der militärischen Herausforderungen Russlands ein, erklärt das «Institute for the Study of War» (ISW). Insbesondere die Herausforderungen durch ukrainische Drohnen soll der Kremlchef bei einem Gespräch mit russischen Soldaten betont haben.

«Wir sind uns der Probleme, die Drohnen für uns verursachen, vollkommen bewusst», zitiert die «Kyiv Post» Putin. «Ich weiss, was es in manchen Fällen bedeutet, den Kopf zu heben, wenn diese Drohnen wie Fliegen da hängen.» Demnach betonte er, dass Kommandeure ihm jeden Tag davon berichten. Er behauptete laut «ISW», die ukrainischen Drohnenangriffe seien ein Versuch, Zwietracht in der russischen Gesellschaft zu säen und wirtschaftlichen Schaden anzurichten.

Bereits eine Woche zuvor räumte Putin während eines Treffens mit Journalisten am Rande des Wirtschaftsforums in St.Petersburg Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe ein. «Leider gelingt es einigen von ihnen, durchzubrechen», sagte er laut der Nachrichtenagentur AP. Und fügte hinzu, Russland verfüge über ein Luftverteidigungssystem. «Wir müssen es verbessern und stärken und das werden wir auch tun.»

Putins plötzliche Bereitschaft, öffentlich über die Drohnenangriffe zu sprechen, ist kein Zufall. Die ukrainischen Drohnen sind kein geheimes Problem mehr, das der russischen Öffentlichkeit verborgen bleibt. Sie treffen Ziele weit im Inneren Russlands, setzen regelmässig Ölraffinerien in Brand und greifen weitere industrielle Ziele an. In sozialen Netzwerken finden sich nach ukrainischen Angriffen Videos von Russen, die neben Wut, Angst und Zweifeln auch Unverständnis ausdrücken.

Putin geht nicht auf Gebietsverluste ein

Russlands Beteuerungen folgen laut «Kyiv Post» einem Muster: Nach den Eingeständnissen, dass die ukrainischen Drohnen ein Problem darstellen und die Ukraine sich schnell an den Kriegsverlauf anpasst, folge immer direkt, dass Russland über neue Technologien und genügend Waffen verfüge. Die einzige Frage sei, die effektivsten auszuwählen und sie schneller an die Front zu bringen. Bei Putins öffentlichen Eingeständnissen geht es also hauptsächlich darum, die russische Bevölkerung davon zu überzeugen, dass eine Lösung existiert. Und so geht Putin auch nicht auf den russischen Netto-Gebietsverlust der vergangenen zwei Monate ein.

Seit dem Frühjahr 2026 überzieht die Ukraine Russland regelmässig mit Drohnenangriffen, die gegen Energieinfrastruktur und militärische Aufrüstung gerichtet sind. Selbst in Orten hunderte Kilometer hinter der ukrainischen Grenze kann sie Treffer vermelden. Die russische Luftverteidigung scheint darauf aktuell nicht ausgerichtet zu sein.

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Radio Eriwan - mit Echtheitszertifikat
13.06.2026 22:43registriert November 2020
"Und so geht Putin auch nicht auf den russischen Netto-Gebietsverlust der vergangenen zwei Monate ein."

Wie auch, es ist nachwievor ukrainisches Territorium, aus dem Vladis Angriffstrupps nun vertrieben werden.
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Rannen
13.06.2026 22:16registriert Januar 2018
Putins Operation im Krieg mit der Ukraine geht in die Hosen. Natürlich wird alles schön geredet und nur das wo man nicht mehr Verleugnen kann wird zu gegeben.
Die Frage ist nur wie lange der Kriegsverbrecher noch überleben kann
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HugiHans
13.06.2026 22:22registriert Juli 2018
Wenn es nur die Drohnen wären …. mit Drohnen alleine lassen sich Erfolge der Ukrainer nur zum Teil erklären. Der Unterschied macht das gemeinsame, vernetzte Agieren aller Waffengattungen, dass die Ukrainer mit ihren vohandenen Mitteln immer effektiver macht.

Russland kann das nicht, und die schiere materielle Überlegenheit scheint ebenfalls verpufft zu sein …
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21
Geheime Milliarden-Ausgaben treiben Putins Militärbudget in Rekordhöhe
Eigentlich wollte Putin in diesem Jahr bei den Militärausgaben sparen, doch das Gegenteil ist offenbar der Fall. Berechnungen legen nahe, dass die Zahlen rasant ansteigen.
Im ersten Quartal 2026 haben die Militärausgaben Russlands mit 5,9 Billionen Rubel (etwa 65,1 Milliarden Schweizer Franken) einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus auf Daten des Finanzministeriums beruhenden Berechnungen von Janis Kluge, Wissenschaftler der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), hervor. Demnach betrugen die Militärausgaben im ersten Quartal 2025 mit 4,5 Billionen Rubel (etwa 49,7 Mia. CHF) 30 Prozent weniger als im ersten Quartal dieses Jahres. Die Gesamtausgaben für das erste Quartal lagen bei 12,8 Billionen Rubel (141,2 Mia. CHF), 46 Prozent der Gesamtausgaben wurden also für den militärischen Bereich verwendet.
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