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Belgiens Joker Fellaini und Mertens haben die Partie gegen Algerien gedreht.Bild: Reuters
Bumm, bumm, bumm

Sie stechen und stechen und stechen – die grosse Torshow der WM-Joker nimmt kein Ende

Ist es Zufall oder doch das glückliche Händchen der Trainer? Nach einem Viertel der WM haben sich bereits zehn Einwechselspieler in die Torschützenliste eingetragen. Die Bilanz der Joker toppt alle WM-Werte der letzten Jahre.
18.06.2014, 09:1318.06.2014, 11:25
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Was für ein Offensivspektakel! Nach der ersten Tranche der Gruppenspiele zeichnet sich in Brasilien eine der torreichsten Weltmeisterschaften aller Zeiten ab. 49 Mal landete der Ball während der ersten 17 Partien im Netz. 49 Mal grenzenloser Jubel bei der einen und lange Gesichter bei der anderen Mannschaft.

Auffällig ist die Zahl der Volltreffer vor allem im Vergleich zur WM 2010. Beim gähnenden Auftakt in Südafrika waren zum gleichen Zeitpunkt im Turnier erst 28 Tore gefallen. 

Eines von zehn Jokertoren: Die Schweiz bejubelt das späte 2:1 von Haris Seferovic gegen EcuadorBild: Reuters

So feiert die Welt Seferovics Joker-Tor

Joker stechen und stechen

Einen grossen Anteil an der Torschwemme in Brasilien dürfen die Joker für sich reklamieren. Nicht nur Ottmar Hitzfeld hat mit der Einwechslung von Admir Mehmedi und Haris Seferovic gegen Ecuador ein feines Näschen bewiesen – auch seine Trainerkollegen liegen immer wieder goldrichtig. Die eindrückliche Zwischenbilanz nach einem Viertel des Turniers: Zehn Jokertore. «Mit einer guten Bank gewinnst du Spiele.» Diese alte Weisheit trifft in Brasilien so gut zu, wie lange nicht mehr.

Joker-Tore in Brasilien
Oribe Peralta (Mex): 1:0 vs Kamerun
Jean Beausejour (Chi): 3:1 vs Australien
Marcos Ureña (Cos): 3:1 vs Uruguay
Admir Mehmedi (Sui): 1:1 vs Ecuador
Haris Seferovic (Sui): 2:1 vs Ecuador
Vedad Ibisevic (Bos) 1:2 vs Argentinien
John Brooks (Usa) 2:1 vs Ghana
Marouane Fellaini (Bel) 1:1 vs Algerien
Dries Mertens (Bel) 2:1 vs Algerien
Keun-Ho Lee (Süd) 1:0 vs Russland

Bilanz ist noch besser als 2006

Auch anteilsmässig ist der Leistungsausweis der Joker in Brasilien beeindruckend: Jeder fünfte Treffer wurde von einem eingewechselten Reservespieler, eine Quote von sagenhaften 20,4 Prozent. Bei der WM 2010 waren es zum gleichen Zeitpunkt 3,5 Prozent, 2002 4,2 Prozent. Nur bei der Endrunde in Deutschland waren die Joker zum Start mit 17,7 Prozent insgesamt ähnlich erfolgreich – vor allem dank drei australischer Last-Minute-Treffer beim 3:1 gegen Japan durch Tim Cahill (1:1 und 2:1) und John Aloisi (3:1)

Joker-Tore nach 17 von 64 Partien
2014, Brasilien: 10 von 49 (20,4%)
2010, Südafrika: 1 von 28 (3,5%)
2006, Deutschland: 8 von 45 (17,7%)
2002, Japan/Südkorea: 2 von 48 (4,16%)

Joker werden ist nicht schwer, Joker sein hingegen sehr

Natürlich wird die Position des Jokers noch viel unbefriedigender, wenn es einem Spieler so richtig läuft. Haris Seferovic sagt nach seinem Siegtor gegen Ecuador klipp und klar: «Der Trainer kennt meine Qualitäten und ich bin dankbar, dass er mir das Vertrauen schenkt. Aber ich will natürlich mehr spielen und ich sage nicht: ‹15 Minuten reichen mir›.»

Es ist davon auszugehen, dass Ottmar Hitzfeld den Exploit des San-Sebastian-Söldners gegen Frankreich mit etwas mehr Einsatzzeit honorieren wird. Bis zur Startformation ist es für den 22-Jährigen aber noch ein weiter Weg. Solange Josip Drmic fit ist, dürfte es nicht so bald dazu kommen. Die Schweizer Fans würden sich aber auch gerne über weitere Jokertore freuen.

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