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Uli Hoeness tritt als Bayern-Präsident zurück. ap

Der rote Kopf tritt ab – diese 11 Ausraster von Uli Hoeness werden wir nie vergessen



Heute zieht sich Uli Hoeness bei Bayern München zurück – zumindest von seinen Ämtern. Der 67-Jährige hinterlässt einen finanziell und sportlich ausserordentlich erfolgreichen Klub, den er entscheidend geformt hat.

In Erinnerung bleibt Uli Hoeness aber auch als Mann mit rotem Kopf, der gegen alles und jeden austeilte, wenn er Bedarf dazu sah. Das sind seine schönsten Ausraster und Standpauken.

vs. Christoph Daum

Die erste grosse Fehde von Uli Hoeness. Und wohl auch seine bekannteste. Weil sich der damalige Köln-Trainer Christoph Daum abschätzig über Bayern-Trainer Jupp Heynckes äusserte, liest ihm Hoeness die Leviten.

«Du überschätzt dich masslos. Das ist ein Ball über dir, kein Heiligenschein.»

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Die komplette Sendung, die bis heute Kult ist. Video: YouTube/ZDFsport

vs. Medien Vol. 1

Uli Hoeness geht es ordentlich auf den Senkel, dass der blutjunge Toni Kroos nach einem starken Spiel vom Journalisten zum Matchwinner gemacht wird.

«Ja ok, den Freistoss. Aber den würden wir beide auch noch schaffen, oder?!»

Hoeness gegen die Fans

Der Klassiker. Hoeness' Wutrede an der Generalversammlung gegen die verwöhnten Bayern-Fans.

«Eure scheiss Stimmung. Da seid ihr doch dafür verantwortlich und nicht wir!»

vs. Medien Vol. 2

Oft musste sich Uli Hoeness über die doofen Fragen der Journalisten nerven. Einmal regte er sich dermassen über die «total bescheuerten» Fragen auf, dass er selbst etwas durcheinander geriet.

«Hört endlich mal auf, in jeder Suppe ein Salz zu finden.»

vs. ter Stegen

Die Diskussion, ob Barcelona-Keeper Marc-André ter Stegen den Bayern-Torhüter Manuel Neuer als Nummer 1 der deutschen Nationalelf ablösen soll, bringt Hoeness so richtig in Rage.

«Da gibt es gar keine Diskussion für irgendjemanden auf der Welt, daran zu zweifeln, dass Manuel Neuer bei Deutschland im Tor steht.»

vs. Medien Vol. 3

Auch in seinen letzten Tagen als Präsident hat Uli Hoeness sein Feuer nicht verloren. Am Sonntag, einen Tag nach dem rauschenden 4:0-Sieg gegen Dortmund, griff er während der TV-Sendung «Doppelpass» kurzerhand zum Hörer und rief im Studio an, weil ihm die Kritik an Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic nicht passte.

«Grosse Teile der Runde äussern sich total despektierlich über Hasan Salihamidzic, speziell dieser Herr Fenske*, der ja gar keine Ahnung hat.»

*Marco Fenske ist Chefredakteur des Redaktionsnetzwerks Deutschland

vs. Matthäus

Lothar Matthäus äusserte sich immer mal wieder zu Bayern. Doch Uli Hoeness konnte mit dem Ex-Spieler nie etwas anfangen und sagte auch schon in aller Deutlichkeit («So lange ich und der Kalle Rummenigge etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion»), dass Matthäus kein Thema ist. Offenbar fühlt sich Hoeness bereits provoziert, wenn Matthäus nur schon über den FCB spricht.

«Lothar hat sich in den letzten Monaten sehr mit Frauen beschäftigt. Plötzlich diskutiert er über neue Spieler bei Bayern. Scheinbar hat er sein Jagdfeld etwas verändert.»

vs. Staatsanwaltschaft

Bevor Uli Hoeness selbst mit der Staatsanwaltschaft in Berührung kam, ärgerte er sich über deren Vorgehen im Fall Breno, der wegen des Verdachts auf Brandstiftung in Untersuchungshaft genommen wurde (der brasilianische Verteidiger wurde letztlich zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt).

«Es ist ein Wahnsinn, dass die Staatsanwaltschaft mit Ihnen spricht und nicht mit uns. Das ist der Witz, verstehen sie?!»

vs. Juan Bernat

Nach Kritik über den Abgang des Verteidigers Juan Bernat wehrt sich Hoeness, indem er den Medien erklärt, wie schlecht der Spanier tatsächlich war.

«Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden waren.»

vs. Jürgen Klinsmann

Die Zeit von Jürgen Klinsmann als Bayern-Trainer war nicht sonderlich erfolgreich. Da trat Hoeness später gerne noch nach.

«Wenn Klinsmann der Obama des deutschen Fussballs ist, dann bin ich Mutter Teresa. »

vs. Medien Vol. 4

Nach einem 0:2 zuhause gegen Arsenal qualifizierte sich Bayern nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel gerade noch für die Viertelfinals der Champions League. Gut zu sprechen war der Präsident aber nicht, weil Bayern «seit drei Wochen Dreck spielt».

«Ihr habt genau so wenig Ahnung wie die von der Abendzeitung.»

Bonus vs. Özil

Kein Video, aber auch ohne Bewegtbild können wir wunderbar nachvollziehen, wie sehr sich Uli Hoeness über die Personalie Mesut Özil echauffieren kann.

«Özil sollte sich hinterfragen, wann er den letzten Zweikampf gewonnen hat. Das ist Jahre her.»

Dass Uli Hoeness unglaublich viel für den FC Bayern geleistet und den Verein zu dem gemacht hat, was er heute ist, ist unbestritten. Wer also etwas tiefgründigeres als seine Ausraster sehen will, dem sei die ausführliche Doku des FC Bayern über das Leben des Uli Hoeness wärmstens empfohlen.

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Diese Brüder wurden Fussballprofis

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quelle: ap images for the football busin/ap images / fiona hanson
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