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Facebook sperrte zehntausende Apps nach Cambridge-Analytica-Skandal



epa07713904 (FILE) - A shadow of a person using smartphone is cast on wall at the Facebook pop-up store in Cologne, Germany, 16 November 2018 with text on glas window reading 'Meet facebook. You ask. We answer' (reissued 13 July 2019). According to reports, the US Federal Trade Commission (FTC) approved a five billion US dollars fine on Facebook in a vote. The fine shall settle an investigation into data privacy violations connected to consulting company Cambridge Analytica who had obtained private data of more than 50 million Facebook users.  EPA/SASCHA STEINBACH *** Local Caption *** 54964303

Bild: EPA

Facebook hat bei seinen Untersuchungen nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica zehntausende Apps gesperrt. Sie stammten von rund 400 Entwicklern, wie das Online-Netzwerk am Freitag mitteilte.

Von der «New York Times» enthüllte Zahlen aus einem Gerichtsverfahren in Boston zeigen zugleich, dass Facebook diese Apps überwiegend vorsorglich sperrte, ohne klären zu können, ob sie tatsächlich Nutzerdaten missbraucht haben.

Demnach wurden 69'000 Apps auf der Facebook-Plattform blockiert, davon der Grossteil, weil ihre Entwickler bei der Untersuchung des Online-Netzwerks nicht kooperieren wollten. Bei rund 10'000 prüft Facebook, ob Regeln zum Umgang mit Daten der Nutzer verletzt wurden.

Auch hier hat Facebook allerdings keine Gewissheit: 6000 Anwendungen gerieten in den Fokus, weil sie von vielen Nutzern installiert wurden. Bei 2000 habe Facebook vertieft die Entwickler überprüft und bei weiteren 2000 schaute sich das Online-Netzwerk an, ob sie zu viele Nutzerinformationen abgefragt hätten.

Facebook wollte Angaben zurückhalten

Die Zahlen wurden im Zuge einer Untersuchung Facebooks durch die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaats Massachusetts bekannt. Ein Gericht lehnte den Antrag von Facebook ab, sie unter Verschluss zu halten. Die Staatsanwälte würden auch gern wissen, wer die betroffenen App-Entwickler sind, Facebook hält die Informationen nach Angaben der Behörde aber zurück, schrieb die «New York Times».

23 Firmen-Logos, aber in ehrlich

Im Fall Cambridge Analytica, der Facebook im Frühjahr 2018 massiv unter Druck brachte, waren Daten von Facebook-Nutzern vom Entwickler einer Umfrage-App vor über fünf Jahren widerrechtlich an eine Datenanalysefirma weitergegeben worden. Facebook wusste mindestens seit 2016 davon, begnügte sich aber mit der Zusicherung, dass die Daten vernichtet worden seien und informierte die Nutzer nicht. Die Untersuchung des Falls durch die US-Aufsichtsbehörde FTC führte zu einer Strafe von fünf Milliarden Dollar für Facebook. (aeg/sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • IsChalt 22.09.2019 14:26
    Highlight Highlight Alles nur Augenwischerei.

    Die wissen genau welche Apps betroffen waren und welche nichr.

    Dieses ganze "Uns sind unsere Nutzer wichtig" und "wir wollen die sache Aufklären" getue ist einfach nur noch unglaubwürdig.

    Facebook macht Geld in dem sie Daten sammelt und verkauft. Fertig.
  • RicoH 21.09.2019 10:35
    Highlight Highlight Ich frage mich immer wieder, wie das amerikanische Rechtssystem funktioniert.

    Die Staatsanwälte würden gern wissen, wer die betroffenen App-Entwickler sind, Facebook hält die Informationen nach Angaben der Behörde aber zurück.

    Wie kann es sein, dass der Staatsanwaltschaft Einsicht in die Akten verweigert werden kann? Wenn Facebook darüber bestimmen kann, was sie der Staatsanwaltschaft übergeben will oder eben nicht, wirft das ein schräges Licht auf das Rechtssystem. Oder sehe ich das falsch?

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