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Nach Facebook-Datenskandal: Cambridge Analytica stellt Betrieb ein



Cambridge Analytica, die Firma im Mittelpunkt des aktuellen Datenskandals um Facebook, schliesst. Cambridge Analytica und die britische Dachgesellschaft SCL Group hätten Insolvenz beantragt und stellten den Betrieb ein, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Auslöser sei, dass Kunden abgesprungen seien und zugleich die Anwaltskosten im Zuge der Ermittlungen zum Datenskandal in die Höhe gingen, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen. Die Firma selbst sprach von einer «prekären finanziellen Lage».

Cambridge Analytica hatte von einem Cambridge-Professor Daten von Millionen Facebook-Nutzern erhalten, die er über eine Umfragen-App gesammelt hatte. Dabei hatten nur einige hunderttausend Nutzer an der Umfrage teilgenommen. Der Rest waren einige Informationen über ihre Facebook-Freunde, zu denen die App nach damaliger Funktionsweise des Online-Netzwerks auch Zugang hatte.

Cambridge Analytica: Der Skandal einfach erklärt

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Video: watson/Emily Engkent, Corsin Manser

«Vertrauensbruch»

Facebook machte diese Schnittstellen bereits 2014 dicht und betonte, dass die Weitergabe der Daten durch den Professor ein «Vertrauensbruch» gewesen sei. Dennoch stürzte der Fall auch Facebook in eine Krise und brachte das weltgrösste Online-Netzwerk unter anderem dazu, den Zugang von Software-Entwicklern zu Nutzerinformationen einzuschränken.

Cambridge Analytica beurlaubte im Zuge des Skandals den Firmenchef Alexander Nix, nachdem er vor der versteckten Kamera eines Journalisten mit Methoden wie Erpressung geprahlt hatte. Nix sagte später zu seiner Verteidigung, er habe nur bei der Unterhaltung mitgespielt.

Die Firma hatte im Wahlkampf für die US-Präsidentenwahl für das Team von Donald Trump gearbeitet, behauptet aber, dabei seien keine Daten von Facebook verwendet worden. Manager von Cambridge Analytica liessen aber immer wieder durchblicken, dass ihre Hilfe bei der gezielten Ansprache von Wählern im Internet zur Wahl Trumps zum US-Präsidenten beigetragen habe.

Am Mittwoch bekräftigte Cambridge Analytica, dass das Unternehmen im Rahmen der Gesetze gehandelt habe und die Vorwürfe falsch seien. Das habe auch eine unabhängig Untersuchung bestätigt.

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zsalizäme 02.05.2018 22:52
    Highlight Highlight War eigentlich logisch. Nur eine Frage der Zeit bis die selben Leute eine neue Firma gründen.

    Ach und jeder, der die Datenrichtlinien von Facebook mal durchgelesen hat, was ja theoretisch jeder Nutzer tun müsste, dürfte ab diesem Vorgehen eigentlich nicht überrascht sein. Fragwürdig ist es natürlich trotzdem. http://r
  • Töfflifahrer 02.05.2018 22:46
    Highlight Highlight Weiss man schon wie die neue Firma heissen wird?
    Wundert mich nicht, dass die zugemacht haben. Wird aber nicht lange gehen bis dieselben Leute dasselbe unter anderem Namen weiterbetreiben.
  • DunkelMunkel 02.05.2018 22:30
    Highlight Highlight Wer die Dokumentation gesehen hat, weiss dass Cambridge Analytica gar keine neue Firma gründen muss. Cambridge Analytica hatte jahrelang zig Parallelfirmen gegründet.
  • Filzstift 02.05.2018 22:22
    Highlight Highlight Ok, die müssen als Sündenbock schliessen und Facebook kommt fein raus, oder was?
  • whoozl 02.05.2018 21:11
    Highlight Highlight ...zumindest so lange bis es um den Skandal ruhiger geworden ist, und machen dann unter einem anderen Namen und etwas diskreter weiter, behaupte ich jetzt mal.
    Dafür ist die Geschäftsidee zu gewinnbringend, um sie einfach so aufzugeben. Und potentielle Kundschaft gibt es und wird es mit Sicherheit immer genug geben!
    • Normal 02.05.2018 22:03
      Highlight Highlight Wenn man es sauber und damit meine ich dreckig angeht, kann man auch sofort eine neue Firma gründen die das selbe macht. Sie sind ja nicht von einem guten Ruf abhängig, ganz im Gegenteil, ein Ruf als Manipulator ist Gewinnbringender. Wäre spannend zu sehen wo die führenden Leute von Cambridge Analytica in 6 Monaten arbeiten
  • Normal 02.05.2018 21:02
    Highlight Highlight Vermutlich wird die Firma geschlossen um Schadensersatzzahlungen zu umgehen. Und die gleichen Leute bilden kurz drauf eine neue Firma mit den gleichen Praktiken. Kommt ja nicht all zu selten vor.
    • Bullion 03.05.2018 16:28
      Highlight Highlight Ist genau genommen schon passiert ;)
  • Roland Ruckstuhl 02.05.2018 20:57
    Highlight Highlight Zum Glück! Sie haben auch Unruhe in Afrika verbreitet.
  • DonChaote 02.05.2018 20:41
    Highlight Highlight Und wie wird die nachfolgefirma heissen?
  • bean0007 02.05.2018 20:35
    Highlight Highlight So oft wie die Firma in den letzten Wochen in Kritik geraten ist, wundert es mich nicht dies zu hören. Der Ruf dieser Firma wurde massiv beschädigt.
    • Anam.Cara 03.05.2018 07:24
      Highlight Highlight Die Formulierung "... wurde massiv beschädigt" macht Cambridge Analytica irgendwie zum Opfer der Umstände. Das hast du doch bestimmt nicht so gemeint, oder?
      Dieser Skandal ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Wir können uns kaum vorstellen, was mit unseren Daten alles angestellt wird. Und Cambridge Analytica hat da aktiv mitgemischt.

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