Coronavirus
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Ein Mitarbeiter bearbeitet einen wichtigen Auftrag fuer den Eisenbahnsektor der Firma Tenconi, ein in der Metallverarbeitung taetiges Unternehmen, am Dienstag, 15. April 2020, in Airolo. Unter Einhaltung der Hygienemassnahmen und der Social Distancing-Regeln wird der Betrieb in Tessiner Industriebetrieben schrittweise wieder aufgenommen. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Die Schweizer Industrie konnte im Lockdown weiter arbeiten, unter Einhaltung von Schutzmassnahmen. Bild: TI-PRESS

Coronakrise trifft die Industrie hart: Es drohen Massenentlassungen

Der Corona-Lockdown und die weltweite Wirtschaftskrise sind ein Schlag für die Schweizer Industrie. Viele Firmen setzen ihre Belegschaft auf Kurzarbeit, doch dabei dürfte es nicht bleiben.



Der Maschinenbauer Mikron baut ab. In Agno im Tessin wird der Personalbestand um 60 Vollzeitstellen reduziert. Dies führe zu 47 Entlassungen und tieferen Arbeitspensen bei 57 Mitarbeitenden, teilte das Bieler Unternehmen am Mittwoch mit. Auch in Deutschland werden Stellen gestrichen. Den Standort Berlin gibt Mikron ganz auf.

Als Grund nennt das Unternehmen den «massiven Nachfrageeinbruch» in der Autoindustrie, der «durch die Covid-19-Pandemie noch verschärft wurde». Damit rückt ein Wirtschaftszweig ins Blickfeld, der in der Krise manchmal übersehen wird: Die Schweizer Industrie war nur im Tessin zeitweise vom Lockdown betroffen, muss sich aber wegen ihrer Exportabhängigkeit auf harte Zeiten einstellen.

ZUR PRODUKTION VON MIKRON MACHINING UND MIKRON TOOL IN AGNO STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- An employee works on a machine at the Mikron Machining production site of the Mikron Group in Agno, Canton of Ticino, Switzerland, on January 24, 2019. The engineering company Mikron Group develops, produces and markets automation solutions as Mikron Automation in Boudry, Canton of Neuchatel, as well as machining systems as Mikron Machining and cutting tools, as Mikron Tool, in Agno, besides various production sites abroad. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Am Standort Agno baut Mikron 60 Stellen ab. Bild: KEYSTONE

Die Aufträge sind bei vielen Firmen eingebrochen, nicht nur den Zulieferern der Autoindustrie. Der Maschinenbau leidet laut NZZ ebenfalls unter der schwachen Nachfrage. Das liege auch an Branchen, die bis vor kurzem boomten, wie Flugzeugbau und Medizinaltechnik. Der Basler Zahnimplantatehersteller Straumann etwa will weltweit 660 Stellen streichen.

6 Prozent der Stellen in Gefahr

Beim Branchenverband Swissmem rechnet man mit Massenentlassungen. Präsident Hans Hess verwies in der NZZ darauf, dass nach der Finanzkrise 2008 über 20'000 Jobs verloren gegangen seien. Nun könnte der Branche in den nächsten Jahren ein vergleichbarer Abbau bevorstehen. Damit sind sechs Prozent aller Stellen in Gefahr.

Anfang März hatte Hess noch erklärt, dass es im Industriesektor nicht zu einem grossen Stellenabbau kommen werde. Die Kurzarbeit werde wohl genügen, um ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen. Nun geht Swissmem davon aus, dass die Industrie die Folgen der Pandemie erst im zweiten und dritten Quartal richtig zu spüren bekommt.

Bei den kleinen und mittleren Betrieben hat sich das Geschäftsklima wegen der Coronakrise ebenfalls verschlechtert. Laut dem aktuellen Wirtschaftsbarometer des KMU-Verbands Swissmechanic haben 67 Prozent der Firmen Kurzarbeit und 34 Prozent einen staatlichen Überbrückungskredit beantragt. Entlassungen hätten bereits 16 Prozent ausgesprochen.

epa04698246 A woman wears Apple's new watch during a preview day at the Apple Store in Covent Garden in London, Britain, 10 April 2015. Apple's latest offering went on display on 10 April in stores. Apple started to take pre-orders online for the Apple Watch which will go on sale from 24 April 2015.  EPA/ANDREW COWIE

Die Uhrenindustrie verzeichnet starke Einbrüche und leidet unter der Konkurrenz der Apple Watch. Bild: EPA/EPA

Dabei wird es kaum bleiben, denn die Branche befinde sich «im Würgegriff» der Coronakrise, heisst es im Wirtschaftsbarometer. Zusätzlich litten die KMU darunter, dass ihre Kunden die Rechnungen teilweise verspätet bezahlen, wie Swissmechanic mitteilte. Die Branche hat in den letzten Jahren einige Krisen durchgemacht, etwa nach dem «Frankenschock» 2015.

23 Prozent weniger Uhren exportiert

Schwierig sieht es schliesslich auch für die Uhrenindustrie aus. Die Exporte gingen von Januar bis März um nicht weniger als 23 Prozent zurück, und da war die Krise primär im wichtigen Absatzmarkt Fernost spürbar. Den Jurabogen, wo viele Uhrenfirmen ansässig sind, wird die Krise laut einer UBS-Studie denn auch besonders stark treffen.

Ein weiterer Trend setzt der Uhrenbranche zu: Der Erfolg der Smartwatch. So hat allein die Apple Watch 2019 einen geschätzten Umsatz von 11,7 Milliarden erzielt, deutlich mehr als die Swatch Group. Noch immer aber glaubten viele in der Schweiz, Smartwatches seien keine wirkliche Konkurrenz für mechanische Uhren, kritisiert die «Handelszeitung».

Hoffen auf Aufholeffekte

Das erinnert an frühere Versäumnisse der Uhrenbranche. Überhaupt lebt die Schweizer Industrie derzeit stark vom Prinzip Hoffnung, etwa dass die Pandemie im Sommer nachhaltig unter Kontrolle gebracht wird. In diesem Fall sei 2021 und 2022 «mit überaus starken Aufholeffekten zu rechnen», so das Wirtschaftsbarometer von Swissmechanic.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hingegen geht davon aus, dass sich die Weltwirtschaft nur schleppend erholen wird. Falls weitere starke Pandemiewellen ausblieben, könne sich 2021 die «langsame Wiederbelebung» der Schweizer Wirtschaft fortsetzen, hiess es in der Ende April veröffentlichen Konjunkturprognose des Seco.

Am Dienstag will Swissmem die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage bei den Verbandsmitgliedern veröffentlichen. Dann will der Verband auch politische Forderungen stellen. Dazu dürfte die von Wirtschaftsminister Guy Parmelin beantragte Aufhebung der Industriezölle gehören, über die das Parlament im Juni beraten wird.

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  • Grötzu 23.05.2020 18:21
    Highlight Highlight Die Wirtschaft kränkelt bereits seit Sommer 2019. Mit Corona hat sich nur die Geschwindigkeit enorm gesteigert.
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  • Selbstverantwortin 23.05.2020 17:14
    Highlight Highlight Nur zur Klarstellung: das alles liegt nicht an Corona. Es ist seit 2. Aprilwoche bekannt, dass die Infektionsrate vor Lockdown unter 1 ging.
    Es liegt an den Corona-Massnahmen. Aber Kritik daran wurde hier ja richtig angefeindet. Jetzt sollen sich Befürworter nicht über Arbeitslosigkeit beklagen. Die Folgen waren bekannt und wurden befürwortet.
    • Heavens 23.05.2020 18:36
      Highlight Highlight Nur zur Klarstellung, im Artikel geht es vorallem um Swissmem/Swissmechanic Betriebe, die produzieren Industrieprodukte und verkaufen kein Bier oder betreiben Campingplätze.
      Meine Freundin und ich arbeiten beide in solchen (KMU mit 10 und 300 Mitarbeitern) und die sind beide von Kurzarbeit betroffen, hat aber überhaupt nichts mit dem Lockdown zu tun sondern mit fehlender Nachfrage, vorallem aus dem Ausland.
      Das liegt auch nicht an den Restriktionen dort, sondern dass Kunden in einer Krise halt zögern bevor sie ein Produkt wie einen Bagger oder Traktor kaufen.
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  • Selbstverantwortin 23.05.2020 17:06
    Highlight Highlight Aber wenn man hier seit Mitte April darauf hinwies, dass der Lockdown massive Auswirkungen hat, wurde man angefeindet, obwohl bereits dort bekannt war, dass die Infektionsrate vor dem Lockdown unter 1 ging.
    Jetzt sollen sich Befürworter nicht beklagen, wenn sie den Job verlieren.
    • frank frei 23.05.2020 17:48
      Highlight Highlight Man muss den gleichen Mist einfach dauernd wiederholen, dann werden die Leute dem früher oder später zustimmen. Ist das deine Logik Selbstverantwortin?
    • Kruk 23.05.2020 23:21
      Highlight Highlight Selbstverantworterin, das ist eine internationale Krise die Auswirkungen der schweizer Massnahmen sind relativ gering. es fehlt die Nachfrage im Ausland, die Industrie exportiert viel.

      Siehe andere Exportorientierte Länder mit weniger Massnahmen, der wortschaftliche Schaden ist genau gleich.
    • dan2016 24.05.2020 07:18
      Highlight Highlight Ja, wenn wir im April in die Restaurants hätten gehen können, hätten die Chinesen weiterhin in Hongkong Schweizer Uhren gekauft
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  • frank frei 23.05.2020 15:47
    Highlight Highlight Mit der sogenannten Corona-Krise hat das nur bedingt was zu tun. Viele Industriebetriebe werden jetzt die Gunst der Stunde ausnützen, um Personalkosten einzusparen und die Aktionäre bei der Stange zu halten. Die Gewerkschaften müssen jetzt ganz genau hinschauen.
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  • Notabik 23.05.2020 14:55
    Highlight Highlight Gibt es etwa Corona bedingte Wettbewerbs Verzerrungen in der Schweiz? Gerade eben hat Radio Central gemeldet, dass die Bergbahn Unterterzen- Flumserberg ihren Betrieb, wegen starkem Windes, vorübergehend einstellen musste. Ich dachte, Bergbahnen dürfen frühestens am 08.Juni den Betrieb wieder aufnehmen?
    • Aglaya 24.05.2020 01:21
      Highlight Highlight Bergbahnen mussten den Betrieb nur einstellen, wenn sie ausschliesslich touristischen Zwecken dienen. Die Bergbahnen, die auch Anwohner von und zu ihrem Wohnort befördern, durften durchgehenden betrieben werden.
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  • Rolf_N 23.05.2020 14:50
    Highlight Highlight Kapitalismus ist, wenn die Wirtschaft Kollabiert, weil die Leute für ein paar Wochen nur das Kaufen, was sie wirklich brauchen.
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  • quad 23.05.2020 14:00
    Highlight Highlight Da bezahlt man den McKinsley & Co. Millionen um anschliessend Massenentlassungen durchzuführen. Dabei sind doch gerade motivierte Mitarbeiter das höchste Gut einer Firma.
    Ungern streicht man dafür Bonis & Dividenden für die modernen Raubritter, 5 Sterne Übernachtungen vom Management, unsäglich teure oft nutzlose PR-/Werbekampagnen oder horrende Leasings für Luxusschlitten des Kaders.
    Ein bisschen weniger für mich und ein bisschen mehr für die anderen ist ein Spagat der gerade Grosskonzerne oft nicht mehr hinkriegen weil die Firmen nicht vom Inhaber aber von "Fremden" ge/vermanagt werden.
    • Pisti 23.05.2020 17:31
      Highlight Highlight Fairerweise muss man sagen dass sich Bonis aufs letze Geschäftsjahr beziehen, die kriegen wenn vertraglich geregelt alle Mitarbeiter. Bei uns im Betrieb zum Beispiel auch Handwerker. In grösseren Betrieben übrigens nicht ungewöhnlich dass auch gewöhnliche Mitarbeiter und untere Kader Bonis erhalten.
      Nächstes Jahr wird es interessant zu sehen, wer gross Bonis verteilt.
      Und beim Marketing wird sehr wohl gespart. Die grossen Medienhäuser zum Beispiel klagen ja auch über massiv weniger Werbeeinnahmen.
    • quad 23.05.2020 18:20
      Highlight Highlight Ja natürlich jetzt wollen die Firmen sparen, speziell was Kommunikation/Werbung betrifft...nur sollten sie jetzt genau das Gegenteil tun. Leider können das viele nicht mehr, weil man es in den "fetten" Jahren verpasst hat gewisse Dinge in Frage zu stellen und man die Knette nicht schnell genug verprasseln konnte ohne wirklich deren Wirkung zu messen. Die Unfähigkeit (zu)vieler Manager selbskritischer gegenüber sich selbst und dem momentanen Erfolg zu sein, dürften nun wohl leider einmal mehr die Mitarbeiter ausbaden.
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  • Meierli 23.05.2020 13:59
    Highlight Highlight Und in dem Eirtschaftsklims bringt die SVP die Kündigungsinitiative. Das wäre dann wohl der Todesstoss für die Schweizer Wirtschaft. Die Herren Rösti, Aeschi, Matter, Glarner und so weiter spüren sich selber wohl nicht mehr. Mal abwarten wieviel SVP Wähler im Herbst Partei über Land stellen... Aber wir müssen die versenken. So richtig.
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  • Super8 23.05.2020 13:55
    Highlight Highlight Nach zig Jahren Wirtschaftswachstum reicht nun 2 Monate Stillstand, dass die Wirtschaft in einer "grossen" Krise ist. Wo sind all die Milliarden, die in all den Jahren vorher verdient wurden? Das haben wir nun von diesem Raubtierkapitalismus. Aber konsumiert nur weiter wie hirnlose Lemminge und unterstützt so dieses System. Oder fangt mal an zu hinterfragen und konsumiert endlich nachhaltig.
    • Selbstverantwortin 23.05.2020 17:04
      Highlight Highlight Es gibt keine „die Wirtschaft“. Es sind immer Menschen wie du und ich.
      Also: nach zig Jahren Wachstum genügen zwei Monate und die fehlt dein Job als Arbeitsloser...
    • Super8 23.05.2020 18:25
      Highlight Highlight @Selbstverantworterin: Ja, eben. Darum schreib ich ja, dass wir es alle selbst mit unserem Konsumverhalten verändern können. Ist natürlich Wunschdenken.
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  • Stefan Morgenthaler-Müller 23.05.2020 13:38
    Highlight Highlight Man erzählt uns immer, der Unternehmer könnte so viel Geld verdienen, weil er das finanzielle Risiko der Unternehmung trägt.

    Dieses Märchen habe ich nie geglaubt. Jetzt werden Menschen, die den Unternehmen geholfen haben, Millionen auf die Seite zu scheffeln, entlassen, obwohl die Unternehmenskassen voll sind. Wer trägt da das finanzielle Risiko? Der Arbeitnehmer selber.

    Die grösste Angst der Arbeitgeber ist, selber Arbeitnehmer zu werden. Damit meine ich nicht Kleingewerbler oder Scheinselbständige, fals jemand kommentieren möchte, ich solle selber Unternehmer werden.
    • Saerd neute 23.05.2020 14:12
      Highlight Highlight Das Problem sind nicht die Unternehmer selber, das Problem ist der Börsengang. Der Gang an die Börse ist der Anfang vom Ende. Denn die Firma wird zum Spekulationsobjekt. Und jeder Kleinanleger der als Hobby mitspekuliert hilft damit das Ganze überhaupt funktioniert.
      Nein, der Gewinn gehört nicht als Dividende ausbezahlt, der Gewinn der guten Jahre ist nur da um das schlechte Jahr zu überbrücken. Und zwar ohne Entlassungen.
      Aber das ist halt nicht modern. Jeder Schnösel von der HSG lernt nur Gewinnmaximierung um jeden Preis. Und die Kleinanleger unterstützen ihn dabei noch.
    • Hoci 23.05.2020 14:25
      Highlight Highlight Beides birgt Risiken. Aber als Unternehmer musst du richtig gut sein, unglaublich viel Zeit und Energie die ersten Jahre investieren und trägst das Risiko richtig viel Geld in Sand zu setzen, auch Reputation. Du musst mindestens 3 Mal mehr investieren als Arbeitnehmer.
      Und ja wenn du schon motzt dann mach dich Selbsständig und werde Unternehmer. Und äh je nachdem fingen alle Mal als Einzelunternehmer und Kleingewerbler im Gästezimmer an oder aber sie haben sehr viel investiert in lernen und Kontakte um Kredite zu bekommen.
      Anderst sieht es aus, wenn du erbst (siehe im Prinzip unfähigenTrump).
    • lilie 23.05.2020 14:34
      Highlight Highlight @Stefan: Sicher, aber der Unternehmer muss eben auch seine eigenen Risiken wie Arbeitslosigkeit (z.B. im Falle eines Konkurses) selber tragen, während der Arbeitnehmer in diesen Fällen abgesichert ist. Das trifft auch hier zu. Für die Arbeitnehmer gabs Kurzarbeit, für den Arbeitgeber Minimallohn.

      Es sind einfach zwei völlig verschiedene Situationen.
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  • Bitte Passwort eingeben 23.05.2020 13:34
    Highlight Highlight Ökologie ist nicht gleich Ökonomie.
    Das ökonomische Wachstum ist substanzieller Part der Wirtschaft im allseit geliebten und seither praktizierten Wettbewerb.
    Die Wirtschaft wird wachsen auf biegen und brechen. Dein Job wird dazu gestrichen und Du wirst bald nur noch als Konsument der Sozialhilfeempfänger wirken können.
    Erst wenn der Konsum gänzlich auseinanderbrechen sollte, wird die Wirtschaft und somit der Kapitalismus vollends zerstört sein. Bis dahin ist es noch sehr weit, da Geldsystem auch eine menschliche Erfindung, gesteuert durch die Notenbank Fuzzis und kein Anlass zur Sorge bietet
    • Torro991 23.05.2020 20:48
      Highlight Highlight Stellen Sie den Nutzen des Wettbewerbs tatsächlich in Frage? Gäbe es keinen Wettbewerb, dann hätten die Unternehmen auch keinen Anreiz innovativ zu sein und somit bessere Produkte zu produzieren oder bestehende Produkte billiger anzubieten. Somit kommt Ihnen als Konsument der "geliebte" Wettbewerb zugute. Den Zusammenhang, wie Sie von dem Thema dann auf die Notenbanken kommen, verstehe ich überhaupt nicht. Und das als promovierter Ökonom wohlverstanden.
    • Bitte Passwort eingeben 23.05.2020 23:12
      Highlight Highlight Nö, ich wundere mich bloss, weshalb wir mit der Wirtschaft immer schneller ans Ende der Rohstoffe gelangen müssen, promovierter Wettbewerbsökonom.
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  • P to the T 23.05.2020 13:34
    Highlight Highlight Wer das Gefühl hat, dass der Virus schuld an der Krise in der Industrie ist, der Arbeitet wohl nicht in dieser Sparte. Schon lange hat es sich abgezeichnet, Covid19 hat es nur verschnellert.
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  • Karnüsel 23.05.2020 13:32
    Highlight Highlight Wer kann, soll jetzt unser Gewerbe unterstützen. Jetzt aus Angst zu sparen führt eben gerade dazu, dass die Wirtschaft bachab geht. Ich selber habe diesen Monat eine PV-Anlage, eine Wärmepumpe und eine Hausbatterie bestellt - bei getrennten Unternehmen, damit meine Fränkli in Umlauf kommen.
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  • Ouvrier 23.05.2020 13:21
    Highlight Highlight Jetzt kommt die wirkliche Krise, zieht euch warm an es geht los........
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  • Toni.Stark 23.05.2020 13:20
    Highlight Highlight Die Industrie ist vor allem gut im Jammern. Innovation und Kreativität sind gefragt. Auf der anderen Seite müssten die Löhne flexibilisiert werden. Es geht nicht an, dass die Arbeitnehmer Massenentlassungen in Kauf nehmen anstatt eine Lohnreduktion von ca. 10% zu akzeptieren.
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  • dmark 23.05.2020 13:13
    Highlight Highlight Geld oder Leben? Die Wirtschaft hat eine lange Zeit gut gelebt, aber wohl aufs falsche Pferd gesetzt. Wachstum, anstatt Substanz - die "Amerikanisierung" der Wirtschaft, statt sozialer Komponenten - Investieren und Rekapitalisieren.
    Es kann auf Dauer kein "immer mehr" geben. Dies bringt nun das Virus ans Licht.
    Es braucht neue Konzepte - oder eben wieder zurück zu Altbewährtem...
    • LeMac 23.05.2020 14:10
      Highlight Highlight Ich teile Ihre Meinung, das Motto "Spare in der Zeit so hast du in der Not" ist eine Tugend, welche in Zeiten der Globalisierung und unmittelbarer Gewinnabschöpfung leider keine Relevanz mehr hat. Heute heisst es wohl eher (aus Unternehmersicht): "Kassiere in der Zeit und überlasse den Mitarbeitern bzw. dem Staat die Not". Ich persönlich hoffe auf eine Abschwächung des Globalisierungswahns zu Gunsten einer regional stabileren Wirtschaft und Gesellschaft. Wishful thinking...
    • Stefan Morgenthaler-Müller 23.05.2020 14:28
      Highlight Highlight Das Altbewährte ist der Kapitalismus, oder meinen Sie ein zurück in die Feudalgesellschaft, Kolonialismus, Sklavenhaltergesellschaft?

      Ist das Wort Wirtschaft, das Sie oben verwenden, ein Synonym für die Reichen und Mächtigen? Oder was genau meinen Sie damit?

      Selbstverständlich kann es ein "immer mehr" geben, das haben uns die letzten 200 Jahre Kapitalismus bewiesen. Aber vielleicht überraschen Sie uns mit einem neuen Konzept. Das wäre? Ich bin gespannt.
    • Hoci 23.05.2020 14:31
      Highlight Highlight Wissen wir ja eigentlich längst. Aber dieser Kapitalismus packt die jungen Männer beim auf die Brust trommeln und Penisvergleichen. Geld ist für viele das Mass fpr den Wert eines Menschen.
      Alternative Konzepte gibts für Ehrgeizige und Menschen, die Anerkennung suchen wenig. Im Westen, weniger Osteuropa haben Sozialwesen, Kunst als Kunst und nicht Anlage, Philosophie, Streben nach Glück und inneren Frieden, Gutmensch werden praktisch keinen Stellenwert bzw.
      Solche, die es tun ( zB bescheiden Leben, gemeinnütziges tun) werden von vielen als Irre, Schmarotzer, eine Art Hippyversager abgetan.
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  • therationalist 23.05.2020 13:10
    Highlight Highlight In fetten Zeiten wird bei vielen Firmen und KMUs - aber auch bei den Angestellten privat - halt lieber geprasst und über gesunden Verhältnissen gelebt anstatt für schwere Zweiten abzusichern.
    Wieso auch? Man kann ja Angestellte entlassen.
    • FrancoL 23.05.2020 13:28
      Highlight Highlight Wieso machen es die Angestellten denn wie du richtig etwähnst auch so ohne dass sie aber jemanden entlassen können?
    • swisskiss 23.05.2020 13:31
      Highlight Highlight therationalist: Wenn ich solch simplen Schwachsinn nur schon lese. Gut das Sie prassen! Vom Gucciverkäufer über den Ferrarihändler bis zum Swimming Poolbauer, leben zehntausende von den üppigen Ausgaben der Reichen.
      Solange dieses Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf in der Schweiz zurückliesst, ist das begrüssenswert.
    • Hoci 23.05.2020 14:35
      Highlight Highlight @ je nach Branche ist neue Leute anstellen ein fast nicht zu stemmender finanzieller Kraftakt, der sehr viel kostet. Klar nimmt man gerne die Gelegenheit faule oder schlechte Mitarbeiter zu entlassen, aber bei guten sieht das ganz snderst aus. Gute Mitarbeiter gut geschult sind meist das wichtigste Kapital einer Firma. Ihr Verlust führt (langfristig) teils zur Schliessung ganzer Sparten.
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  • Goldjunge Krater 23.05.2020 13:05
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Dominik Treier 23.05.2020 16:36
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Abendländer 23.05.2020 12:34
    Highlight Highlight Etwas weniger Wohlstand, De-Globalisierung und aber die Arbeit und Wertschöpfung aber auch Versorgungsicherheit, wieder in der Schweiz.
    • Dominik Treier 23.05.2020 18:14
      Highlight Highlight Die Globalisierung ist nicht so schlecht wie ihr Ruf. Die Grenzenlose Freiheit des Kapitals und gleichzeitige Unfreiheit des Individuums, sorgen nur dafür, dass ihre Profiteure ihren gerechten Anteil an deren Kosten, die bei jeder noch so lohnenswerten Idee entstehen, nicht bezahlen.
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  • Dominik Treier 23.05.2020 12:33
    Highlight Highlight Es ist so nun mal so, auch wenn es paradox anmutet, das Angewiesensein auf Erwerbsarbeit, nur zum Bestreiten des eigenen Lebensunterhalts, schaufelt in Krisen Millionen Stellen ihr eigenes Grab, weil die Verkettungseffekte der fehlenden Sicherheit, wie weniger Konsum, Investitionen, Ausgaben generell etc. aus Ungewissheit massiv eingeschränkt werden und das schafft schon das eigentliche Problem...
    • Vecchia 23.05.2020 13:44
      Highlight Highlight Als weiteres Problem sehe ich, dass es zum guten Ton gehört, möglichst viel Gewinn und Dividenden aus Unternehmen in private Taschen verschwinden zu lassen und dies mit möglichst geringen Personalausgaben. Keine Rücklagen mehr, dafür Wachstum auf einzelen privaten Bankkonten.

      Mit anständigen Löhnen hätte man auch mehr in den AHV-, ALV- und Pensionskassen und dazu noch mehr Einkommenssteuern.
    • Dominik Treier 23.05.2020 14:46
      Highlight Highlight Nur wie erreicht man denn anständige Löhne Vecchia? Eigenverantung in diesem Bereich ist einfach nur ein Witz, denn es ist ja logisch gemäss neoliberaler Ideologie, dass der heilige Shareholdervalue vor jedem Lohn Vorrang hat. Macht ja auch Sinn, denn so lange die Arbeitnehmer keine gleichwertige Verhandlungsbasis haben, sprich auf den Lohn angewiesen sind während der Arbeitgeber meist viel Auswahl an potenziellen Arbeitskräften geniesst, ist es nunmal wesentlich wichtiger die Kapitalgeber bei Laune zu halten, die einem die Grundlage zum Wirtschaften liefern.
    • Vecchia 23.05.2020 16:36
      Highlight Highlight Von Eigenverantwortung habe ich gar nichts gesagt. Gewerkschaften und Arbeiterbewegungen müssten gestärkt werden und das Parlament linker werden. U.U. ein Generalstreik...?

      Bis auf einzelne KMUs werden Arbeitgeber sicher nie freiwillig besser für ihr Personal sorgen.
      SVPler predigen dann noch Wasser und trinken selbst Wein, ersetzen CHer durch Grenzgänger, die ja dann nicht von der Begrenzungsinitiative tangiert sind.
      Andere klatschen und beweihräuchern ihr Personal in den Medien und machen mit den miesen Arbeitsbedingungen genau gleich weiter.


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  • Fairness 23.05.2020 12:25
    Highlight Highlight Immer mehr, mehr und noch mehr geht nicht. Irgendwann ist genug. Das Coronavirus macht das deutlich.
    • 7immi 23.05.2020 12:57
      Highlight Highlight @fairness
      Hier gehts ja nicht um das Wachstum oder einen Wachstumseinbruch, sondern um einen Nachfrageeinbruch. Teils wegen dem Lockdown in anderen Staaten oder wegen fehlendem Geld in den Haushalten.
      Grundsätzlich bin ich auch gegen den unbegrenzten Wachstum. Man muss aber auch sehen, dass "immer besser, immer schneller, ..." uns die heutigen Fortschritte überhaupt ermöglichten. Hätte man bei der Postkutsche gesagt, das reicht uns, wir kommen ja überall hin, dann wären wir nicht da wo wir heute sind...
    • Statler 23.05.2020 13:20
      Highlight Highlight @7immi: Wäre man böse, könnte man aber auch sagen, dass wir (resp. unsere Umwelt) besser dran wären, wenn immer noch mit Postkutschen fahren würden ;)
    • Test of the test 23.05.2020 13:31
      Highlight Highlight Solange unsere Gesellschaft im demographischen Wandel ist, i.e. immer mehr altert, muss die Wirtschaftskraft wachsen, um den Wohlstand zu halten.
      Aber auch die Demographie wird sich vielleicht stabilisieren, wird aber noch ein paar Jahrzehnte dauern.
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  • Phillsen 23.05.2020 12:19
    Highlight Highlight Hab ich da jetzt was missverstanden? 20.000 Jobs sollen 6% aller Stellen ausmachen?
    Also nur im Tessin oder wie ist das gemeint?
    Weil Schweizweit ist das ja Quatsch. Das müssten ja dann mehr als 10 mal so viele sein für 6% der Jobs.
    • dan2016 24.05.2020 07:23
      Highlight Highlight Swissmem spricht für Swissmem und nicht für die Schweiz
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  • Ruefe 23.05.2020 12:14
    Highlight Highlight Die Wirtschaft wird sich früher oder später damit abfinden müssen nicht mehr zu wachsen, wieso zögert man das immer noch heraus?
    • Team Insomnia 23.05.2020 12:22
      Highlight Highlight Weil die Dauerspass und Konsumgesellschaft weiter gehen muss. Der Franken muss rollen, koste es was es wolle. Es wird sich nichts ändern, leider.
    • Phillsen 23.05.2020 12:24
      Highlight Highlight Weil halt noch viel Luft nach oben ist bevor das Gesamtssystem an physische Wachstumsbarrieren stösst. Und da in Aftika, Asien und Südamerika noch Milliarden von Menschen leben die im Vergleich zu Europa und den USA kaum konsumieren ist noch reichlich Potential für alle. Und wenn man Ethik und Nachhaltigkeit mal ausklammert geht das ja auch wunderbar. .
    • swisskiss 23.05.2020 12:30
      Highlight Highlight Ruefe: Das ist natürlich völliger Unsinn, da nur durch Wachstum, die nötigen Mittel erwirtschaftet werden können, die durch Inflation (Geldentwertung!) verloren gehen, die aber nötig sind, Löhne, Investitionen, Abschreibungen im gleichen Umfang finanzieren zu können.

      Es braucht keinen Abbau, sondern einen Umbau zu einer nachhaltigeren und einer sozial- und umweltfreundlicheren Wirtschaft.

      Und auch dieser Umbau braucht massive Mittel, der durch Gewinne und Steuern zu finanzieren ist.

      Da braucht es sicher keinen Wirtschaftsabbau, der durch hohe Arbeitslosigkeit die Sozialwerke belastet!
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  • User03 23.05.2020 12:05
    Highlight Highlight Ich arbeite im Ingenieurwesen. Momentan überlaufen wir mit Arbeit. Mehr als vor der Krise.
    Aber ich rechne auch damit, dass in ein paar Monaten die wirkliche Wirkung von Corona zum Vorschein kommt.

    • Hoci 23.05.2020 14:44
      Highlight Highlight Beim Garten und Handwerk gibts auch massig Aufträge.
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