Schweiz
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Menschen vor dem Kloster Einsiedeln am Karfreitag, 10. April 2020. (KEYSTONE/Alexandra Wey).

Trotz tollem Wetter waren an Ostern selbst im Wallfahrtsort Einsiedeln wenige Menschen unterwegs. Bild: KEYSTONE

Analyse

Auf die Schweizer Wirtschaft rollt eine Pleitewelle zu

Die Bevölkerung hat den Corona-Test an Ostern bestanden. Einer schrittweisen Lockerung des Lockdowns steht kaum etwas im Weg. Für Teile der Wirtschaft sind die Aussichten trotzdem düster.



Welche Note soll man der Schweizer Bevölkerung für ihr Verhalten an Ostern geben? Nicht unbedingt eine 6, aber sicher mehr als eine 4. Also vielleicht eine 5. Oder eine 5–6, denn von einigen unbelehrbaren «Ausreissern» abgesehen, haben sich die Leute trotz Prachtwetter sehr diszipliniert verhalten. Sie verliessen ihr Heim, wenn überhaupt, nur dosiert.

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Es sei nicht schlecht gelaufen, sagte Gesundheitsminister und Corona-«Oberlehrer» Alain Berset am Montag gegenüber SRF. Am Donnerstag wird sich der Bundesrat zu seiner nächsten Sitzung treffen – exakt einen Monat nach Ausrufung der «ausserordentlichen Lage», mit der er das öffentliche Leben in der Schweiz mehr oder weniger auf Eis gelegt hat.

Alain Berset ist zufrieden. Video: SRF

Es ist absehbar, dass der Bundesrat erste Massnahmen zur schrittweisen Aufhebung des Lockdowns verkünden wird, die er bereits am letzten Mittwoch in Aussicht gestellt hatte. Dafür spricht neben der österlichen Disziplin der Bevölkerung auch die tendenziell rückläufige Zahl der Corona-Infektionen. Sie gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus.

Auch wenn die Kritik zunimmt, etwa von der selbst ernannten Corona-Expertin Magdalena Martullo-Blocher und von Vater Christoph, darf man dem Bundesrat attestieren, dass er vieles richtig gemacht hat. Er hat das Land gerade noch rechtzeitig «heruntergefahren», um katastrophale Zustände in den Spitälern zu verhindern – das Hauptziel des Lockdowns.

Die Strategie, das Volk mit dem «Zuckerbrot» einer Lockerung zu Disziplin anzuhalten, hat sich ebenfalls bewährt. Allerdings hat der Bundesrat sie mit einem Peitschenknall «garniert», einer Verlängerung des Ausnahmezustands bis 26. April. Sie kann als Warnsignal wie als Vorsichtsmassnahme interpretiert werden, denn die Krise ist nicht ausgestanden.

Gestapelte Stuehle vor geschlossenen Restaurants in der Steinenvorstadt in Basel am Montag, 30. Maerz 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Restaurants sind seit einem Monat geschlossen. Vielen droht auch bei einer Lockerung die Pleite. Bild: KEYSTONE

Es droht die berüchtigte zweite Infektionswelle, weshalb eine Rückkehr zur Normalität auf absehbare Zeit illusorisch ist. Mit Folgen für die Wirtschaft. Bundesrat Guy Parmelin skizzierte am letzten Mittwoch ein düsteres Bild: Bereits seien rund 30 Prozent der Beschäftigten auf Kurzarbeit. Bis sieben Prozent Arbeitslosigkeit könnten Realität werden.

Nur eingeschränkte Öffnung

Die Wirtschaft kann nur behutsam wieder hochgefahren werden, unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln, vielleicht verbunden mit einer Maskenpflicht. Das dürfte besonders kleinere Betriebe aus dem Dienstleistungssektor vor Probleme stellen. Selbst wenn sie wieder öffnen, werden sie nur eingeschränkt operieren dürfen.

Der streitbare Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson schildert, was viele (noch) verdrängen: «Entscheidend ist, dass es in der ausgedehnten Periode ‹nach der Sperre, vor dem Impfstoff› unausweichlich zu einer Kapazitätsverringerung in allen Sektoren der Wirtschaft kommen wird, die von einem gewissen Level sozialer Nähe abhängig sind – etwa Einzelhandel, Luftverkehr, Bildung, Live-Unterhaltung, Hotels und Restaurants.»

Kredite werden zum Bumerang

Beizen und Läden werden nur eine beschränkte Zahl von Kunden bedienen dürfen. Museen, Kinos und Theater werden weniger Publikum haben als in normalen Zeiten. Bars, Clubs und Konzertlokale werden noch für längere Zeit geschlossen bleiben. Auch Livesport vor Publikum wird man dieses Jahr vielleicht nicht mehr erleben, oder nur sehr beschränkt.

Die deutsche CTS Eventim sichert sich das Open Air St. Gallen. Im Bild: Aufnahmen von der Ausgabe 2019. (Archivbild)

Keine Spur von Social Distancing: Die diesjährige Open-Air-Saison ist wohl gestrichen. Bild: KEYSTONE

Viele dieser Betriebe kommen selbst in guten Zeiten mehr schlecht als recht über die Runden. Ihnen helfen auch die vom Bundesrat vermittelten Notkredite der Banken wenig. Sie könnten sogar zum Bumerang werden. Der Zürcher Gastro-Tausendsassa Michel Péclard warnte im «Tages-Anzeiger», am Ende drohe «eine riesige Pleitewelle in der Branche».

Einmal mehr vertröstet

Hier zeigt sich die Kehrseite des anfänglich hoch gelobten bundesrätlichen Wirtschaftspakets. Viele Betriebe fragen sich, wie sie die Kredite jemals zurückzahlen können, und das betrifft bei weitem nicht nur die Gastronomie. Für andere drängende Problembereiche konnte oder wollte der Bundesrat bislang keine Lösung präsentieren.

Da wären etwa die Selbständigen, die arbeiten dürfen, aber fast nichts verdienen. Vielen steht das Wasser schon jetzt bis zum Hals, aber der Bundesrat hat sie am letzten Mittwoch einmal mehr vertröstet. In den Streit um Geschäftsmieten, die Hauseigentümer auch bei totalem Einnahmeausfall einfordern, will er sich schon gar nicht einmischen.

Man soll sich selber helfen

Die betroffenen Mieter erhalten einzig eine Fristerstreckung. Gleiches gilt für den Fall eines drohenden Konkurses. Die Probleme werden damit höchstens aufgeschoben. Spätestens im Herbst könnte die angedrohte Pleitewelle über das Land rollen. Manche Restaurants und Geschäfte werden schon bei einer Lockerung des Lockdowns nicht mehr öffnen.

Man fragt sich, was die bürgerliche Mehrheit im Bundesrat antreibt. Vertraut sie auf den gut eidgenössischen Reflex, wonach man sich in erster Linie selber helfen soll? Will sie jene Unternehmer nicht brüskieren, die über Reserven verfügen und sich damit durchkämpfen wollen? Hofft sie auf die Bereitschaft zum Kompromiss, wenn es wirklich eng wird?

Firmen direkt unterstützen

Teilweise wird das funktionieren, in vielen Fällen aber nicht. Man darf nicht vergessen, dass die Schweiz ein teures Land ist mit hohen Fixkosten für Unternehmen. Will der Bundesrat die grosse Pleite verhindern, muss er vermutlich jene Art von Massnahmen ergreifen, die bei Ordoliberalen zu Schweissausbrüchen führen, andere Ökonomen aber dringend empfehlen.

Er muss unter Einbezug von Kantonen und Gemeinden betroffene Firmen direkt mit Geld unterstützen, also faktisch subventionieren. «Kurzarbeit und Kredite allein reichen nicht. Sind nach der Krise viele Betriebe überschuldet, werden sie auf Jahre hinaus nicht investieren», mahnte der ETH-Ökonom Jan-Egbert Sturm im CH-Media-Interview. Normal ist das nicht, aber wir leben nicht in normalen Zeiten.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Walter Hechtler 16.04.2020 23:09
    Highlight Highlight Jungs, es wird Brutal und gar nicht mehr die Schweiz - of - old. Die Arbeitslosen werden bald ein Historisches Hoch erreichen. Aber die Erholung kommt bestimmt es wird einfach ein paar Jahre dauern.
  • malu 64 16.04.2020 02:15
    Highlight Highlight Kredite verlängern den meisten Betrieben nur das Leiden. Die Stimmung der Konsumenten wird sehr zurückhaltend sein. Es wird lange dauern, bis die Leute wieder in Kauflaune kommen, wenn überhaupt. Der Online Handel profitierte extrem von der Pandemie. Nach Corona wird sich einiges verändern und hunderte gehen Pleite
  • Thurgauo 15.04.2020 19:37
    Highlight Highlight Sorry, dass hört sich jetzt vielleicht böse an. Aber es gibt/gab Unternehmen die schon vor Corona vor der Insolvenz standen. Jetzt kann man die Pleite einfach auf Corona schieben. Ein Stück weit gehören solche Krisen zum Geschäftsrisiko, gerade Konzerne sollten Rücklagen bilden. Wer nicht einen Monat ohne Einkünfte überstehen kann, führt schlichtweg kein gesundes Unternehmen oder spielt mit dem Risiko. Dadurch reinigt sich der Markt selbst und neue, vielleicht innovative, Unternehmen werden die Lücke schliessen, wie in jeder Finanzkrise.
    • PsychoP 15.04.2020 21:12
      Highlight Highlight Schön, wenn du den kleinen Firmen einfach mal pauschal Unfähigkeit unterstellst, aber sich gerade in deinem Kanton die grossen Konzerne auf Kosten der Angestellten durch ihre Entlassung während dieser Krise gesundsanieren.
      Die Verantwortung wälzen diese "gesunden Unternehmen" dann auf den Staat und den Steuerzahler ab.
      Hoch lebe die Kleptokratie der Wirtschaft und ihrer Gläubigen, auch in Mostindien.



      http://www.woz.ch/2015/entlassungen/die-ems-chemie-kennt-in-der-krise-keine-gnade
    • Thurgauo 15.04.2020 21:42
      Highlight Highlight Verstehe ich mich nicht falsch. Ich möchte sicher keine Grossunternehmen verteidigen, die Dividenden ausschütten und trotzdem klagen, im Gegenteil.

      Aber auch kleine Firmen sollten Reserven bilden. Darum gibt es ja auch Faustregeln, dass man gewisse Gewinne fahren muss. Ansonsten lohnt sich das Geschäft nicht.

      Habe auch Kollegen mit Kleinstbetrieben. Dicken SUV fahren, teure Wohnung, alles direkt wieder investieren, aber keinen Monat ohne Umsatz überleben können. Zumal mit Kurzarbeit ein Grossteil der Kosten wegfällt. Dafür habe ich kein Verständnis, schlichtweg schlecht gewirtschaftet.
  • Gubbe 15.04.2020 19:36
    Highlight Highlight Ich sehe positiv in die Zukunft. Der Barbesucher wird einer bleiben, und die Esser werden die Esstempel überquellen lassen. Wie kann man negativ in die Zukunft blicken? Wenn es heute jemandem scheisse geht, kann es doch nur besser werden. Die Online-Käufe werden wieder zurückgehen. Die meisten möchten doch ihre Schuhe und Kleider lieber im Geschäft probieren, als zu Hause über ein enges Ding zu fluchen. Ich freue mich auf den ersten Fisch im Seerestaurant.
  • COVID-19 ist Evolution 15.04.2020 19:17
    Highlight Highlight Kredite sind keine Hilfen. Sie sind Anleitung zur verzögerten Pleite.

    Es wäre interessant wenn die Presse als Vierte Gewalt aktiv verfolgen würde wo in der Masse an Steuergeldern in Form von Wirtschaftshilfe des Bundes wirklich hin fliessen.
    • Shlomo 15.04.2020 20:05
      Highlight Highlight Die Kredite sind auch als Hilfe für die Banken gedacht. Denn so werden die faulen Kredite der KMUs bei den Banken bedient.
  • Kanischti 15.04.2020 18:00
    Highlight Highlight Sehr oft lese ich hier von willkommener Bereinigung der Wirtschaft. So à la: Diejenigen Firmen, die schon zuvor auf dem Zahnfleisch gelaufen sind, wird's halt jetzt "wegputzen".

    Vergesst bitte nicht:
    Die Nachfrage regelt das Angebot. Es heisst nicht Covid 19 regelt das Angebot! Die schlechten Firmen haben darum schon die guten Zeiten nicht überlebt.

    Wenn nun aber Massnahmen, gegen das Virus und zugunsten der Volksgesundheit, das Angebot blockiert, dann trifft das auch Firmen, die zuvor gesund waren.

    Darwinismus ist jetzt nicht angebracht.
    • Gubbe 16.04.2020 08:35
      Highlight Highlight Sehr gut. Wir haben oder hatten ja keine Wirtschaftskrise, es ist das Virus, welches uns zu schaffen macht.
  • Flavio O. 15.04.2020 16:57
    Highlight Highlight Erstaunlich: Berset spricht und alle gehorchen.

    Eine sofortige Öffnung der Wirtschaft und der Schulen wäre m.E. angezeigt. Sämtliche Horrorszenarien der Panikmacher sind nicht eingetroffen (auch nicht in SWE, wo kein Lockdown!). Es sterben viel weniger Leute an/mit CV als angenommen. Zudem haben 99% aller Verstorbenen mind. 1 schwere Vorerkrankung und das Durchschnittsalter ist über 80 J.

    Wo bleibt der gesunde Menschenverstand, das kritische Denken?

    Wo bleiben die Forderungen der Wirtschaft, der Politiker sowie der Lehrer, welche sich endlich für ihre Schüler einsetzen sollten?
    • Shlomo 15.04.2020 18:10
      Highlight Highlight Wo bleibt dein gesunder Menschenverstand?
    • Calimoerchen 15.04.2020 19:09
      Highlight Highlight Aha und Vorerkrankte und 80-Jährige haben somit in deinen Augen keine Lebensberechtigung mehr? Alles was nicht deinen Vorstellungen entspricht kann man sterben lassen? Erzähl doch mal!
      Deine Einstellung ist - gelinde ausgedrückt - unter aller Sau!!
  • Zeit_Genosse 15.04.2020 16:40
    Highlight Highlight ◾️Eine Lockerung, ein unblocking, geht mit dem Machtverlust des BR einher. Es wird dann auch Zeit, die Notrechtssituation aufzuheben und das Parlament wieder einzubeziehen

    ◾️Dann steigen die Lobbyisten auch wieder mit ein und der Verteilkampf von lockeren Bundesgeldern geht in eine neue Phase

    ◾️Das wieder in Schwung bringen mag im Binnenmarktteil in unserem Einfluss liegen, beim Löwen-Exportanteil, ist eine internationale Auferstehung erhofft, deren Koordination viel Zeit ob der nationalen Unterschiede braucht

    ◾️Die Supermächte und Machtblöcke wittern Vorteile durch ein Vorsprungshandeln
    • COVID-19 ist Evolution 15.04.2020 19:26
      Highlight Highlight Die Lobbyisten sind auch nur im Bundesrats-Boot bestens repräsentiert, dafür braucht es kein Parlament.

      Das Beharren auf einer Impf-Strategie, ohne feste Anhaltspunkte wann sich diese realisieren liesse, ist ein starker Indikator dafür. Der Bundesrat will sich sonst auf keinerlei Risiken oder Unwägbarkeiten einlassen, aber ausgerechnet beim "Heilsbringer Impfung" schon. Das mutet nicht rational an, die Motivation wird eine andere sein. Frau Sommaruga wirkt stets sehr optimistisch nach Treffen mit der Branche. Für die Schweiz wird das zum Ritt auf einen Pulverfass.
  • rotgrünemülleimerideologie 15.04.2020 15:36
    Highlight Highlight {darf man dem Bundesrat attestieren, dass er vieles richtig gemacht hat. Er hat das Land gerade noch rechtzeitig «heruntergefahren», um katastrophale Zustände in den Spitälern zu verhindern}

    FALSCH!

    Als es in Italien ausbrach, verlangte Thomas Äschi (SVP) „macht die Grenzen dicht und zwar sofort , das seit ihr den Grenzkantone schuldig !“ Er wurde von den etablierten Parteien belächelt!

    Martulo-Blocher trug im Bundeshaus eine Maske! Auch sie wurde belächelt!
    In Österreich gibt es einen frühzeitiges Ende des lockdown mit Maskenpflicht und in der Schweiz fühlen die Masken

    • Shlomo 15.04.2020 18:11
      Highlight Highlight Weder Grenzschöiessungen noch Masken nützen was. Sie könnten genauso nach Homöopathie schreien, nützt nämlich auch nichts.
  • maros 15.04.2020 15:21
    Highlight Highlight Leider wurden die Ursachen der Wirtschaftskrise von 2008 nie behoben. Man hat damals einfach Milliarden gedruckt und die Märkte geflutet. Nun geht das so weiter. Dies ist einmalig in der Geschichte der Menschheit, eine solche Geldflut. Wie das ausgeht, weiss niemand. Ich denke eher schlecht, sehr schlecht. Seit 10 Jahren gibt es Hunderte Zombi-Firmen, die nur dank billigem Geld (Zinsen) überleben. Dazu kommen hochverschuldete Staaten wie Italien, die von der Fehlkonstruktion Euro erdrückt werden. Wie geht das nur aus? Es bleibt spannend, nicht jedoch für diejenigen, die es erwischt. Gut Mut...
  • Defekte Demokratie 15.04.2020 15:07
    Highlight Highlight Ich kenne einige innovative Kleinunternehmer in gefährdeten Branchen, die sich sofort diversifiziert haben, aktiv wurden und sich nach neuen Absatzkanälen ausgerichtet haben (Einzelhandel, Restaurants). Sie werden diese Krise mit grossem Einsatz meistern. Dann sehe ich viele Jammeris, die jetzt Kredite aufgenommen haben um die Löhne zu bezahlen, sie tun daneben aber leider nichts. Sie verbrennen das Geld und sitzen danach vor einem Scherbenhaufen. Gut gemeint, was aber in dieser Situation nicht genügt. Es wird viele Konkurse geben, da Geld nur kurz den Schmerz lindert.
  • Poulet 15.04.2020 14:55
    Highlight Highlight Und die Börsen steigen und steigen
    • Hansdamp_f 15.04.2020 18:15
      Highlight Highlight Bis die Resultate rauskommen oder ein Konflikt heiss wird. Oder der Euro kollabiert. Etc.

      Kauf nur, trau Dich.
    • Ton 15.04.2020 18:27
      Highlight Highlight Stonks only go up! 🐮
    • dan2016 15.04.2020 19:32
      Highlight Highlight Hä?
  • PsychoP 15.04.2020 14:53
    Highlight Highlight Um die Konsumschlacht in den zu Kommerztempeln verkommenen Festival ist es ja nicht schade, wenn sie einmal einen Sommer kürzer treten müssen.
    Die meisten gehen eh nicht mehr wegen der Musik, sondern um dabei gewesen zu sein.
    Schlimmer ist es für die Musiker, Bands und sonstiger Staff, für die inzwischen die Live Konzerte die einzige Einnahmequelle sind und die sonst schon ums existentielle Überleben kämpfen müssen.
    Benutzer Bild
  • mrgoku 15.04.2020 14:51
    Highlight Highlight Ich habe von der "after-Lockdown-Zeit" wesentlich mehr schiss, als die Zeit die wir jetzt die paar Wochen hatten...

    Die Wirtschaft ist game-over. Vieleicht in der CH nicht so akut, aber die CH ist von der internationalen Wirtschaft genau so abhängig... und ist dort tote Hose, bleibt auch bei uns tote Hose...

    Immerhin gibts für die nächsten Jahre wohl keine 50.- Flüge nach Amsterdam mehr oder AMG Leasing mit 0.9% ohne Anzahlung wird wieder zum Wunschdenken...weniger Kinder in dicken Karren unterwegs

    Hat alles so seine Vorteile :)
    • Eiswalzer 15.04.2020 15:05
      Highlight Highlight Sag ich schon lange. Viele erahnen noch nicht mal im ANSATZ, was auf uns zukommt die nächsten Jahre. Das macht mir massiv mehr Sorgen als dieses Virus! Politisch und gesellschaftlich, international.
      Nur wird dann halt niemand die Suizide, Herzinfarkte, Schlaganfälle, etc etc wie jetzt in einem Coronaticker zählen. Sollte es stimmen, dass die wirtschaftlich-gesellschaftliche Krise die Ausmasse der Grossen Depression annimmt, wird das Virus verblassen dagegen. Aber man ist ja hier gleich ein Unmensch, wenn man da den Warnfinger hebt und dringend nach Lockerung der Massnahmen (Schweden) ruft...
    • Garp 15.04.2020 16:19
      Highlight Highlight @Eiswalzer Ich mal wieder. Es werden ja Lockerungen kommen. Ob es eine grosse Depression gibt, hängt ja nicht von der Schweiz ab. Wir sind stark vom Export abhängig und haben keine eigenen Ressourcen. Wir hängen mit dem Rest der Welt zusammen. Wir haben keinen Binnenmarkt der in sich selber funktioniert.
    • Garp 15.04.2020 18:18
      Highlight Highlight Schweden ist dazu nicht mit der Schweiz vergleichbar. Schweden ist nur in Ballungszentren dicht besiedelt. Und die Toten dort entwickeln sich nicht positiv. Dass Du die älteren und Menschen mit Vorerkrankungen sterben lassen würdest weiss ich schon, das nenn ich eben Sozial-Darwinismus und widerspricht unserer Verfassung. Wahrscheinlich bist Du kein Schweizer, auf jeden Fall nicht im Herzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 15.04.2020 14:35
    Highlight Highlight Unzählig viele Kleinunternehmen werden diese Krise wahrscheinlich nicht überstehen...Wenige Übermächtige haben dann die Chance deren Märkte bzw Kundschaft taktisch clever direkt oder indirekt zu übernehmen. Zum Beispiel durch einen Tsunami von Franchising.

    ...Diese Krise bzw Welle von Corona-Pleiten wird wahrscheinlich weniger markant die Quantität von Angebot schrumpfen, sondern mehr die Diversität im Angebot und somit den gesunden Wettbewerb in unserer (noch) relativ freien Marktwirtschaft...
  • BeatBox 15.04.2020 14:26
    Highlight Highlight Wir sind meiner Meinung nach zu träge mit der 1. Lockerungsstufe. Die Intensivbetten sind nicht einmal zur Hälfte belegt.

    Ich bin mir zwar sicher, dass ich für diese Meinung hier abgestraft werde, aber ein 10tausende von Konkursen werden uns auch viele Menschenleben kosten. Nur wird man die nicht so direkt sehen.

    Ich mach mir auf jeden Fall grosse Sorgen um die vielen Bekannten, die in KMU‘s oder Selbständig arbeiten. Wie soll man da eine positive Zukunft sehen?
    • Shlomo 15.04.2020 18:14
      Highlight Highlight Wiso ein Konkurs auch immer Menschenleben kosten soll?
      Jahre lang wars ok die Sozialhilfe zu kürzen und nun haben die rechten angst arm zu werden. Tja, Karma baby.
    • BeatBox 15.04.2020 21:24
      Highlight Highlight @shlomo: Ein Konkurs allein kostet keine Menschenleben, aber 10-tausende werden sehr viele tragische Fälle ergeben. Vielleicht kannst Du Dir das nicht vorstellen, verantwortlich für Angestellte zu sein und Deine langjährigen Mitarbeiter auf die Strasse setzen zu müssen. Diese Leute haben etwas dafür gemacht, um eben keine Sozialhilfe zu brauchen, sondern ihr Leben und die Sozialhilfe anderer zu finanzieren.

      Karma Baby Ist ein recht dämlicher Spruch in dieser Situation!

      Ausserdem: Hast Du das Gefühl die KMUs würden alle von “rechten“ geführt? Das ist eine „recht“ abstrakte Sicht!
  • blueberry muffin 15.04.2020 14:25
    Highlight Highlight "Wird man dieses Jahr nicht mehr erleben" - komische Formulierung wenn man über eine tödliche Pandemie schreibt.

    Wobei die SVP und Trump ja eine Blitz Öffnung wollen - alles wie vorher, sofort. Dann nächster Lockdown - oder ganz nach Trump einfach durchstehen und die Toten ignorieren "für die Wirtschaft".

    Und dann kann man dieses Jahr weglassen - "Wird man nicht mehr erleben."
  • Triumvir 15.04.2020 14:20
    Highlight Highlight Ja liebe Ordoliberale. Jetzt muss halt der Staat zur Hilfe kommen, den ihr immer verteufelt habt. Und jetzt müsst ihr halt - zumindest für eine gewisse Zeit - die Kröte der höheren Steuern schlucken. Falls ihr das nicht tut, kommt es aufgrund der riesigen Zahl von Arbeitslosen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu sozialen Unruhen und am Ende ev. sogar zum Wiederaufleben des Sozialismus - oder noch extremer und schlimmer - des Kommunismus. Das wollen wir doch alle eigentlich lieber nicht...
    • phreko 15.04.2020 15:31
      Highlight Highlight Du Optimist! In Deutschland kam im letzten Jahrhundert in der Wirtschaftskrise der Faschismus an die Macht. Wenn ih so in Europa rumschaue sieht es nicht so sozialismuslastig aus...
    • Super8 15.04.2020 16:10
      Highlight Highlight Es war der Staat der die Wirtschaft abgewürgt hat. Ich denke, dass Hilfe vom Staat durchaus angemessen ist.
      Alternativ hätten wir einfach nichts machen können und schauen was passiert. Leider ist es (noch) nicht möglich zu sagen, was dann passiert wäre.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 14:10
    Highlight Highlight Hat ja jetzt nicht direkt etwas mit Pleitegang zu tun, aber was man sich ob der Massnahmen fragen muss, ist, warum man bei Coop irrelevante Produkte wie Nagellack, Bronzer und Eyeliner kaufen kann, während mehr oder weniger Sinnvolles wie Teller, Erde und Töpfe vom Verkauf ausgeschlossen sind...

    Weder Pflegepersonal noch Home Office Arbeiter benötigen wirklich Schminkartikel... 🙄 Aber essen kann man ja auch vom Stubenboden und der private Kräuterbalkon lässt ja gleich die hiesigen Bauern pleite gehen. Oder wie muss man das verstehen?!
    • Kruk 15.04.2020 15:22
      Highlight Highlight Da wo ich bis jetzt einkaufen gegangen bin, egal ob Coop oder Migros, ist es genau umgekehrt.
      Schminkkram etc. Ist blockiert, wichtige Sacheen wie Pfannen, Teller, Schnuller& Kinderspielzeug (das schreibe ich extra für dich) kann man kaufen.
    • invisible 15.04.2020 15:28
      Highlight Highlight Hm, in unserem Coop ist die Schminkecke gesperrt. Kommt wohl auf die Filiale an, was für sich wieder neue Fragen aufwirft 🙄
  • johnnyenglish 15.04.2020 14:10
    Highlight Highlight Der Bundesrat muss niemanden blanko-subventionieren, keine Ausfall-Kredite und kein Fristverlängerungsgemauschel gewähren – das sind alles kurzfristige Massnahmen die mehr Probleme schaffen werden als sie zu lösen.

    Der Bundesrat muss die Wirtschaft JETZT reanimieren und den Konsum ermöglichen und fördern, sonst sind die langfristigen Folgen für uns alle (und unsere Folgegenerationen) grösser, als jene kurzfristigen für die verhältnismässig kleine Corona-Risikogruppe.
  • Nanggeli 15.04.2020 14:08
    Highlight Highlight 3.Das Horrorszenario der überfüllten Intensivstationen wurde (mit Bildern aus I) bemüht. Fakt ist, dass die 1200 Betten nur zu ca 30% belegt waren.
    4. Obwohl jeder Lai sieht, dass die Kurve der täglichen Infektionszunahme stark abnehmend ist, hat der Bundesrat diesen Fakt noch nie klar anerkannt. Diese Abnahme hat der BR immer als Voraussetzung für eine Lockerung erwähnt. Nur ist sie wahrscheinlich zu früh da, den BR Berset will noch nicht!
  • Ikarus 15.04.2020 14:07
    Highlight Highlight Es wird einen schuldenschnitt geben. Die frage ist in welcher grösse er durchgeführt wird.

    Ich bin der meinung man sollte jedem staat die möglichkeit geben das verlorene geld nachzudrucken mit nem schuldenerlass. Alles andere bringt gar nichts, kredite wird nie jemand zurückbezahlen können.
    Die schönste variante wär wenn man das geld verpflichtend in Grüne projekte fliessen lässt, aber das wird wohl kaum passieren. Muss ja schon froh sein wenn nicht die Milliardäre profitieren.
    Aber schlussendlich triffts alle grossen nationen, und die werden auf sowas hinarbeiten, zumindest trump;)
  • Radesch 15.04.2020 14:06
    Highlight Highlight Corona beschleunigt einfach das, was sowieso auf uns zugekommen wäre.

    Es ist kein Geheimnis, dass der Online-Handel den klassischen Geschäften den Garaus macht.

    Die Wirtschaft, Technologie und auch die Gesellschaft ändert sich. Das können und sollten wir nicht bremsen. Der Staat sollte aber genügend Gesetze schaffen, um den Mehrprofit aus der techn. Entwicklung auch in die Gesellschaft zurück fließen zu lassen.

    Das ist nämlich das eigentliche Problem an der Sache. Wenn 10'000 Jobs wegen der techn. Entwicklung wegfallen muss halt mehr in den Ausgleich für alle nicht IT-Affinen.
  • Dong 15.04.2020 14:04
    Highlight Highlight Auch hier würde ich mir von der Politik mehr Mut wünschen. Warum kein Notstandsgesetz, dass Geschäftsmieten nicht bezahlt werden müssen? Wieso keine Steuer auf Online-Handel? Klar ist das alles hochproblematisch, aber mit Nichtstun werden die Probleme eben noch schlimmer.
    • Dong 15.04.2020 21:12
      Highlight Highlight Wenn die Vermieter Pleite gehen, ist das volkswirtschaftlich das viel kleinere Problem als wenn die Händler Pleite gehen. Ich sage das auch nicht aus Ressentiment gegen die Immobilienbesitzer, ich denke, aus den Finanzkrisen sollten wir eines gelernt haben: je weiter unten die Krise ausgebadet wird desto stärker die Feedback-Schlaufe desto mehr wird die Wirtschaft runtergezogen.
  • Nanggeli 15.04.2020 14:01
    Highlight Highlight "Der Bundesrat hat vieles richtig gemacht".Wirklich?
    1.Durch früheres Schliessen der I-Grenze (wie AUT) hätte man nachweislich weniger Infizierte/Tote gehabt.
    2.Gem. BAG/Berset soll der Mundschutz nichts bringen. Fakt ist, dass quasi alle Länder den Mundschutz brauchen/vorschreiben. Doch die CH hatte die Vorsorge sträflich vernachlässigt und log die Bürger einfach an.
    3.Das Horrorszenario von überfüllten Intensivbetten
  • Skeptischer Optimist 15.04.2020 13:54
    Highlight Highlight Die Kredite werden nicht zurück bezahlt, ob man die Unternehmen in die Pleite treibt oder nicht.
  • Horst-Rüdiger 15.04.2020 13:53
    Highlight Highlight Ich persönlich gebe mir die Note 6: Hab mich an keine Regeln dieser Virokratie gehalten. Leider nicht wie die Mehrheit der Bevölkerung, welche zu Hause rumsitzt, gegen jede noch so abstruse Regel nicht aufbegehrt und hofft Vater Staat wird es dann schon richten.
    Die Prognosen für die Wirtschaft werden von Tag zu Tag düsterer, sind aber noch meilenweit von der Realität entfernt, man will es dem Bürger ja schonend beibringen. Ob die Betriebe durch Kredite langsam krepieren oder der Bürger durch horrende Steuern zum Sklaven des Staates wird, spielt schlussendlich keine Rolle. Wir sind am A...
    • Shlomo 15.04.2020 20:09
      Highlight Highlight Du wurdest soeben nominiert für den Goldenen Troll. Gratulation 👏
    • sowhat 15.04.2020 21:09
      Highlight Highlight Ach HR wieder 🤦‍♂️
      Dumbatzneunmalklug 🤷🏻‍♀️
  • TheRealSnakePlissken 15.04.2020 13:52
    Highlight Highlight Der Kampf um die Rettungstöpfe ist eröffnet. Die Routine der Landwirte und Airliner fehlt den jetzt Betroffenen. Frau Badran kämpft fast allein auf weiter Flur, wohl, weil mancher noch hofft, dass es die Konkurrenz vorher „putzt“. Worauf es für viele von der Wirtschaft Ausgeschlossenen - sei es selbstständig oder angestellt - in einer längeren Rezession hinausläuft? Auf eine Unterstützung in der Höhe von Sozialhilfe (~CHF 3500 pro Person, aber erst nach Verbrauch aller Ersparnisse). In Deutschland liegt der Satz übrigens bei 1500 Euro (Quelle Bekannter bei Diakonie in D tätig).
    • sowhat 15.04.2020 21:07
      Highlight Highlight Snake, in D gibts ja auch Wohngeld...
  • Lowend 15.04.2020 13:49
    Highlight Highlight Ich hoffe sehr, dass unser Wirtschafts- und auch der Finanzminister endlich zu dieser Führungsstärke zurückfinden, die ihnen zu Beginn der Pandemie attestiert worden war.

    Wenn heute nach der BR-Sitzung nicht massgebliche Lösungen für die drängenden Probleme punkto Mieten für Geschäftsinhaber, Hilfen für Kleingewerbler und selbständige Einzelunternehmer und auch für die Finanzierung von KITAs kommen, sehe ich schwarz für viele meiner Kolleg*innen, die in diesen Feldern arbeiten.
  • Antichrist 15.04.2020 13:46
    Highlight Highlight Unser bisheriges Leben war auf Überfluss, Unterhaltung und Völlerei ausgerichtet. Alles basierte auf einer unglaublichen Kreditblase, die durch die Zentralbanken finanziert wurde. Es ist Zeit, das wieder zu korrigieren. Jobs, die es braucht, werden bleiben. Jobs, die es noch nie gebraucht hat, werden verschwinden. So muss es sein.
    • Dr no 15.04.2020 18:05
      Highlight Highlight und wovon leben die leute, die einen "Job haben den es nicht braucht" was auch immer das in deinem Weltbild sein soll ?
  • Thomas G. 15.04.2020 13:44
    Highlight Highlight Es wird grundlegende Änderungen geben: 1. Weniger reale Einkäufe, und wenn dann in kleinen Geschäften. Der Spiessrutenlauf in Supermärkten ist viel zu anstrengend. Einkaufspaläste adee, smarte Logistik gewinnt.
    2. Mehr Homeoffice. Grossraumbüros adee.
    3. Weniger Reisen, weniger Tourismus. Hotels und Flüge werden weniger und teurer.
    4. Weniger Konsum, mehr Relaxing. Man braucht nicht soviel Zeugs wenn man immer zu Hause ist. Aber schöneres Wohnen. Konsum adee, Möbel und Schönes top, Wohneigentum an schöner Lage boomt, Zentren sind Verlierer.
    • Eiswalzer 15.04.2020 15:53
      Highlight Highlight Eine sehr einfache Sichtweise...
      Der Konsum wird schrumpfen. Weltweit. Das bedeutet massive Arbeitslosigkeit zusätzlich zu jener, die im ersten Moment durch Konkurse entsteht. Die Spirale dreht sich noch weiter, denn der darbende Tourismus wird schwächelnden Ländern NOCH mehr zusetzen, weitere Millionen Arbeitsplätze futsch.
      Weniger Konsum, mehr Relaxing? Wohl eher mehr Leid, mehr Existenznöte, mehr Schaden.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 13:38
    Highlight Highlight Jetzt kann ja die SVP zeigen, wie unternehmerfreundlich sie sind und den kollabierenden KMUs bedingungslose finanzielle Unterstützung aus der Parteikasse zukommen lassen. Papa Christopf hat abgesehen davon ja noch ein paar Milliarden in der Hinterhand, mit denen er sich jetzt für die Wählerstimmen aus dem Gewerbe erkenntlich zeigen kann.
    • sowhat 15.04.2020 21:03
      Highlight Highlight Wieso erkenntlich? Man könnte sie doch durch Aufkaufen retten und so einen schönen Reibach machen 😉
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 15.04.2020 21:11
      Highlight Highlight Wie wahr! Am besten dann noch für einen symbolischen Franken.
  • Nelson Muntz 15.04.2020 13:30
    Highlight Highlight Man kann die Wirtschaft auch kaputtschreiben. Oder man kann zumindest versuchen, positiv zu denken.
    • phreko 15.04.2020 15:33
      Highlight Highlight Und blindlings reinspazieren?
    • Eiswalzer 15.04.2020 15:57
      Highlight Highlight Hahahaha, dann schick dein Rezept am besten an die “unsichtbare Hand”, welche ja die Marktwirtschaft leitet...
      Durch Fröhlichsein und Positivismus erledigt sich keine Jahrhundertkrise. Auch wenn mehr Optimismus der Wirtschaft oft gut täte, das allein nützt uns GAR NICHTS
    • Nelson Muntz 15.04.2020 17:54
      Highlight Highlight tja liebe Pessimisten, meine Kunden haben alle ordentlich zu tun. Und ich somit auch, trotz Kurzarbeit. Aber sowas wollt ihr ja nicht hören. Restis, Coiffeur etc. kann man (teil)unterstützen durch Gutscheinkäufe. bringt mehr als hier rumheulen.
  • farbarch1 15.04.2020 13:30
    Highlight Highlight Es wird viele Unternehmen erwischen. Die Kleinen sind flexibler als die Grossen und können sich hoffentlich bald wieder neu positionieren, neue Geschäftsfelder eröffnen. Sorgen machen mir die mittelgrossen Betriebe mit ihren grossen Investitionen und den spezialisierten Arbeitnehmern, das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wenn diese vor die Hunde gehen im grossen Rahmen ist es mit dem Standortvorteil Schweiz bald vorbei. Auf das Grosskapital und dessen Einfluss sollten wir uns in dieser Situation nicht verlassen und auch nicht auf den Bund.
    • sowhat 15.04.2020 21:00
      Highlight Highlight Und da dürften einige darunter sein, die exportier(t)en.
      Selbst wenn wir hier die Arbeitsmoglichkeiten wieder öffnen heisst das noch nicht, dass sie auch liefern können.

      Andererseits, werum sollten die nicht auch etwas Flexibilität an den Tag legen?
  • Peter R. 15.04.2020 13:29
    Highlight Highlight In der Gastrobranche wird es sicher Pleiten geben. Eine gewisse Redimensionierung ist sicherlich nicht so schlecht. Da würden sich dann gewisse Wirte in der Schweiz wieder ein bisschen mehr für den Gast interessieren und die "schwarzen Schafe" von denen es hier einige gibt, werden dann hoffentlich verschwinden.
  • Pipikaka Man 15.04.2020 13:26
    Highlight Highlight Ich frage mich ob es diesen Impfstoff überhaupt braucht bei Corona. Wenn viele Experten sagen das 80% der Bevölkerung so oder so mit Sars-Cov-2 infiziert werden, dann ist der Grossteil immun und das Virus kann sich nicht mehr verbreiten. Sars-Cov-2 ist in den aller meisten Fällen harmlos, die Todesopfer sind auch zu 99% Vorerkrankte. Man kann die Herdenimmunität verlangsamt anstreben, und dann schneller wieder zurück zur Normalität gehen, tut Schweden erfolgreich. Sars-Cov-2 ist nicht die Masern, Polio oder sonstwas wo es Impfungen unbedingt braucht.
    • Kritisch Hinterfragen 15.04.2020 15:33
      Highlight Highlight Hurra, ein Vernünftiger!
    • Varanasi 15.04.2020 15:46
      Highlight Highlight Und was machst du solange bis alle immun sind? Das könnte Jahre dauern....
      Und nein, es ist nicht in den meisten Fällen harmlos.
      Oder meinst du, in New York werden jedes Jahr 85 Kühllaster aufgestellt um die Leichen zu lagern...
      Ausserdem liegen auch viele Junge auf der Intensivstation.
      Und nur weil jemand eine Vorerkrankung hat, muss er doch nicht sterben?
      Das ist menschenverachtend.
    • Pipikaka Man 15.04.2020 18:59
      Highlight Highlight @Varanasi, 50-80% sind ohne Symptome oder nur milde... Niemand zwingt die Regierungen ihren Bevölkerungen Hausarrest zu verteilen und ihnen dann die Grundlage (Arbeit, Gewerbe platt machen) entziehen, weil man die „Kurve flach halten“ will. Wenn die Wirtschaft platt ist, dann juckt es keinen mehr ob die Plandemie überstanden ist. Hört auf Pseudomoralisch zu sein und denn Menschen einzureden, sie müssen alles opfern für wenige.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GoldjungeKrater 15.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Evtl könnten ja einige Beizen- und Läden-Besitzer in Zukunft Nachtzüge betreiben?
  • Atavar 15.04.2020 13:16
    Highlight Highlight Die Konsolidierung gewisser Branchen ist abergeboten. Ein Geschäftsmodell, welches nur unter optimalen Bedingungen funktioniert, sollte nicht sein.

    Bsp: DE, Gastro AN beklagen sich über die Kurzarbeitsentschädigung, die nicht reicht, weil der Lohn bereits nicht gereicht hat (ohne TG).
    Die Gastrodichte & der Preisdruck sind zu gross - eine Reduktion des Angebots ist nötig.

    Im Gegenzug Druck & Stress bei den restlichen Beschäftigten durch eine (ebenfalls gebotene) Aufstockung der Stellen reduzieren (Umdenken vieler Unternehmen nötig) werden die Arbeitsplatzverluste über Zeit kompensiert...
  • Auric 15.04.2020 13:12
    Highlight Highlight Ich habe da einen Tipp für den Wiederaufbau wenn alles darnieder liegt:

    Bundesbern und die anderen Parlamente machen ein 5 Jähriges unbezahltes Sabbatical.

    5 Jahre ohne neue Scheissgesetze 5 Jahre Freiheit sich innerhalb der mehr als ausreichenden Gesetze zu entfalten, und dann dürfen die sich alle neu bewerben für ihren Job und müssen darlegen warum gerade Sie vom Steuerzahler finanziert werden sollte.

    Und danach für jedes neue Gesetz müssen 2 alte ersatzlos gestrichen werden.
    • phreko 15.04.2020 15:35
      Highlight Highlight Jaja, und dann in 5 Jahren erstaunt sein, dass sich gewaltig viele Probleme angestaut oder verschlimmert haben?
    • Auric 15.04.2020 16:28
      Highlight Highlight @phreko: Meinst du? Die Belgier hatten 541 Tage keine Regierung und in der Zeit endlich mal wieder Wirtschaftswachstum und ein Rückgang der Arbeitslosigkeit
  • Loeffel 15.04.2020 13:02
    Highlight Highlight Wenn eine (aktuell von Bundesmassnahmen gestützte) Firma 1 bis 2 Monate nicht überlebt, dann war sie vorher schon stark angeschossen oder marode. Dann kann man so eine Pleitewelle auch also begrüssenswerte Bereinigungsaktion sehen.

    Dort wo Firmen verschwinden, wird es Platz geben für neue Firmen. Schlechte Unternehmer werden durch neue (hoffentlich) bessere Unternehmer ersetzt. Oder zumindest werden neue Unternehmer neue Chancen & Marktanteile bekommen und dadurch auch wieder Leute anstellen.
    • Kanischti 15.04.2020 17:32
      Highlight Highlight Von welchem "Platz" reden Sie? Der Platz für neue Firmen war schon immer da. Dieser muss nicht erst durch in Konkurs gegangene Unternehmungen geschaffen werden.

      Ob die tausenden von Arbeitslosen, welche durch die Pleitewelle entstehen, wirklich eine "begrüssenswerte Bereinigungsaktion" ist, bezweifle ich.
    • sowhat 15.04.2020 20:51
      Highlight Highlight Loeffel, ich glaube es gibt einige Kleinstfirmen die nach 2 Monaten ohne Einkommen Probleme haben werden. Nicht wenige dürften solche sein, die über 55 keinen Job mehr gefunden haben und in die Selbstandigkeit geflüchtet sind. Das geht gut wenn man 3-4 grössere Auftraggeber hat. Die kennt man, die vertrauen einem. Nun haben die aber vlt.
      selbst nicht genug Auftragsvolumen. Da muss eben der Auftrag an den Selbständigen ausbleiben.
      In so einem Fall macht der gar niemandem Platz. Er/sie hat jetzt einfach 2 Probleme statt dem einen keine Stelle gefunden zu haben. Seine Pensionskasse ist das 2te
  • Antichrist 15.04.2020 13:00
    Highlight Highlight Mit der reichen Schweiz ist es vorerst vorbei. Die Steuereinnahmen werden auch sinken. Wir kommen nicht darum herum, viele der linken Wohlstandsprojekte inkl. Asyl und Staatsaufblähung zu beenden.
    • sowhat 15.04.2020 20:31
      Highlight Highlight War ja klar, dass der Ruf nach Sozialabbau kommen würde. Ich bin nur bischen erstaunt, dass das schon jetzt ist.

      Nur bisschen, nicht viel.
  • Karl33 15.04.2020 12:54
    Highlight Highlight Die Immobilienbesitzer werden auf jeden Fall unbeindruckt reicher aus der Krise rausgehen.
    • Kritisch Hinterfragen 15.04.2020 15:40
      Highlight Highlight Es ist schade, alle in einem Topf zu werfen und völlig undifferenziert zu urteilen.

      Wir haben gewerbliche Mieter und wir haben am 18. März mit ALLEN gesprochen und ÜBERALL Lösungen gefunden. Im Klartext: wir als Vermieter streichen uns einen Teil bis alles ans Bein.

      Das funktioniert aber nicht überall. Es mag viele überraschen, aber Erwerb und Betrieb von Immobilien ist ein Geschäft mit hohem Kosten und nicht alle Vermieter sind endlos Reich und können einfach so auf Einnahmen verzichten.

      Diese Hysterie könnte mehr Objektivität, mehr Rationalität und etwas weniger Ideologie vertragen
    • samsam88 15.04.2020 16:37
      Highlight Highlight @kritisch hinterfragen: In der Watson Kommentarspalte funktioniert das nicht.

      Die meisten Kommentarschreiber haben da ein Kommunismusdenken.

      Jemand besitzt etwas = radikaler böser Ausbeuter.

      Jemand muss für etwas Geld bezahlen = armer auagebeuteter

      Mit Realität und realen Wirtschaftszahlen haben hier leider nur wenig wieklich Ahnung.

      Aber schön das sie Lösungen gefunden haben - freut kich für sie und Ihre Mieter.
  • NathanBiel 15.04.2020 12:54
    Highlight Highlight Ja, es wird sich eben erst noch zeigen ob der BR und alle anderen Regierungen nicht doch einen grossen Fehler gemacht haben. Es war schon Ende Feb klar, dass es vor allem alte und/oder vorerkrankte Personen trifft. Man hätte also diese Risikogruppen in Quarantäne versetzen sollen und für sie einen Betreuungsgürtel aufbauen sollen. Wäre viieeel billiger gewesen, hätte die Wirtschaft nicht an die Wand gefahren und hätte eine Durchseuchung in nützlicher Frist gebracht.
  • skisandtrail 15.04.2020 12:52
    Highlight Highlight Wie oft erwähnt: die Folgen des halben Lockdowns werden mehr Tote und Kranke fordern, als das Corona selbst (auch ohne Lockdown wäre es wohl glimpflicher ausgegangen). So weitsichtig ist man aber nicht. Im Besten Fall läuft nächstes Jahr die Wirtschaft wieder, im schlechtesten wirds Jahre dauern. Ich hoffe diese "Experten" liegen genau so falsch wie jene, welche den Peak, die Anzahl Toten, die Kranken, die zu wenig vorhandenen Intensivbetten/Geräte vorausgesagt haben. Einmal mehr: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    • tagomago 15.04.2020 13:00
      Highlight Highlight Eine Statistik hat noch nie jemand vorausgesagt.
    • mrmikech 15.04.2020 13:10
      Highlight Highlight Hmm... eine wirtschaft die schon Jahren auf pump lebt kann halt keinen schock vertragen. Ob corona oder etwas anderes, das System war eh schon krank. Die Schweiz ist bis jetzt ziemlich gut davon gekommen, jetzt müssen aber alle dran glauben. Wir werden uns schon wieder erholen, gesundheitlich und wirtschaftlich, aber nicht ohne eingreifende Änderungen die es für alle besser machen. Diese Krise ist vielleicht das ende von ein Zeitalter, dass heisst aber nicht das nichts besseres kommen kann.
    • Dubio 15.04.2020 13:11
      Highlight Highlight Verstehen ich jetzt nicht. Es ist ja ziemlich so eingetroffen, wie die Experten gesagt haben, dass es sein wird, wenn man strenge Massnahmen ergreife.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 15.04.2020 12:45
    Highlight Highlight Der Bundesrat hat ja bereits ein Konjunkturpaket von nie dagewesener Grösse geschnürt, welches die KMUs auch rege nutzen. Sollte sich abzeichnen, dass die Massnahmen weiter verlängert werden müssen, wird er sicherlich ein weiteres schnüren.

    Aber klar, das Virus hat unser Zusammenleben verändert. Und damit auch unser Konsumverhalten. Gut möglich, dass Homeoffice in Zukunft salonfähig ist, die Leute dann wieder einen ländlicheren Lebensstil bevorzugen und die Gastronomie in den Städten weiter leiden wird...

    Wichtiger als Konjunkturpakete wären daher wohl soziale Massnahmen.
  • tomtom1 15.04.2020 12:38
    Highlight Highlight Ich bin froh um diesen Artikel von Peter Blunschi. Jetzt weiss ich, dass alles gut kommt.
  • Hierundjetzt 15.04.2020 12:37
    Highlight Highlight Öffnen ist das eine. Ob die Kunden kommen ist was ganz anderes.

    Nach 4 Wochen hat man andere Gewohnheiten, wie zB onlinekäufe
    • sowhat 15.04.2020 13:01
      Highlight Highlight Nicht nur das. Es ist die Anzahl der Kunden, die es braucht um über die Runden zu kommen. Die kann nicht erreicht werden, wenn der Abstand 2 Meter betragen muss. Und ohne wird es bis zum Impfstoff nicht gehen.
    • mrmikech 15.04.2020 13:13
      Highlight Highlight @sowhat: naja, der Mensch ist schon erfinderisch. Im sommer (ab jetzt bis anfangs Oktober) können wir draussen sitzen. Vielleicht sollen viele Strassen also abgesperrt werden damit restis uns draussen mit genug Abstand bedienen können. So können wir doch geniessen und restis wieder voll arbeiten.
    • c_meier 15.04.2020 13:37
      Highlight Highlight oder man geht erst seit 4 Wochen ins Quartierlädeli und tut dies auch nach einer Lockerung
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 15.04.2020 12:37
    Highlight Highlight Es hätten nie und nimmer Kredite geben sollen.
    Zu viele waren schon vor Corona auf dem "Zahnfleisch" angekommen.
    Kredite für bestehende Löcher sind das schlechteste was es geben kann.
    • NathanBiel 16.04.2020 07:47
      Highlight Highlight Du bist sicher nicht ein Unternehmer dem gerade für Monate ein Restaurant mit Gasthausbrauerei und eine Hostel geschlossen wurde, oder?

Analyse

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Veganer. Die moralinsauren Spassbremsen, die nichts lieber tun, als in die Welt zu schreien, wie viel besser als alle anderen Menschen sie sind. Die sektenartigen Extremisten, die anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie zu essen haben. Die wohlstandsverwahrlosten Wichtigtuer, die mit ihrem teuren Konsum-Lifestyle exhibitionistisch herumstolzieren.

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