Schweiz
Drohnen

Mit Drohnen gegen Corona: Genfer Polizei überwacht aus der Luft

Mit Drohnen gegen Corona: Genfer Polizei überwacht aus der Luft

Das gibt's nicht nur in China, Italien oder Frankreich: Auch der Kanton Genf setzt Drohnen ein, um die Corona-Massnahmen zu überwachen. Folgen weitere Kantone?
08.04.2020, 09:1708.04.2020, 09:17
Sven Altermatt / ch media
epa08315916 French policemen use a drone for reminding citizens of the SARS-CoV-2 coronavirus confinement measures in Nice, southern France, 23 March 2020. France is under lockdown in an attempt to st ...
Luftüberwachung: Drohne in der französischen Stadt Nizza.Bild: EPA

Dass manche Vögel ganze Sätze nachplappern können, ist bekannt. Doch das schwarze Etwas, das da über die Boulevards der französischen Stadt Nizza kreist, ist kein Vogel. Sondern eine Drohne.

Weltweit schicken die Behörden ihre Drohnen in die Luft, um die Ausgangssperren während der Coronakrise zu überwachen oder die Bevölkerung auf Verhaltensregeln hinzuweisen. «Verlassen Sie das Haus nur, wenn es absolut nötig ist», erklärt eine Stimme aus dem Lautsprecher des Fluggeräts in Frankreich, wo strenge Ausgangsbeschränkungen gelten.

Die Aktionen polarisieren. Als vor zwei Monaten erstmals Bilder von Drohneneinsätzen in China publik wurden, war die Empörung darüber gerade in Europa gross. Bald jedoch folgten Italien, Spanien und eben Frankreich. Inzwischen kommen solche Aufnahmen aus zahlreichen weiteren Ländern.

Und in der Schweiz? Noch müssen die wenigsten damit rechnen, beim Spaziergang an der frischen Luft von einer Staatsdrohne beobachtet zu werden. Doch ein erstes Polizeikorps schickt seine Flotte in den Coronaeinsatz. Die Genfer Kantonspolizei bestätigt gegenüber der Redaktion von CH Media, dass sie nun auf die Fluggeräte setzt. Die Drohnen böten einen Blick von oben, um die Präsenz von Personengruppen im öffentlichen Raum besser beobachten zu können, erklärt ein Sprecher. «Sie ermöglichen es zudem, schwer zugängliche Orte zu überfliegen.» Immerhin: Durchsagen machen die Genfer Drohnen offenbar keine.

Andere Kantone planen bisher keine Einsätze aus der Luft. «Das ist bei uns kein Thema», heisst es stellvertretend bei der Kantonspolizei Zürich. «Dies ist nicht vorgesehen», betonen auch deren Kollegen in St. Gallen. Und bei der Kantonspolizei Bern sagt eine Sprecherin, der Einsatz von Drohnen sei «im Zusammenhang mit der aktuellen Situation rund um das Coronavirus derzeit nicht geplant».

Nur in den wenigsten Kantonen gibt es heute eine explizite Rechtsgrundlage, die den Einsatz von Drohnen bei den Sicherheitsbehörden regelt. Was die Auswertung und Löschung von Bildaufnahmen angeht, gelten die üblichen Datenschutzregeln. Gemäss Bundesbestimmungen müssen Drohnen überdies stets auf Sicht geflogen werden.

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Warum Genf und die G7-Gegner sich wegen einer Brücke in die Haare geraten
Die Genfer Behörden haben entschieden: Die Demo gegen den G7-Gipfel darf nicht über die Mont-Blanc-Brücke ziehen. Besonders eine Begründung sorgt bei den Organisatoren für Kopfschütteln: Die Brücke sei statisch zu fragil. Der Kanton spricht von einer «Scheindebatte». watson hat bei einem Experten nachgefragt.
Zwar haben die Genfer Behörden die Anti-G7-Demonstration vom 14. Juni bewilligt, doch über die Route wird heftig gestritten. Der Genfer Staatsrat hat entschieden, dass der Demonstrationszug ausschliesslich am rechten Seeufer stattfinden darf. Die Organisatoren wollten hingegen auch durch die linke Seeseite ziehen. Die von ihnen gewünschte «U-Route» entlang des Genfersees wurde abgelehnt – genauso wie die Überquerung der Mont-Blanc-Brücke.
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