Italien
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Cinque Stelle und Lega nominieren Neuling Conte als Regierungschef

Der Politik-Neuling Giuseppe Conte soll neuer italienischer Ministerpräsident an der Spitze einer Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega werden. Die beiden europakritischen Parteien schlugen ihren Kandidaten am Montag Staatspräsident Sergio Mattarella vor.

Das schrieb Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio am Abend auf dem Blog seiner Bewegung. Mattarella muss Conte nun den Auftrag geben, die neue Regierung zusammenzustellen.

Conte ist ein neues Gesicht in der Politik. Der 53-jährige Süditaliener aus der Region Apulien ist Universitätsprofessor in Florenz und Rom.



Der Jurist sitzt nicht im Parlament, gehört aber zum Kreis der Fünf-Sterne-Bewegung (MoVimento Cinque Stelle). Mit der Partei kam er erstmals vor vier Jahren in Kontakt und lobt sie als «wunderbares, unglaubliches, politisches Labor».

Di Maio und Salvini hatten beide Regierungschef werden wollen, einigten sich schliesslich aber auf eine dritte Person. Mit Conte können offenbar beide Parteien leben.

In this photo taken on Thursday, March 1, 2018, Giuseppe Conte, right, shakes hands with leader of the Five-Star Movement, Luigi Di Maio, during a meeting in Rome. Italian media describe Conte as most likely to be the choice of Italy's main populist leaders to head the coalition government they hope to form. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Di Maio beim Shakehands mit Conte. Bild: AP/AP

Die Cinque Stelle hatten bei der Wahl am 4. März mit 32 Prozent als stärkste Einzelpartei gewonnen. Die Partei von Gründer und Ex-Komiker Beppe Grillo steht für den Kampf gegen das Establishment und lässt sich weder rechts noch links verorten.

Die Lega hingegen hat sich unter ihrem Chef Matteo Salvini von einer Partei des Nordens, die die Abspaltung vom armen Süden verfolgte, zu einer fremdenfeindlichen nationalen Bewegung entwickelt. Vor allem in der Flüchtlingskrise hat sie stark hinzugewonnen und hat im Koalitionsvertrag eine harte Hand gegen Migranten festgeschrieben. (sda/dpa/apa/reu/bal)

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    Alle Leser-Kommentare
  • äti 21.05.2018 20:00
    Highlight Highlight Eiskaffee verbonkt, hatte auf Berlusconi gesetzt und nicht erwartet das der Typ lahmt. Schick der Regierung eine Rechnung, denke deren Sitz ist jetzt auf Sizilien.
  • N. Y. P. D. 21.05.2018 18:54
    Highlight Highlight Aber jetzt mal im ernst.

    Ständig Neuwahlen. Ständig neue Regierungen. Ständig neue Parteien mit immer neuen Witzfiguren. Ständig neue Bündnisse unter den Parteien. Der ewiggleiche Leerlauf in Italien.

    Da die EZB den Ramsch (die Anleihen) von Italien ständig aufkauft, sind sie noch nicht unter ihrem

    2000 ! Millarden Euro Schuldenberg

    zusammengebrochen.

    Die Party muss ja weitergehen. Und die Party geht ja auch weiter mit all den Clowns, die bald wieder eine neue Witzregierung bilden.
    • Gipfeligeist 21.05.2018 19:54
      Highlight Highlight Ja, weil unser gesamtes System eine Party ist. The show must go on, um jeden Preis
    • FrancoL 21.05.2018 21:13
      Highlight Highlight So unrecht hat NYP mit den ständigen Neuwahlen nicht! Man muss nur einmal die Jahre nach dem 2.WK teilen durch die Anzahl Wahlen und man wird fündig. Zudem eine Regierung wie die letzte die eigentlich gar keine mehr war kommt einer Neuwahl gleich. Nebst Neuwahlen beherrscht Italien leider auch den Stillstand in der Politik, als wären alle Jahre Neuwahlen und das ist auch ein nicht zu unterschätzendes Problem.
      Zum Glück stehen dem öffentlichen Haushaltsdefizit eher kleine Privatdefizite gegenüber was die Lage leicht entspannt.
      Probleme sind die Mafia und die Steuerabstinenz.
    • N. Y. P. D. 21.05.2018 21:47
      Highlight Highlight Da magst Du recht haben, mit der Regierungsbildung.
      Tut aber nichts zur Sache !
      Man kann doch diese Figuren und Bewegungen nicht mehr ernst nehmen, die sich die Klinken in die Hand geben.
      Niemand will Steuern bezahlen in Italien. Man traut einander nicht. Alle haben das Gefühl, dass das Geld sowieso versickert.

      Und die neue Regierung ?
      Sie will die Ausgaben wieder ausweiten. Brüssel hat schon mal den Finger gehoben.

      Ich rede doch nicht von Land und Leuten, sondern davon, wie dieses schöne Land regiert wird.
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