Sport
Schweiz

Die Schweizer Beachvolleyballerinnen fegen Deutschland vom Sand

Switzerland's Nadine Zumkehr spikes a ball during a women's beach volleyball match against Germany at the 2016 Summer Olympics in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, Aug. 7, 2016. (AP Photo/Petr ...
Nadine Zumkehr setzt zum Smash an.
Bild: Petr David Josek/AP/KEYSTONE

Die Schweizer Beachvolleyballerinnen fegen Deutschland vom Sand

08.08.2016, 02:5308.08.2016, 06:24

Joana Heidrich und Nadine Zumkehr starten mit einem überzeugenden Sieg ins olympische Beachvolleyball-Turnier. Das erste Gruppenspiel gegen die Deutschen Karla Borger/Britta Büthe gewinnen sie 21:12, 21:16.

Die erste heikle Aufgabe in der sehr ausgeglichenen Gruppe meisterten Heidrich/Zumkehr mit Bravour. Sie liessen die als Nummern 1 der Gruppe eingeteilten Deutschen kaum in die Partie kommen.

2016 Rio Olympics - Beach Volleyball - Women's Preliminary - Beach Volleyball Arena - Rio de Janeiro, Brazil - 07/08/2016.Karla Borger (GER) of Germany and Joana Heidrich (SUI) of Switzerland com ...
Kein Durchkommen beim Schweizer Block für Karla Borger.
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

In den ersten 18 Minuten liessen sie sich nicht einmal ansatzweise aus der Ruhe bringen und profitierten vom guten Start. Sie zogen unter anderem durch zwei Blocks von Heidrich während einer Serie von fünf Punkten auf 11:5 davon, diesen Vorsprung verteidigten sie völlig souverän. «Das war der bestmögliche Start», frohlockte Zumkehr. «Wir waren extrem effizient, begingen kaum Eigenfehler und liessen die Deutschen gar nicht ins Spiel kommen», so Blockerin Heidrich.

Nun gegen Kanada

Entscheidend war zudem, dass die Schweizerinnen in den heiklen Phasen des zweiten Durchgangs nervenstark agierten. Wiederum führten sie rasch (5:1, 10:6), Borger/Büthe kamen aber zwischenzeitlich bis auf einen Punkt heran. «Es war wichtig zu merken, wie viel Druck wir auf den Gegner machen können, wenn wir unsere Stärken nützen», sagte Abwehrspezialistin Zumkehr nach dem Start in ihr zweites Olympia-Turnier. «Es geht darum, diese Stärken in Phasen zu nützen, wenn es wie im zweiten Satz eng ist.»

Mit einem Sieg im zweiten Gruppenspiel in der Nacht auf Mittwoch (5 Uhr Schweizer Zeit) stünden Heidrich/Zumkehr bereits im Achtelfinal. Sie treffen in der letzten Partie des Tages um Mitternacht an der Copacabana auf die Kanadierinnen Sarah Bavan/Heather Bansley, die Nummern 1 des Pools E. (kad/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Schweizer Hilfe für einen SS-General
Im März 1945 verhandelte Karl Wolff mit den Alliierten in Ascona über eine Kapitulation der Deutschen in Norditalien. Nach dem Krieg erhielt der SS-General Hilfe aus der Schweiz und den USA, um nicht als Kriegsverbrecher verurteilt zu werden.
Anfang August 1947 schrieb der Schweizer Pädagoge Max Husmann dem amerikanischen Chefankläger, General Telford Taylor, einen langen Brief nach Nürnberg. Dort liefen seit 1945 die Prozesse gegen die Verantwortlichen des Dritten Reichs. Husmann verlangte vom Amerikaner, auf eine Anklage gegen Karl Wolff zu verzichten: «Wenn wir aber General Wolff und seinen Mitkämpfern das Versprechen einer loyalen Behandlung und einer eventuellen Mitarbeit im neuen Deutschland machten, und wenn Wolff sein Versprechen unter Einsatz seines Lebens hielt, so haben wir alle heute kein Recht, unser Versprechen nicht zu halten mit der Begründung, er sei ein SS.-General und die ganze SS.-Organisation sei als Verbrecher-Institution verurteilt worden.»
Zur Story