DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die «Open Arms» im Juni in Neapel.
Die «Open Arms» im Juni in Neapel.Bild: AP/AP

Flüchtlingsschiff «Open Arms» nimmt 39 weitere Migranten auf – darf aber in keinen Hafen

10.08.2019, 10:30

Die Crew des seit einer Woche mit mehr als 100 Menschen an Bord im Mittelmeer ausharrenden Rettungsschiffs «Open Arms» hat abermals Dutzende Migranten aufgenommen. Zu den ursprünglich 121 Migranten auf dem Schiff seien noch einmal 39 hinzugekommen.

Diese seien in internationalen Gewässern geborgen worden, teilte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms am Samstagmorgen auf Twitter mit. «Währenddessen warten wir immer noch auf einen sicheren Hafen zum Einlaufen», schrieb NGO-Chef Oscar Camps.

Zuletzt kreuzte die «Open Arms» unweit der italienischen Insel Lampedusa - nach Angaben von Amnesty International mit mehr als 30 Kindern und Babys an Bord.

Kurz nach der Rettung erklärte Camps, Malta wolle die 39 Geretteten an Land bringen - die übrigen aber nicht. «Das hat zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem an Bord geführt. Das Ausmass der Beklemmung dieser Menschen ist unhaltbar», twitterte er.

Flüchtlingsschiff auf dem Mittelmeer.
Flüchtlingsschiff auf dem Mittelmeer.Bild: AP

Italien und Malta verweigern Rettungsschiffen immer wieder die Einfahrt in ihre Häfen und drängen darauf, dass andere EU-Staaten vorab zusichern, alle anlandenden Migranten zu übernehmen - so auch im Fall der «Open Arms». Auf einen festen Mechanismus zur Verteilung von aus Seenot geretteten Menschen konnte sich die Staatengemeinschaft bislang nicht einigen.

Zuletzt hatte in solchen Fällen die EU-Kommission vermittelt, um aufnahmebereite Länder zu finden. Voraussetzung für eine Koordinierung durch die EU-Kommission ist jedoch, dass ein EU-Staat die Kommission darum bittet, zu deren Aufgaben dies eigentlich nicht gehört. Bislang habe kein Land die Brüsseler Behörde dazu aufgerufen, sagte eine Sprecherin am Freitag. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Rechtspopulisten in Europa

1 / 15
Rechtspopulisten in Europa
quelle: dpa-zentralbild / britta pedersen
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

115 Migranten nach Bootsunglück vor libyscher Küste vermisst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

SEM muss Push-Backs an kroatischer Grenze unter die Lupe nehmen

Das Staatssekretariat für Migration hat die Asylpraxis von Kroatien nicht ausreichend ausgeleuchtet. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht im Fall eines Afghanen entschieden. Der Mann wurde an der Grenze von Kroatien 16 Mal von kroatischen Polizisten nach Bosnien zurückgetrieben.

Zur Story