Schweiz
Digital

Huawei will in der Schweiz in die Forschung investieren

Huawei will in der Schweiz in die Forschung investieren.
Huawei beschäftigt mehrere Hundert Mitarbeiter in der Schweiz.Bild: EPA

Huawei will in der Schweiz in die Forschung investieren

Der chinesische Technologiekonzern will in der Schweiz gross in die Forschung investieren. Geplant sind Investitionen für hunderte Forschende.
24.05.2019, 11:4125.05.2019, 06:48

«Wir sprechen im Moment von eintausend Forschenden, die wir in der Schweiz beschäftigen werden», sagte Felix Kamer, Vize-Chef Schweiz bei Huawei, am Donnerstag gegenüber der «Tagesschau» von SRF. Die Gelder sollen dafür in «eines oder wahrscheinlich mehrere neue Zentren fliessen», führte Kamer gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA weiter aus. Es seien auch Formen der Zusammenarbeit möglich.

Zu einem möglichen Zeitrahmen äusserte sich der Manager nicht. Zunächst müssten die Forschungsthemen definiert werden. Dabei stünden Kompetenzen im Fokus, bei denen die Schweiz führend sei und die für Huawei mittelfristig relevant seien. «Wir suchen dies konkret in Physik, Computerwissenschaften, Nanotechnologie, Materialwissenschaften und weiteren Naturwissenschaften», sagte Kamer weiter.

Schon früher angekündigt

Die Pläne für die Forschungszentren in Lausanne und Zürich sind laut NZZ bereits im vergangenen Jahr bekannt geworden. Noch nicht bekannt war die Zahl der Stellen.

Die neutrale und stabile Schweiz sei mit ihren technischen Hochschulen für die Forschenden sehr vorteilhaft. Allerdings will Huawei nicht nur in der Schweiz investieren. So werde zudem in Paris in ein Institut für Industrial Design investiert, weil Paris die Stadt der Mode sei. In London gehen den Angaben zufolge Gelder in ein Kompetenzzentrum für globale Finanzen und in Mailand flössen Investition in eine Institution für Richtstrahl-Technologie.

Huawei ist derzeit international unter Druck. Nachdem US-Präsident Donald Trump Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, wird der chinesische Konzern von wichtigen Projekten abgeschnitten. Auf Druck der US-Regierung stellt etwa der Google-Konzern die Geschäftsbeziehungen zu Huawei ein. Die Internetfirma versorgt den Hardwarehersteller künftig nicht mehr mit seiner Software wie dem Betriebssystem Android.

Trump will in Handelsgesprächen mit China über Huawei reden

US-Präsident Donald Trump will in den Handelsgesprächen mit China auch über den Huawei-Konzern sprechen. Er beabsichtigt sogar, den Telekommunikationsausrüster in das geplante Handelsabkommen aufzunehmen.

«Falls wir einen Deal machen, kann ich mir vorstellen, dass Huawei in irgendeiner Form und in irgendeinem Teil eines Handelsabkommens einbezogen sein wird», sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) vor Journalisten in Washington.

Die USA hatten Huawei erst kürzlich auf eine schwarze Liste gesetzt, weil sie Spionage befürchten. Trump untersagte Unternehmen seines Landes zudem per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird. Als Hauptziel gilt auch hier Huawei. Daraufhin schränkten mehrere Unternehmen ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Telekommunikationsausrüster ein.

Am Donnerstag hatte Peking Beschwerde in Washington wegen des Umgangs mit Huawei eingelegt. Die chinesische Regierung sprach von «wirtschaftlicher Schikane» seitens der USA.

(oli/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Neue Daten zur Sexualität von Schweizerinnen räumen mit Irrglauben auf
Und was, wenn die sexuelle Erfüllung von Frauen nicht mit 25 oder 30 Jahren ihren Höhepunkt erreicht, sondern deutlich später? Neue Schweizer Daten deuten darauf hin: Mit zunehmendem Alter wünschen sich manche Frauen nicht unbedingt mehr, wissen aber besser, was sie wollen – und sprechen eher darüber.
Es gibt eine weit verbreitete Vorstellung über die weibliche Sexualität: Je jünger eine Frau ist, desto eher befindet sie sich auf dem Höhepunkt ihres Sexuallebens. Als hätte das Verlangen eine Art Ablaufdatum – mit einem Höhepunkt irgendwo zwischen 20 und 30 Jahren und einem anschliessenden langsamen Rückgang hin zu weniger sexueller Lust.
Zur Story