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ARCHIV - 26.03.2019, Berlin: Verena Bahlsen steht bei einem Pressedinner zur Vorstellung von speziellen Gerichten im Restaurant «Hermann's». Die Urenkelin des Gründers der Keks-Fabrik Bahlsen hat in Berlin ein Restaurant gegründet. Äußerungen der Unternehmenserbin Verena Bahlsen zum Umgang des gleichnamigen Keks-Imperiums mit Zwangsarbeitern haben eine bundesweite Debatte entfacht. Verena Bahlsen hatte der «Bild»-Zeitung (Ausgabe vom 13.05.2019) gesagt: «Das war vor meiner Zeit und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt.». (Zu dpa «Wissenschaftler: Bahlsen sollte Zwangsarbeiter befragen») Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Monika Skolimowska)

Verena Bahlsen. Bild: DPA ZB

Zwangsarbeiter gut bezahlt? Deutsche Keks-Erbin Verena Bahlsen empört mit Interview



Verena Bahlsen ist 26 Jahre alt und verdient gerne Geld. Das sagte die Erbin des Keks-Unternehmens Bahlsen kürzlich bei einer Veranstaltung von «Online Marketing Rockstars» auch deutlich:

«Ich bin überhaupt nicht gegen Kapitalismus. Mir gehört ein Viertel von Bahlsen und ich freue mich auch drüber. Es soll mir auch weiterhin gehören. Ich will Geld verdienen und mir Segel-Jachten kaufen von meiner Dividende und sowas.»

Sie reagierte damit auch auf die Sozialismus-Debatte, die Juso-Chef Kevin Kühnert angestossen hatte. Auch Kühnert sprach beim «OMR»-Festival.

Bahlsens nicht ganz ernst gemeintes Plädoyer für Kapitalismus brachte ihr einen Shitstorm ein. Auf Twitter stellten Nutzer schnell eine Verbindung zu der Zeit des Bahlsen-Familienunternehmens während der NS-Zeit her.

So kommentierte das linke «Lower Class Magazine» giftig: «Hi, ich habe Geld aus Zwangsarbeit mit Nazi-Kriegsgefangenen geerbt und hol mir jetzt ne Segelyacht. Folgt mir auf instgramm und fresst meine Kekse. Heil Bahlsen. (sic).»

Ab 1940 mussten etwa 200 Zwangsarbeiter, vorwiegend Polinnen und Ukrainerinnen, für Bahlsen arbeiten. Sie waren in Barackenlagern untergebracht.

Am Montag reagierte Verena Bahlsen auf diese Kritik im Gespräch mit der Bild. Doch ihre Aussagen dort haben den Shitstorm nur wieder neu angefacht.

Der «Bild» sagte die 26-Jährige:

«Es ist nicht in Ordnung, meinen Vortrag damit in Verbindung zu bringen. Das war vor meiner Zeit und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt.»

Übrigens: Eine Klage von 60 ehemaligen Zwangsarbeitern gegen Bahlsen wurde 2000 wegen Verjährung abgewiesen. Bahlsen trat damals der «Stif­tungs­in­itia­tive der deutschen Wirt­schaft für die Entschä­di­gung ehema­liger Zwangs­ar­beiter» bei.

Die Aussage Bahlsens zeugt zumindest von Geschichtsvergessen, schreibt die «Zeit». Denn der Staat habe zur NS-Zeit per Gesetz vorgegeben, dass Zwangsarbeiter nur einen Drittel bis die Hälfte des Lohns eines Deutschen verdienen dürfe, sagt der Historiker Ulrich Herbert von der Uni Freiburg zur «Zeit».

Der Satz über die Bezahlung der Zwangsarbeiter sorgte für Ärger:

«Bild»-Reporter Paul Ronzheimer kommentierte: «Na dann ist ja alles gut. Die nächste Segelyacht kann kommen.»

«Zeit»-Redakteur Martin Eimermacher kritsierte: «Verena Bahlsen sagt: Im NS haben wir uns NICHTS ZUSCHULDEN kommen lassen. Ausser halt: Als Holocaust-Profiteure 200 Zwangsarbeiter deportieren lassen.»

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, schrieb auf Twitter: «Dass sich eine Bahlsen-Erbin für den Kapitalismus ausspricht, ist nachvollziehbar: Wer leistungslos reich wird, profitiert eben vom System. Sich über Kritik daran zu aufzuregen, gerade wenn die eigene Firma Zwangsarbeiter im NS beschäftigt hat, ist unfassbare Ignoranz.»

(ll/watson.de)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 17.05.2019 07:32
    Highlight Highlight "Die 26-jährige Urenkelin des Bahlsen-Gründers studierte in London und New York Kommunikation und Management, schloss ihr Studium aber nicht ab, weil sie es irgendwann als 'sinnbringender' empfand, sich mit Ernährung zu beschäftigen," hat der hr herausgefunden.
    Ich sage: Mädel, kauf dir ne Yacht und segle in den Sonnenuntergang, aber komm um Himmels willen nicht auf die Idee zu kommunizieren. 😨😵
  • Don Harrison 16.05.2019 07:45
    Highlight Highlight Zum Glück habe ich noch nie Bahlsen Kekse gegessen. 😎
  • Neutralier 15.05.2019 22:03
    Highlight Highlight Mimimimimi.... Watson wird immer Linker und zum langsam aber sicher zu einem lächerlichen Boulevardblatt wie 20 min und Blick schon lange sind. Bzw. Werden immer mehr unbedeutende, lächerliche Themen aufgebauscht.

    Liegt das an Herr Wanner ? Oder wer bestimmt ob die geschriebenen Artikel publiziert werden ? Bin eigentlich ziemlich angepisat dass immer mehr Clickbaitartikel auf Watson sind.

    Geht ihr nur auf Gewinn und Wachstum oder wieso lässt ihr seit ca. 1 Jahr ziemlich stark nach. Diese Empörunsartikel über nichtrelevante Personen brauchen wir nicht. Danke! Könnt mitr gerne Antworten.
  • El Pepedente 15.05.2019 21:27
    Highlight Highlight Ich würde etwa das selbe machen einfach mit schnee und netten frauen und nach 20jahren an einen herzstillstand draufhehen xD
    • Doktor Dosenbier 16.05.2019 07:41
      Highlight Highlight Frei nach dem Motto "Ach ja? Ich kauf mir auch eine Segelyacht, aber eine viel tollere, mit Koks und *leichten Damen*.
  • Wander Kern 15.05.2019 21:02
    Highlight Highlight Einigen fällts halt leichter, als anderen
    Play Icon
  • Firefly 15.05.2019 20:55
    Highlight Highlight Nein, für die Zeit vor ihr kann sie nichts dafür, für ihre Ignoranz jedoch schon.
  • Andi Weibel 15.05.2019 20:46
    Highlight Highlight Im Kapitalismus sind nicht dienigen Leute Chefs einer Firma, welche am besten dafür geeignet sind, sondern bisweilen auch strohdumme Leute, welche zufällig Sohn oder Tochter von jemandem sind. Das ist ein Problem, das schlussendlich die Angestellten der Firmen ausbaden müssen.
  • Heinzbond 15.05.2019 20:44
    Highlight Highlight Wieviele Segel Jachten ist wohl ihr viertel Anteil Wert? So eine Generation an Unternehmer richtet ein gutes Erbe schnell zugrunde. Was sie sagt klingt naiv. Schlechtes Zeichen für bahlsen...

  • Scrat 15.05.2019 20:24
    Highlight Highlight Meine Fresse... sie will von der Dividende Yachten kaufen können... und nennt das „Geld verdienen“. Wenn sie wirklich Geld verdienen will, soll sie Arbeiten gehen. Und ein bisschen Demut würde ihr auch gut tun...
  • Onkel Jenny 15.05.2019 20:15
    Highlight Highlight Die Aussage Verena Bahlsens zum Thema Zwangsarbeit war unglücklich, dumm, wahrscheinlich auch ignorant. Ohne Frage.
    Zum Thema Kapitalismus, würde es vielen hier, den Watson Redaktoren eingeschlossen, vielleicht mal gut tun, sich ihren gesamten Vortrag anzusehen. Dann finden sich diese paar herausgerissenen Sätze plötzlich in einem anderen Zusammenhang wieder. Auch ihre weiterführenden Gedanken sind recht interessant.
    Um euch die Suche zu erleichten, gibts auch gleich den Link:
    Play Icon


  • NotWhatYouExpect 15.05.2019 20:13
    Highlight Highlight Wenn Sie mir eine Segeljacht bezahlt verzeih ich Ihr ;)
  • malu 64 15.05.2019 19:52
    Highlight Highlight Konsum ist nicht Alles! Eines Tages wird die merken, dass man sie nur wegen ihres Geldes mag. Hat sie kein Geld mehr, wird sie niemand mehr beachten. Die möchtegern Freunde sind auf einmal weg!
  • Stehaufmännchen 15.05.2019 19:38
    Highlight Highlight Da, kuck. Die typische Arroganz der Reichen. Da könnt ich gleich im Strahl kotzen.
    Ekelhaft...
  • miarkei 15.05.2019 18:52
    Highlight Highlight Nicht die schlauste Aussage über die NS-Zeit. Aber wenn man danach gehen will muss man wahrscheindleich 100% der Deutschen Firmen, welche zu dieser Zeit existiert haben boykotieren, darunter VW, Siemens etc.
    • Thadic 15.05.2019 23:00
      Highlight Highlight Es sind aber bei weitem nicht alles Familienfirmen.
    • miarkei 16.05.2019 06:34
      Highlight Highlight Nicht mehr, aber mal waren sie es.
      Auch dann gibt es VR und Hauptaktionäre, welche eigentlich eine Pflicht hätten.
  • Triple A 15.05.2019 17:51
    Highlight Highlight Natürlich ist ihre Äusserung fehl am Platz. Aber „Hallo!“! Es ist eine erst 26jährige Frau, die noch viel zu lernen hat und dies sicher auch tun wird.
    • Nilda84 15.05.2019 18:47
      Highlight Highlight Sie ist 26! Und nicht 16... ausserdem Millionenerbin mit Zugang zu Top Schulen und Ausbildungen...

      Diese Aussage zeugt einfach nur von Ignoranz, mangelndes Interesse und grenzt schon fast an Dummheit, denn sie sollte die Mechanismen und Kraft der sozialen Medien kennen.

      Die Jugend entschuldigt nicht alles!
    • Fly Boy Tschoko 15.05.2019 19:38
      Highlight Highlight 26 ist nicht 16...
    • Firefly 15.05.2019 20:57
      Highlight Highlight Mit soviel unverdientem Geld im A braucht man nichts zu lernen, man kann dann im Kapitalismus andere für sich arbeiten lassen und ignorante Sprüche klopfen. Aber da ist sie ja nicht die einzige.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turi 15.05.2019 17:44
    Highlight Highlight Die neue Elite: Jung, weiblich, selbstbewusst.
    Und, äh, leistungsorientiert.
    Ab jetzt gehts steil obsi.
  • DichterLenz 15.05.2019 17:31
    Highlight Highlight Ja, wenn man Milliarden erbt ist es einfach Kapitalist zu sein.
  • elGatillo 15.05.2019 17:11
    Highlight Highlight wieder einmal die bestätigung, dass geld den charakter verdirbt. umso schlimmer wenn das kapital schon da war. buddenbrooks hat sie wohl nicht gelesen...
    • Heinzbond 15.05.2019 20:48
      Highlight Highlight Nein sie wird es Leben, buddenbrooks
    • P. Silie 15.05.2019 22:27
      Highlight Highlight Geld verdirbt den Charakter nicht! Es legt ihn höchstens offen dar.
  • Albi Gabriel 15.05.2019 16:46
    Highlight Highlight Die Aussagen von Frau Bahlsen sind einfach dumm und zeigen, dass sie sich nicht sehr mit der Geschichte ihres Unternehmens auskennt. Aber dass sich Personen darüber aufregen, die ein sozialistisches System einführen wollen, ist einfach lächerlich. Herr Riexinger sollte sich vielleicht endlich auch mal damit beschäftigen, was die Vorgängerpartei der Linken während den 40 Jahren mörderischer DDR-Diktatur verbrochen hat. Zum Beispiel auch lohnfreie Zwangsarbeit durch Häftlinge...
  • Hierundjetzt 15.05.2019 16:38
    Highlight Highlight Bahlsen: Ich habe mir nichts vorzuwerfen, Zwangsarbeit war vor 70 Jahren

    Auch Bahlsen: Ich bin so stolz auf meinen Grossvater der das Geschäft vor 80 Jahren aufgebaut hat und wegen dem ich reich bin.

    k.
    • miarkei 15.05.2019 18:53
      Highlight Highlight Das sagt jede Firma oder Erbe einer Firma aus dieser Zeit. Auch beispielsweise die Familie Porsche -> VW Erben.
  • Team Insomnia 15.05.2019 16:24
    Highlight Highlight Heil Schweizer Banken während des zweiten Weltkrieg😎😂
  • Coffeetime 15.05.2019 16:04
    Highlight Highlight Ich wäre auch mal dafür zu fragen, ob die jetzigen Bahlsen Mitarbeiter sich als gut bezahlt empfinden. 🤔
  • My Senf 15.05.2019 16:03
    Highlight Highlight Und trotzdem essen viele bahlsen, bestellen bei Neckermann und fahren (explizit!) BMW
    • p4trick 15.05.2019 21:34
      Highlight Highlight Noch nie was von Bahlsen oder Neckermann gehört und einen BMW würde ich nie im Leben fahren. Aber ich fahre gerne Schindler Lifte. Bin ich jetzt ein Gutmensch und kann mich als besser als alle anderen bezeichnen?
    • My Senf 16.05.2019 07:58
      Highlight Highlight Musst Du selber beurteilen.
      Wenn Du es bewusst machst kannst du mit dir selber zufrieden sein.

      Neckermann Versand kennt „jeder“ Ü40 seine Katalogen flattern überall hierzulande vielleicht eher die Reisekataloge
  • TingelTangel 15.05.2019 16:03
    Highlight Highlight Klar findet sie denn Kapitalismus Gut als Erbin, ist ja nicht in Afrika auf die Welt gekommen und schuftet in einer Mine.
  • Ichsagstrotzdem 15.05.2019 15:58
    Highlight Highlight „Das war vor meiner Zeit....“ aber das Erbe hat sie nicht ausgeschlagen!
    Das geht m.E. gar nicht: man kann sich nicht in ein gemachtes Nest setzen und ignorieren wie und von wem es gemacht wurde.
    Im übrigen bin ich für eine 50% Erbschaftssteuer, die würde auch helfen solche Herausforderungen zu meistern, weil damit ein Teil wieder zurück in die Gesellschaft fliessen würde.
    • nomoney_ nohoney 15.05.2019 17:06
      Highlight Highlight Pass bloss auf, wenn du deinen lieben Mitmenschen persönlichen Verzicht nahelegen willst. Da verstehen wir keinen Spass!
    • Heinzbond 15.05.2019 20:52
      Highlight Highlight Erbschaftssteuer muss her, dann weiss die Dame auch wie hart es ist ein Vermögen zusammen zu halten, geschweige denn aufbauen... Wer 1.000.000 erbt, kann auch mit 200.000 Steuern noch gut leben.
    • Kian.IBenutzMeldeAlsSuperblitzer 16.05.2019 09:47
      Highlight Highlight @JonahI Doppelbesteuerung ist nicht nur ein dummes Argument, es beweist auch dass du keine Ahnung hast.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andy y 15.05.2019 15:48
    Highlight Highlight Zumindest ist sie ehrlich, dafür schon mal meinen Respekt. Was glaubt ihr was wir alles zu hören bekämen wenn alle, inkl. Politiker so ehrlich wären? Ich mag sowas mehr , da weiß ich woran ich bin und kann dementsprechend entscheiden
    • stookie 15.05.2019 19:58
      Highlight Highlight Jep. Da kann man wunderbar entscheiden einem Unternehmen das einer 26ig Jährigen gehört die nur Yachten kaufen will keinen Cent mehr in den Rachen schiebt.
      Müller, Nestle, Bahlsen....Check!;-)
    • Firefly 15.05.2019 21:01
      Highlight Highlight Ehrlich? ignorant triffts eher. Ehrlich wäre es anzuerkennen, dass sie keinen müden Finger für ihr Vermögen krümmen musste und es einfach nur Glück ist, in eine reiche Familie geboren zu sein. Sie ist nicht Kapitialistin, sie ist vor allem Erbin.
  • ali_der_aal 15.05.2019 15:44
    Highlight Highlight ihre äusserungen zeigen schon ziemlich klar auf, wie die junge Dame so tickt...
    Aber mit einigen Millionen in der Hinterhand hätte ich in der Schule in Geschichte und bei Punkten wie soziale Gerechtigkeit, Ethik etc wohl auch nicht so genau hingehört....
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 15.05.2019 16:35
      Highlight Highlight In Deutschland waren ganz wenige im Widerstand. Wer jetzt gross mit dem Finger zeigt, hat wohl keine besseren Vorfahren. Hat nichts mit den Millionen zu tun.
  • Dr. Zoidberg 15.05.2019 15:40
    Highlight Highlight omfg.

    was würden wir nur ohne twitter tun. wie sollen wir uns dann täglich über irgendwas empören? und uns gegenseitig versichern, wie wichtig und relevant wir sind?

    die frau ist 25. die hat vor 10 jahren im geschichtsunterricht 6 monate lang was über die ns zeit gehört, wenn überhaupt. für die ist hitler so abstrakt wie karl der grosse.
    das problem ist nicht, dass ihre generation nicht mehr in den betroffenheitsmodus fällt, sobald ums 3. reich geht. das problem ist, dass ihre (ur-)grosseltern keine konsequenzen für ihre mittäterschaft tragen mussten. aber dafür kann sie nun auch nix.
    • Michele80 15.05.2019 16:20
      Highlight Highlight Für mich hat das nix mit ihrem Alter/ der Generation zu tun. Wenn man (egal welches Alter) die NS-Zeit nicht mehr einordnen kann und sie einem nicht betroffen macht, dann läuft was falsch und die Bildung versagt(e). Egal ob heute oder vor 10 Jahren.
    • Michele80 15.05.2019 16:32
      Highlight Highlight Nein klar, das sicher nicht. Mein Kommentar war auch lediglich auf die ersten 4 Sätze des zweiten Anschnitts von die bezogen. Mit dem Rest stimm ich überein ;)
    • Okguet 15.05.2019 16:40
      Highlight Highlight Omfg

      Eine Aussage einer 26 Jährigen mit dem Alter entschuldigen?

      Gerne gebe uch dir Kontext um das Alter 26 einzuordnen:

      Malala Yousafzai bekam mit 17 den Friedensnobelpreis überreicht, wel si sich schon dann gegen die Taliban (erfolgreich) auflehnte
      Laut "https://de.statista.com/statistik/daten/studie/189237/umfrage/durchschnittsalter-von-hochschulabsolventen-in-deutschland/"
      ist der durchschnittliche Hochschulabgänger (Bachelor) 24 Jahre alt
      Greta Thunberg ist 15 Jahre alt....
      Mit 26 sollte man von einer Person erwarten, dass man Zwangsarbeit während des 2. WK nicht entschuldigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 15.05.2019 15:35
    Highlight Highlight Trotzdem fände ich konstruktive Debatte statt Shitstorm besser...

    Ich kann ja mal träumen: jemand sieht diesen offensichtlich blöden Kommentar, kontaktiert die Bahlsenerbin privat - nicht in aller Öffentlichkeit - die sieht es ein (weil es um die Sache, nicht die öffentliche Verunglimpfung ihrer Person geht), und entschuldigt sich daraufhin öffentlich.

    Schön wär's...

  • Sapere Aude 15.05.2019 15:32
    Highlight Highlight Sie mag zwar recht haben damit, dass sie selbst sich nichts zu Schulden kommen lassen hat. Insofern liesse sich durchaus argumentieren, dass die NS Kritik auf diese plumpe Art nicht angebracht sei. Es ist jedoch nicht gerade hilfreich, wenn die eigene Kritik an Kühnert selbst an Plumpheit und Unreflektiertheit kaum zu überbieten ist. Wenn sie sich dann noch mit der Aussage rechtfertigen will, die Arbeiter seien gut bezahlt worden, lässt dies reichlich Verantwortungs- und Geschichtsbewusstsein vermissen.
    • Michele80 15.05.2019 16:24
      Highlight Highlight Bojenmensch: vollkommen ja zu allem! Aber heisst nicht-vergessen nicht auch lernen/sich damit auseinandersetzen/bilden? Das ist mMn das Mittel dazu, dass sowas nie mehr passiert. Und zu Bildung gehört auch, dass man weiss, dass eine solche Aussage wie die der Entlohnung ganz ganz heikel und sowieso falsch ist.
    • bokl 15.05.2019 17:09
      Highlight Highlight @Der Bojenmensch
      Das Vermögen wandert nächsten Generation, die Verantwortung bleibt bei den Verstorbenen. Wie praktisch.

      An eine Erbin und Anteilseignerin einer Firma mit NS-Vergangenheit stelle ich einfach höhere Anforderungen. Hat nix mit Sippenhaft zu tun.
    • dorint 15.05.2019 18:37
      Highlight Highlight Kurzer offtopic Einschub: herzlichen Dank für die angenehme Diskussion hier im Thread. Respektvoller Austausch von Meinungen und Ansichten. Merci dafür!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich_bin_ich 15.05.2019 15:27
    Highlight Highlight «Das war vor meiner Zeit und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt.»

    Sie sagt es war vor ihrer Zeit und redet dann von wir.
    Schon nur das schreit nach einem Kommunikationstrainer.

    Vielleicht sollte diese überaus sympathische Dame sich lieber wieder mit Segelyachten (immerhin gut für die Ökobilanz) beschäftigen, als mit Marketing und Kommunikation.

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