Anlässlich des SpaceX-Börsengangs: Aktivisten blasen riesigen Musk am Times Square auf
Einen Tag vor dem Börsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX ist am Donnerstag auf dem New Yorker Times Square eine gigantische, aufgeblasene Figur des reichsten Mannes der Welt aufgetaucht.
Die zwölf Meter grosse Büste zeigte Musk oben ohne und war rundum mit Vorwürfen gegen den SpaceX-Gründer versehen. Auf Bauch und Rücken der Statue stand etwa:
Im Video zeigen wir dir, wie das aussah:
Das IPO («Initial Public Offering») oder: Der Börsengang von SpaceX ist der grösste aller Zeiten und macht den reichsten Mann der Welt noch reicher. Das Unternehmen nimmt dabei 75 Milliarden Dollar ein, was Musk zum ersten Billionär macht.
Was ist ein IPO?
IPO bedeutet Initial Public Offering und beschreibt den Börsengang eines Unternehmens. Dieses bietet an jenem Stichtag zum ersten Mal seine Aktien zum öffentlichen Verkauf an. Für das Unternehmen bietet der Börsengang die Möglichkeit, neues Kapital aufzunehmen und mehr Prestige zu erlangen.
Mit dem Börsengang wird ein Unternehmen vom Privatunternehmen zur Aktiengesellschaft, auch Publikumsgesellschaft genannt. Damit gehen auch mehr Pflichten für das Unternehmen einher. So muss es zum Beispiel ein gewisses Mass an Transparenz einhalten: strengere Kontrollen und die Veröffentlichung regelmässiger Geschäftsberichte bzw. Finanzergebnisse.
Die Aktivistengruppe «Safe AI Now» (SAIN) wollte deshalb mit ihrer Aktion auf dem Times Square auf die Schattenseiten von Musk und seinen Unternehmen aufmerksam machen. Etwa auf die Vorwürfe gegen Musks KI «Grok», die immer wieder Kinderpornografie produziert haben soll.
Grok gehört seit diesem Jahr ebenfalls zu SpaceX. Laut Musk und «Grok»-Entwickler xAI habe man «eine Nulltoleranz» gegen jegliche Form der sexuellen Ausbeutung von Kindern. SpaceX warnt potenzielle Investorinnen und Investoren derweil selbst vor dem Risiko, das der nicht jugendfreie «NSFW»-Modus von Grok birgt, unter anderem, weil dadurch «Bilder ohne Einwilligung» oder solche ausbeuterischer Natur entstehen könnten.
Der Börsengang von SpaceX bedeutet derweil auch, dass das Unternehmen nun in vielen Aktienindizes auftauchen dürfte, in die zum Beispiel auch Pensionskassenfonds investieren. Damit sind nicht nur Privatinvestorinnen und -investoren direkt von ethischen und allenfalls strafrechtlich relevanten Verfehlungen der KI betroffen.
Dies will SAIN der Öffentlichkeit mit der Musk-Büste ins Bewusstsein rufen. Die Gruppe, die eigenen Aussagen zufolge aus Glaubensführern, Kinderschutzorganisationen sowie weiteren Gruppen und Einzelpersonen besteht, sagte in einem Statement, Musk habe eine gefährliche und ausbeuterische KI entwickelt, die entstandenen Schäden vertuscht, sie mit SpaceX fusioniert und verkaufe dieses Risiko nun für 135 Dollar pro Aktie an die Öffentlichkeit.
Dabei sei auch die Puppe selbst eine Metapher. Ähnlich wie Musk und seine Unternehmen selbst sei sie aufgeblasen, voller heisser Luft und könne in jedem Moment platzen.
Auch Drogenkonsum wird thematisiert
Auf dem Arm der aufblasbaren Figur war ausserdem ein weiteres «Tattoo» zu sehen. In einem roten Herzen konnte man das Wort Ketamin lesen. Dies war ein weiterer Seitenhieb in Richtung Elon Musk.
Der Milliardär hatte 2024 gesagt, alle paar Wochen eine kleine Menge der Droge zu sich zu nehmen, um ihm gegen «depressionsähnliche» Gemütszustände zu helfen. Seither wurde auch immer wieder spekuliert, dass Musk die Droge missbrauchen könnte und seinen Konsum damals verharmlost hat.
Elon Musk hat auf seiner Plattform X wie folgt auf die Vorwürfe der Aktivistinnen und Aktivisten reagiert:
«Das ist so dumm, weil was sie behaupten, total falsch ist.»
(lzo)
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