Liveticker
19.06.2026, 15:3820.06.2026, 06:57
Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz befindet sich im Einflussgebiet eines Omega-Hochs und erlebt deshalb eine Hitzewelle.
- Es werden Höchsttemperaturen von weit über 30 Grad erwartet, es könnten Juni- oder gar Allzeitrekorde fallen. In der Nacht auf Freitag wurden die ersten Tropennächte registriert.
- Die Hitzewelle könnte länger dauern, bisher ist kein Ende in Sicht. Hier findest du alle Warnungen, News und Tipps im Liveticker.
Das heftige Gewitter am Freitagabend hat den Betrieb am Flughafen Zürich zeitweise lahmgelegt. Wegen Blitzschlaggefahr kam es zu einem Abfertigungs- und Betankungsstopp. Dadurch fielen dutzende Flüge aus und es kam zu Verspätungen.
Der Flugbetrieb am Flughafen Zürich sei am Freitagabend für fast zwei Stunden unterbrochen gewesen, teilte eine Sprecherin am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Der Stopp für das sogenannte Handling und die Betankung der Flugzeuge habe von 17.52 bis 19.31 Uhr gedauert.
Grund dafür sei die akute Blitzschlaggefahr gewesen. Insgesamt seien 24 Abflüge und 22 Ankünfte annulliert worden. Einige Flugzeuge seien auf andere Flughäfen ausgewichen. 44 Flüge seien verspätet gewesen. (sda)
Auch am Tag nach dem Unwetter sieht man noch umgefallene Bäume am Wegesrand.

Heftige Gewitter haben der Schweiz in der Nacht auf Samstag eine vorübergehende Abkühlung gebracht. An den meisten Orten sanken die Temperaturen unter die 20-Grad-Grenze. Im Verlaufe des Tages dürfte es jedoch in der ganzen Schweiz wieder sehr heiss werden.
Die Gewitter folgten auf eine Hitzewelle, die laut Meteonews von historischer Dauer sein könnte. Am Freitag wurden in der Schweiz erneut Temperaturen von deutlich über 30 Grad gemessen. In Schaffhausen erreichte das Thermometer 35,7 Grad, was einen neuen Junirekord darstellte. Für den Samstag rechnet Meteonews wieder mit sonnigem und heissem Wetter mit Temperaturen zwischen 32 und 35 Grad. (sda)
Mehrere Menschen sind bei einem heftigen Unwetter am Freitagabend in Zürich verletzt worden. Eine 16-Jährige wurde von einem herabfallenden Ast getroffen und schwer verletzt, wie Schutz und Rettung Zürich mitteilte.
Die Jugendliche wurde im Kreis 8 von dem herabfallenden Ast getroffen. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde sie der Mitteilung zufolge in kritischem Zustand ins Spital gebracht.
Am Mythenquai wurden den Angaben zufolge sechs weitere Personen durch umstürzende Bäume leicht verletzt. Zwei von ihnen mussten hospitalisiert werden.
Das Gewitter zog gegen 18.00 Uhr von Urdorf her Richtung Winterthur und hielt sich während rund zwei Stunden über dem Stadtgebiet. SRZ habe zwischen 17.30 Uhr und 21.00 Uhr rund 270 Einsätze in der Stadt Zürich bewältigt. Die Sanität rückte zu 50 Einsätzen aus.
Eine Person musste aus einem Gebäude gerettet werden, in dem der Wasserpegel angestiegen war. Beim Bahnhof Wollishofen wurde eine Unterführung überflutet. Die Einsatzkräfte wurden unter anderem wegen umgestürzter Bäume und Äste, blockierter Verkehrsachsen, Stromgefahren, herumfliegender Gegenstände und überfluteter Keller aufgeboten.
Die Einsatzzentrale von SRZ registrierte im selben Zeitraum 730 Feuerwehr- und 130 Sanitätsnotrufe. Insgesamt wurden im Kanton Zürich 680 Feuerwehreinsätze disponiert. Besonders betroffen waren neben der Stadt Zürich die Regionen Bülach, Bassersdorf, Dübendorf, Erlenbach und Meilen.
Das Unwetter gehörte zu einer Serie heftiger Gewitter, die am Freitagabend über die Schweiz zogen. (sda)
Das ist am Freitagabend passiert:
Nach der Rekordhitze ist am Freitagabend eine heftige Gewitterfront über die Schweiz gezogen und hat vor allem in der Deutschschweiz teils erhebliche Schäden angerichtet. SRF Meteo registrierte landesweit mehr als 15'000 Blitze. Dazu kamen Starkregen, Sturmböen von bis zu 91 km/h und Hagelkörner von der Grösse eines Golfballs.
Besonders stark betroffen war die Stadt Zürich. Umgestürzte Bäume beschädigten Oberleitungen und legten Teile des Tram- und Busverkehrs lahm. Der Hauptbahnhof wurde stellenweise überflutet, am Flughafen Zürich kam es zu Einschränkungen im Flugbetrieb und die Notrufzentrale der Stadtpolizei verzeichnete zeitweise so viele Meldungen, dass nicht alle Anrufe sofort entgegengenommen werden konnten. Aufnahmen zeigten zudem umgerissene Bäume, beschädigte Fahrzeuge und ein von herumfliegenden Ästen zerstörtes Schaufenster.
Auch ausserhalb Zürichs hinterliess das Unwetter deutliche Spuren. In Luzern wurden Windböen von 91 km/h gemessen, in Sihlbrugg fielen innerhalb kurzer Zeit 50 Millimeter Regen. Hagel wurde unter anderem aus Spiez im Berner Oberland und Buochs im Kanton Nidwalden gemeldet. Inzwischen hat sich die Gewitterfront weitgehend nach Norden verlagert und die Lage entspannt sich. (mke/sda)
Auch aus Oberwies erreichen watson Bilder der Unwetterschäden. Zu sehen ist ein ausgewachsener Baum, der vom Sturm vollständig umgerissen wurde. Das Bild verdeutlicht die Wucht der Böen, die am Freitagabend in mehreren Regionen der Schweiz erhebliche Schäden verursacht haben. (mke)

Auch in Tagelswangen (Gemeinde Lindau) hat das Unwetter Schäden verursacht. Uns erreichen Bilder eines alten Hauses, bei dem zahlreiche Dachziegel vom Sturm heruntergerissen wurden. Die Ziegel liegen verstreut auf der Strasse vor dem Gebäude.
Ob Personen verletzt wurden oder weitere Sachschäden entstanden sind, ist derzeit nicht bekannt. (mke)

Das Unwetter hat am Freitagabend auch den Busverkehr in Zürich massiv beeinträchtigt. Ein watson-User schickte uns ein Bild aus einem Bus zwischen dem Löwenplatz und der Sihlpost. Für die rund 300 Meter lange Strecke benötigt der Bus normalerweise etwa eine Minute. Aufgrund der Unwetterschäden und des Verkehrsstaus verlängerte sich die Fahrzeit am Freitagabend jedoch auf ganze 41 Minuten. (mke)

Ein watson-Userhat uns Bilder vom Zürcher Central geschickt, auf denen ein stark beschädigter Bus der VBZ zu sehen ist. Das Fahrzeug wird von einem Abschleppwagen abtransportiert und weist erhebliche Schäden an der Front auf.
Ob der Bus im Zusammenhang mit dem Unwetter in einen Unfall verwickelt war oder wie es zu den Schäden kam, ist derzeit noch unklar. (mke)

Ein watson-User hat uns ein aussergewöhnliches Video aus Zürich-Wollishofen geschickt. Darauf ist zu sehen, wie ein Kanalisationsdeckel immer wieder nach oben gedrückt wird und sich kurz anhebt.
Der Leser vermutet, dass sich wegen der enormen Regenmengen Wasser in der Kanalisation angestaut hat und den Deckel von unten nach oben presst. Ob dies tatsächlich die Ursache ist, lässt sich derzeit nicht verifizieren. Die Aufnahmen zeigen jedoch eindrücklich, welche Kräfte das Unwetter in Zürich entwickelt hat. (mke)
Der Gewittersturm hat den Zürcher Tramverkehr erheblich beeinträchtigt. Hauptursache sind laut ZVV heruntergerissene Fahrleitungen durch umgestürzte Bäume. Von einer vollständigen Einstellung des Tramverkehrs könne jedoch keine Rede sein, teilte der Verkehrsverbund mit. Mehrere Linien waren insbesondere in der Innenstadt eingeschränkt. (mke/sda)

Das heftige Unwetter hat auch die Einsatzkräfte stark gefordert. Die Notrufzentrale der Stadtpolizei Zürich verzeichnete nach eigenen Angaben so viele Anrufe, dass diese zeitweise nicht mehr alle sofort entgegengenommen werden konnten. Einen vollständigen Überblick über das Ausmass der Schäden gab es am Abend zunächst noch nicht. (sda)
Nach den heftigen Gewittern über weiten Teilen der Schweiz verlagert sich das Unwetter zunehmend Richtung Norden. Gemäss MeteoSchweiz gilt derzeit nur noch für die Region Schaffhausen eine Unwetterwarnung der Stufe 4. In den übrigen Landesteilen hat sich die Lage inzwischen weitgehend entspannt. (mke)

Das Unwetter hat den Raum Zürich besonders hart getroffen. Wie Meteorologe Roger Perret von MeteoNews gegenüber
«20 Minuten» sagte, fielen in Sihlbrugg innerhalb von gut einer Stunde 57 Liter Regen pro Quadratmeter, in Küsnacht 52 und in Opfikon 47 Liter. Das entspricht stellenweise bereits rund der Hälfte der durchschnittlichen Niederschlagsmenge eines ganzen Juni.
Zudem registrierten die Messsysteme im Kanton Zürich rund 6600 Blitze. Laut MeteoNews vereinigten sich mehrere Gewitterzellen zu einer besonders grossen Zelle. Windböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h. (mke)
Das heftige Gewitter hat am Freitagabend auch den Flugbetrieb am Flughafen Zürich beeinträchtigt. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, konnten ab etwa 18.20 Uhr vorübergehend keine Flugzeuge mehr starten. Gleichzeitig mussten mehrere anfliegende Maschinen ihren Landeanflug abbrechen und durchstarten.
Betroffen waren unter anderem Flüge aus Istanbul, Salerno und Frankfurt. Ab etwa 18.45 Uhr wurden laut dem Bericht zeitweise auch keine Landungen mehr durchgeführt. (mke)
Ein User schickte ein Video von der Baumallee entlang der Sihl in Zürich. Nach dem heftigen Gewitter ist der Boden dort von einer dicken Schicht Blätter bedeckt – offenbar hat der Sturm zahlreichen Bäumen stark zugesetzt. Das Video zeigt eindrücklich, welche Spuren das Unwetter in der Stadt hinterlassen hat. (mke)
Während das Unwetter in Zürich für umgestürzte Bäume und Tramunterbrüche sorgte, nahm es eine Familie in Oerlikon mit Humor. Ein watson-User schickte ein Video, das seine Kinder zeigt, wie sie trotz strömendem Regen auf dem Trampolin im Garten springen und dabei laut den Taylor-Swift-Hit «Cruel Summer» singen. Ein kleiner Lichtblick an einem ansonsten stürmischen Abend. (mke)
Die Unwetterschäden in Zürich nehmen zu. Auch beim Hallenbad City ist am Freitagabend ein Baum umgestürzt. Ob dabei Personen verletzt wurden oder es zu weiteren Schäden kam, ist derzeit nicht bekannt. Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte stehen an mehreren Orten in der Stadt im Einsatz. (mke)

Das Unwetter hat auch beim Bahnhof Wollishofen Spuren hinterlassen. Wie 20 Minuten berichtet, wurde eine Unterführung komplett überflutet. Fussgänger mussten ihre Schuhe ausziehen, um durch das Wasser zu waten. Kinderwagen konnten die Unterführung nur getragen passieren. (mke)
Das heftige Gewitter hat am Freitagabend auch dem Zürich Open Air City zugesetzt. Wie der Blick berichtet, suchten zahlreiche Besucher auf dem Gelände der Dolder-Kunsteisbahn Schutz unter dem Bühnendach, während starker Regen über das Festival zog.
Von der erhofften Festivalstimmung war zeitweise wenig zu spüren. Auf Bildern sind nur wenige Besucher vor der Bühne zu sehen, während der Regen das Open-Air-Erlebnis deutlich beeinträchtigte. (mke)
Das Unwetter hat am Freitagabend offenbar zu einem grösseren Stromausfall im Zürcher Tramnetz geführt. Nach ersten Informationen wurden Oberleitungen durch umstürzende Bäume beschädigt. In der Folge standen zahlreiche Trams in der Innenstadt still.
Betroffen ist unter anderem der Abschnitt zwischen Bellevue und Stauffacher. Teilweise sollen Fahrleitungen auf den Boden gestürzt sein. (mke)
Das heftige Unwetter sorgt am Freitagabend auch für stark steigende Fahrpreise bei Uber. Wegen der Tramunterbrüche und des starken Regens scheinen viele Menschen auf Fahrdienste auszuweichen. Für eine Fahrt von Zürich-Wiedikon nach Oerlikon wurden zeitweise rund 90 Franken verlangt – normalerweise kostet dieselbe Strecke etwa 30 Franken. Die Preissteigerung dürfte auf die hohe Nachfrage und das begrenzte Angebot an verfügbaren Fahrern zurückzuführen sein. (mke)

Das heftige Gewitter hat am Freitagabend in Zürich zahlreiche Schäden verursacht. Mehrere Bäume stürzten um und blockierten Strassen sowie Tramstrecken. Teilweise wurden auch parkierte Autos beschädigt.
Zudem wird aus verschiedenen Stadtteilen von Blitzeinschlägen berichtet. Feuerwehr und weitere Einsatzkräfte stehen an mehreren Orten im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu entfernen und Schäden zu sichern. (mke)

Das heftige Unwetter hat am Freitagabend auch den Zürcher Hauptbahnhof getroffen. Wie der Blick berichtet, drang Regenwasser durch die Glasdecke ins Gebäude und ergoss sich stellenweise über Rolltreppen und Perrons.
Reisende wurden von den plötzlich einsetzenden Wassermassen überrascht. Augenzeugen berichten von sintflutartigem Regen, der innerhalb kurzer Zeit Teile des Bahnhofs unter Wasser setzte. Ob der Bahnverkehr beeinträchtigt wurde, ist derzeit noch unklar. (mke)
Auch zwischen der Stauffacherstrasse und der Sihlpost kam ein Tram zum Stillstand, nachdem mehrere Äste abgebrochen und auf sowie neben die Gleise gestürzt waren.
Die heftigen Sturmböen setzten laut Augenzeugen innerhalb weniger Minuten ein und rissen grosse Äste von den Bäumen. Einsatzkräfte räumten die Strecke und sicherten den betroffenen Bereich. (mke)
Auf der Zürcher Rämistrasse ist am Freitagabend ein Baum umgestürzt und hat dabei die Oberleitungen einer Tramlinie heruntergerissen. Der Tramverkehr auf dem betroffenen Streckenabschnitt ist derzeit unterbrochen.
Feuerwehr und Rettungskräfte stehen im Einsatz und sichern die Unfallstelle. Wie lange die Störung andauert und ob Personen verletzt wurden, ist derzeit noch nicht bekannt. (mke)

Die angekündigten Gewitter haben am Freitagabend Teile der Zentralschweiz mit voller Wucht getroffen. Besonders in den Kantonen Luzern und Nidwalden gingen örtlich heftige Hagelschauer nieder. Aus Buochs wurden grosse Hagelkörner gemeldet. In Teilen des Kantons Luzern sorgten starke Windböen und intensiver Regen für umherfliegende Gegenstände und örtliche Schäden. Weitere Gewitter ziehen im Verlauf des Abends über die Schweiz. (mke)
Sturmböen und Hagel drohen auch im Mittelland. Mehr dazu:
In den drei weiteren Regionen Delémont – Bellelay, Entlebuech und Sarnen-Lungern warnt MeteoSchweiz aktuell vor dem Abbrechen von Ästen, Umstürzen einzelner Bäume, Hagelschäden und Rutschungen in steilen Hängen sowie dem plötzlichen Auftreten von Flutwellen in Bächen. Auch Überflutungen und Blitzeinschläge stellen ein erhöhtes Risiko für die Bevölkerung dar. Diese ist angehalten, exponierte Stellen und offene Flächen zu meiden sowie sich nicht in der Nähe von Gewässern oder Wäldern aufzuhalten. (jul)
Während für mehrere Regionen rund um Luzern, Glarus, Appenzell, das Engadin und den Jura weiterhin die Gewitterwarnstufe 3 gilt, ist die Region Basse-Gruyère derzeit die einzige Gegend,
für die MeteoSchweiz noch immer die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen hat. (jul)

Trotz Temperaturen von über 36 Grad bleibt der Unterricht in den meisten Schweizer Kantonen bestehen. Basel-Stadt empfiehlt den Schulen jedoch, den Unterricht kreativ zu gestalten und etwa Museen, Schwimmbäder, Wälder oder den Zoo zu besuchen.
Der Lehrerinnen- und Lehrerverband fordert unterdessen einen schweizweit einheitlichen Hitzeschutzplan. Ab 30 Grad Raumtemperatur sollte der reguläre Unterricht eingestellt werden, heisst es in einem Positionspapier. Der Kanton Genf geht als einziger bereits einen Schritt weiter und befreit am Montag und Dienstag die jüngsten Primarschüler vom Unterricht. (mke/sda)
In den Regionen Langnau-Eggiwil, Schangnau-Sigriswil, Thun-Belp, Niedersimmental und Haute-Gruyère herrscht aktuell die zweithöchste Gewitterwarnstufe. Die Bevölkerung ist angehalten, offene Flächen, Gewässer sowie Wälder und exponierte Stellen zu meiden. (jul)
So heiss wie heute war es in der Stadt Schaffhausen im Juni noch nie, wie Messwerte von MeteoSchweiz zeigen. Um 15.20 Uhr kletterte das Thermometer der Messstation auf 35,7 Grad. Damit ist es 0,2 Grad wärmer als am 23. Juni 2003, der erste Juni-Rekord ist damit gefallen. Egalisiert wurde der Juni-Rekord zudem in Hallau, ebenfalls im Kanton Schaffhausen. (leo)

Gemäss Meteoschweiz besteht aktuell in den Regionen Nieder- und Obersimmental, Schangnau-Sigriswil, Langnau-Eggiwil, Pays-d`Enhaut, Haute-Gruyère und Kerenzerberg-Seeztal eine erhebliche Gefahr durch Gewitter. Die Behörde gab die Warnstufe drei heraus und warnt vor Blitzeinschlägen, Überflutungen, Hagelschäden und Rutschungen in steilem Gelände. Auch abbrechende Äste und umstürzende Bäume könnten zur Gefahr werden. Der Bevölkerung wird empfohlen, Gewässer, offene Flächen und exponierte Stellen sowie Wälder zu meiden. (jul)

Nicht nur in der Schweiz macht sich die aktuelle Hitzewelle bemerkbar. Gemäss Michael Eichmann von Meteonews sind insbesondere Süddeutschland, die iberischen Halbinseln und Frankreich von dem Wetterextrem betroffen. Besonders stark treffe es dabei Regionen in Zentral- und Westfrankreich, wie Eichmann sagt: «Während wir in der Schweiz im Verlauf der nächsten Woche mit konstanten Temperaturen um die 35 Grad rechnen, wird Frankreich wohl mit Temperaturen um oder sogar über 40 Grad konfrontiert werden.». Für den kommenden Montag sowie den Dienstag prognostiziert Meteoblue für Paris Temperaturen um die 40 Grad. (jul)

In Hallau im Kanton Schaffhausen misst MeteoSchweiz am Freitagnachmittag um 14.20 Uhr 33,8 Grad. Der Juni-Rekord wurde hier am 19. Juni 2022 mit 34,4 Grad aufgestellt. Es fehlen also nur noch 0,6 Grad, um den Rekord zu egalisieren. Am heissesten ist es aktuell in Leibstadt im Kanton Aargau mit 34,8 Grad. (leo)
Gemäss Michael Eichmann von Meteonews erwarten uns heute im Mittelland teils starke Gewitter. Wo die stärksten Ereignisse auftreten werden, das sei aktuell noch schwer vorherzusagen, so der Wetterexperte: «Die Gewitter entwickeln sich typischerweise an der Alpennordseite und im Jura. Der Südwind wird die Gewitterfront heute deutlich Richtung Norden tragen, sodass es im gesamten Mittelland zu Gewittern kommen kann.»
Dabei sei nicht auszuschliessen, dass auch grössere Städte wie Zürich, Luzern oder Bern davon betroffen sein könnten. Je nach Topografie und Luftfeuchtigkeit der betroffenen Regionen würden die Gewitter glimpflicher oder heftiger ausfallen. Im Zentrum der Gewitterzelle werde es jedoch «kein Kindergeburtstag», so Michael Hartmann. So könne es auch zu Sturmböen um die 80 bis 100 Kilometer pro Stunde kommen. (jul)

Um 13 Uhr wurden gleich an drei Messstationen von MeteoSchweiz die 34-Grad-Marke geknackt:
1. Leibstadt (AG): 34,3 Grad
2. Chur (GR): 34,3 Grad
3. Beznau (AG): 34,0 Grad
Auch in Mumbai ist es heiss, wie dieses Bild zeigt:
Die Einwohner in der Nähe der Küste des arabischen Meeres haben sich kurzerhand dazu entschieden, ihr Nachtlager am Versova-Strand in Mumbai aufzuschlagen. Das India Meteorological Department (IMD) hat bereits Mitte der Woche eine Hitzewarnung für die Region ausgesprochen. Aktuell werden hier 35 Grad gemessen, in der Nacht kühlt es allerdings nur gerade auf 29 Grad ab. (leo)
Der Kanton Bern hat am Freitag vor erheblicher Waldbrandgefahr in mehreren Regionen gewarnt. Betroffen sind die sonnenexponierten Hänge entlang des Jurabogens, Thun sowie die Sonnseite des Thuner- und Brienzersees.
Im Bild: Ein Waldbrand in Leuk während des Jahrhundertsommers 2003.
Bei windigen Verhältnissen sei ganz auf Feuer zu verzichten, teilte der Kanton mit. Feuer dürfe nur in fest eingerichteten Feuerstellen entfacht werden und sei stets zu beaufsichtigen. Funkenwurf müsse sofort gelöscht werden. Beim Verlassen der Feuerstelle sei die Glut vollständig zu löschen.
Die Stufe «erheblich» bedeutet die dritte von insgesamt fünf Gefahrenstufen. (sda)
Nach den MeteoSchweiz-Niederschlagsprognosen von 12 Uhr dürften ab 13 Uhr erste Gewitter den Kanton Graubünden treffen. Ab 15 Uhr ziehen erste Zellen über die Alpen in Richtung Norden und erreichen dort in der Westschweiz den Kanton Fribourg. Ab 16 Uhr zieht eine grössere Gewitterzelle über den Kanton Bern in Richtung Solothurn, etwas später muss mit heftigen Niederschlägen über der Stadt Solothurn, im Jura sowie in Zürich und Schaffhausen gerechnet werden. Im Laufe des Nachmittages dürfte auch Aarau betroffen sein, etwas später am Abend mit St.Gallen dann auch die Ostschweiz. (leo)

Wegen der grossen Hitze hat Winterthur die Töss-Stafette vom nächsten Dienstag abgesagt. Am Lauf nehmen jeweils rund 3000 Schülerinnen und Schüler teil. Da körperliche Aktivitäten im Freien bei Hitze der Stufe 3 möglichst vermieden werden sollten, sagte das Organisationskomitee (OK) die Stafette ab, wie es am Freitag mitteilte. «Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Teilnehmenden haben oberste Priorität», heisst es weiter.
Das OK habe die Situation und verschiedene Massnahmen zur sicheren Durchführung der Veranstaltung sorgfältig geprüft. Trotz diverser Vorkehrungen könne die Gesundheit und Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie aller weiteren Beteiligten unter den gegebenen Bedingungen aber nicht ausreichend gewährleistet werden.
Der Anlass wird ersatzlos gestrichen. Die nächste Ausgabe findet erst im Juni 2027 statt. Angesichts der zunehmenden Häufigkeit von Hitzetagen und Hitzewellen will das OK prüfen, welche organisatorischen Massnahmen für zukünftige Austragungen sinnvoll sind. «Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit einer zeitlichen Anpassung des Veranstaltungsprogramms», schreibt das OK. (sda)
In einem Interview von Anfang Woche erklärte Roger Perret von MeteoNews gegenüber watson: «Was auf uns zukommt, ist absolut historisch und einmalig.» Über das Wochenende könnten demnach diverse Juni-Rekorde fallen und sogar Allzeitrekorde befinden sich in Schlagdistanz. «Charakteristisch für diese Hitzewelle ist jedoch vor allem ihre Dauer sowie der sehr frühe Zeitpunkt im Sommer»,
schreibt MeteoNews in einer neuen Mitteilung. So wurden an diversen Messstationen für den Stichtag 19. Juni so viele Hitzetage wie nie registriert.
Ein Blick auf die Prognosen für die nächsten Tage zeigt zudem: Ein Ende der Hitzewelle ist nicht absehbar. Das rückt auch die Frage ins Zentrum, ob wir es mit einer aussergewöhnlich langen Hitzewelle zu tun haben. «Im Mittelland traten in der Vergangenheit bereits mehrfach Hitzewellen mit einer Dauer von teils knapp über zwei Wochen auf», schreibt MeteoNews dazu. Die längste Serie wurde 1928 in Lugano gemessen: 21 Tage lang dauert sie damals. Auf der Alpennordseite wurde 1911 in Zürich an 16 aufeinanderfolgenden Tagen Hitzetage gemessen.
«Auffällig ist jedoch, dass diese ausgeprägten Hitzephasen in den genannten Jahren jeweils deutlich später im Sommer auftraten, meist zwischen Mitte Juli und Mitte August», schreibt MeteoNews weiter. (leo)
Die Schweiz schwitzt weiter: Um 12 Uhr wurden auch am Freitag bereits an vielen Messstationen über 30 Grad gemessen. Insgesamt steht das Thermometer an 20 Stationen über der 30-Grad-Marke. Am heissesten ist es aktuell in Gösgen (SO), hier brüten die Menschen bei 32,1 Grad. Auch in Aarau ist es mit 31,9 Grad bereits ziemlich warm. Die beiden Städte Basel und Zürich verzeichnen ebenfalls bereits über 30 Grad, wie die Zahlen von MeteoSchweiz zeigen.
Die Maximaltemperaturen bewegen sich aktuell zwar vielerorts auf deutlich über 30 Grad, Rekorde sind bisher aber noch keine gefallen. Hier eine Karte mit allen Hitzerekorden in der Schweiz:
Im Laufe des Wochenendes und der nächsten Woche steigen die Maximaltemperaturen aber nochmals an. Am Sonntag steht mit bis zu 37 Grad in Basel und 36 Grad in Zürich ein erster Höhepunkt an. Nochmals etwas heisser könnte es dann laut MeteoNews am Mittwoch werden. Dann sind für Basel gar 38 Grad prognostiziert. Jedoch sind genaue Temperaturprognosen für so weit in der Zukunft mit Vorsicht zu geniessen. (leo)
Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz hat bereits am Donnerstag für weite Teile der Schweiz eine Hitzewarnung ausgesprochen. Für die Region Basel herrscht gar «grosse Gefahr» (Stufe 4). Der Bund warnt für diese Region vor «grossem Risiko für Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein» und empfiehlt den Menschen, «Schatten und kühle Räume aufsuchen, sich mit geeigneter Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenschutz schützen, Fenster beschatten und früh morgens lüften.»
Für die gesamte Alpennordseite, teile des Wallis und des Tessins gilt zudem eine Hitzewarnung der Stufe 3. Im Wallis gilt weiter eine grosse Gefahr für Waldbrände. Von der Trockenheit besonders betroffen sind weiter der Kanton Graubünden sowie die Region zwischen dem Bodensee über Schaffhausen und Zürich Bis Aarau. (leo)

In der Nacht auf den Freitag registrierten gleich mehrere Messstationen von MeteoSchweiz Minimaltemperaturen von über 20 Grad – also Tropennächte. In St. Chrischona im Kanton Basel-Stadt sank die Temperatur gar nur auf 23,2 Grad ab. Auch in Vevey (VD) und in Vaduz (FL) wurden in der Nacht 23 Grad gemessen. Insgesamt wurden an 21 Messstationen Minimumtemperaturen von über 20 Grad festgestellt. (leo)

Für den Freitagnachmittag sind laut Wetterprognosen besonders im Süden der Schweiz Gewitter angesagt. Wo genau diese eintreffen, lässt sich nur schwer vorhersagen. Im Laufe des Nachmittages verschieben sich die Zellen dann weiter in Richtung Norden. Laut dem Niederschlagsradar von MeteoSchweiz dürften ab 17 Uhr kräftige Gewitter in der Region Solothurn und über Aarau, Zürich und Schaffhausen auftreten.

Die Hitzewelle hat am Donnerstag die Schweiz erreicht. Bisherige Juni-Rekorde wurden noch nicht geknackt. In Visp VS war es mit 35,4 Grad am heissesten.
Auch hier war es schon einmal wärmer, und zwar am 27. Juni 2019, wie Meteorologe Ludwig Zgraggen vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. In Basel sei es am Donnerstag mit 34,4 Grad ebenfalls sehr heiss gewesen. Dort liege der bisherige Rekord bei 36,9 Grad am 27. Juni 1947.
Seit Donnerstagmittag gelten Hitzewarnungen der Stufen 3 und 4 des Bundes. Zunächst sind die Warnungen bis Dienstag befristet. Eine Verlängerung sei jedoch wahrscheinlich. (sda)
«Historische Hitzewelle» erreicht die Schweiz
Die Schweiz befindet sich ab Mitte Juni im Einflussgebiet eines sogenannten Omega-Hochs. Dabei werden die warmen Luftmassen eingeklemmt. «Kühlere Luft wird an den Rändern umgeleitet und gelangt so nicht mehr nach Mitteleuropa», erklärt Meteorologe Roger Perret.
Das hat zur Folge, dass das Wetter über längere Zeit stabil bleibt. Im aktuellen Fall bleibt der Himmel wolkenlos und die Sonne kann Luft und Untergrund erbarmungslos aufheizen. «Es ist extrem ungewöhnlich, dass die Schweiz bereits so früh im Sommer über einen längeren Zeitraum derart hohe Temperaturen erlebt», sagt Perret.
Der Meteorologe sagte im Gespräch mit watson zu Beginn der aktuellen Hitzewelle gar:
«Was auf uns zukommt, ist absolut historisch und einmalig.»
Trockenheit wird zum Problem
Bereits vor der aktuellen Hitzewelle gab es in weiten Teilen der Schweiz unterdurchschnittlichen Niederschlag, der teilweise bereits zu Trockenheit führte. Im Kanton Thurgau wird deshalb der Wasserverbrauch über das Wochenende eingeschränkt.
Der Bodensee befindet sich bereits jetzt auf einem historischen Juni-Tief und vielerorts ist die Waldbrandgefahr erhöht. Wie stark sich die Hitzewelle auf diese Situation auswirkt, erfährst du oben im Liveticker.
(leo)