Religion
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Schwere Vorwürfe: Gottfried Locher verlässt Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz



Gottfried Locher, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, unterstützt zusammen mit dem Rat die zivile Seenotrettung. (Archivbild)

Gottfried Locher Bild: KEYSTONE

Knall bei der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS). Ihr Präsident, Gottfried Locher, scheidet aus seinem Amt aus. Dies hat er am Mittwoch in einem Schreiben an den Synodepräsidenten mitgeteilt, wie es in einer Medienmitteilung der Kirche vom Mittwochabend heisst.

Kürzlich hatten zwölf namhafte Theologinnen und Theologen einen offenen Brief mit Vorwürfen an Locher veröffentlicht. Es gebe ernstzunehmende Hinweise darauf, dass es bei einem Geschäft des EKS-Rates inhaltlich um Grenzverletzungen gehe. Der Rücktritt eines Ratsmitglieds, das sich dieses Themas angenommen habe, sei einer dieser Hinweise. Konkretes war auf Anfrage bei der EKS nicht zu erfahren.

«Der Sachverhalt ist nicht erstellt oder erhärtet und wird nun erst abgeklärt», heisst es im Communiqué vom Mittwochabend. Der «komplexe Sachverhalt» werde von einer externen Stelle unabhängig untersucht.

Bis zur Neubesetzung des Präsidiums werden Vizepräsidentin Esther Gaillard und Vizepräsident Daniel Reuter die Geschäfte führen. Gottfried Locher hatte den Ratsvorsitz seit 2011. (aeg/sda)

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheRealSnakePlissken 28.05.2020 23:29
    Highlight Highlight Die Reformierten verrennen sich offenbar in die gleiche Sackgasse wie ihre katholischen Amtsbrüder: „Wir lösen das intern.“ Und prompt fliegen ihnen genauso die Fetzen um die Ohren.
  • Vecchia 28.05.2020 16:30
    Highlight Highlight "Grenzverletzungen"
    Ohne genauere Angaben, kann in dieses Wort aus kirchlicher Sicht (und deren Definition des Wortes) schwerstes sexuelles Vergehen hineininterpretiert werden.
    Dieses vage Gemauschel wird Locher ganz sicher schaden, egal ob er Grenzen verletzt hat oder nicht. Da nützt die Bemerkung "«Der Sachverhalt ist nicht erstellt..." auch nichts mehr.

    Ausgerechnet bei dem, der sich für die Homoehe stark machte und die Prostitution nicht verteufelt hat.

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