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Heuschnupfen und Migräne: Neue Studie zeigt Zusammenhang

ZUR AKTUELLEN POLLENSAISON STELLEN WIR IHNEN AM 12. MAI 2015 FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Ein Maedchen schnaeuzt in ein Papiertaschentuch, aufgenommen am 30. April 2015 auf einer Wi ...
Heuschnupfen und Migräne zählen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen – und könnten womöglich zusammenhängen.Bild: KEYSTONE

Forschende entdecken Zusammenhang zwischen Migräne und Heuschnupfen

Plagen dich gerade nicht nur die Pollen, sondern auch die Migräne? Beides ist enger miteinander verknüpft als bisher angenommen, darauf weist zumindest eine neue Metaanalyse hin.
06.05.2026, 10:1906.05.2026, 10:19

Die allergische Rhinitis, der medizinische Begriff für Heuschnupfen, ist eine der weltweit häufigsten allergischen Erkrankungen mit steigender Prävalenz. Hierzulande leiden rund 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung an einer Pollenallergie. Die stärksten Reaktionen rufen Gräser, Birke, Hasel und Erle hervor. Frauen sind häufiger von Heuschnupfen betroffen als Männer.

Migräne ist mehr als starke Kopfschmerzen: Sie ist eine neurologische Erkrankung, die den Alltag der Betroffenen stark einschränkt. Auch sie ist weit verbreitet. Rund zwölf Prozent der Schweizer Bevölkerung sind davon betroffen. Bei Frauen tritt sie etwa doppelt so häufig auf wie bei Männern.

Beide Erkrankungen schränken die Lebensqualität ein und könnten möglicherweise miteinander in Zusammenhang stehen, wie eine neue Metastudie zeigt. Frühere Studien lieferten zwar Hinweise auf eine solche Verbindung, kamen jedoch zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Zwei- bis dreimal höheres Migränerisiko

Doch nun haben Forschende die internationale Studienlage systematisch ausgewertet. Insgesamt flossen zehn Studien mit rund 4,8 Millionen Teilnehmenden aus Europa, Amerika, Asien und dem Nahen Osten in die Analyse ein. Das Resultat: Menschen mit allergischer Rhinitis haben ein fast dreimal so hohes Risiko, Migräne zu entwickeln.

Bei der Auswertung handelt es sich allerdings um eine Beobachtungsstudie (Metaanalyse). Diese zeigt lediglich einen Zusammenhang, jedoch keinen Nachweis für eine Kausalität. Die Autorinnen und Autoren sind aber der Ansicht, dass die Ergebnisse in der medizinischen Praxis stärker berücksichtigt werden sollten. (cst)

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