DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens sind die Leichen von 14 Menschen geborgen worden.
Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens sind die Leichen von 14 Menschen geborgen worden.Bild: Bundeswehr

28 Tote bei Bootsunglück in Libyen – Dutzende Menschen vermisst

26.12.2021, 12:5826.12.2021, 12:59

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens sind die Leichen von 28 Menschen geborgen worden. Vier Migranten seien gerettet worden, teilte das Innenministerium des Bürgerkriegslandes am Sonntag mit. Insgesamt waren den Angaben nach rund 60 Menschen an Bord des gekenterten Boots. Nach den Vermissten werde gesucht.

Die Behörden waren durch Berichte über angespülte Leichen auf das Unglück aufmerksam geworden. Die Migranten seien afrikanischer Herkunft. Wann genau sich das Unglück ereignete, war zunächst unklar.

Derzeit wagen wieder viele Migranten die lebensgefährliche Überfahrt von Libyen aus nach Europa. Am Samstag rettete Tunesiens Marine 44 Menschen, die aus dem Nachbarland aufgebrochen waren, um nach Italien zu fahren. Die meisten von ihnen stammten nach Angaben des tunesischen Roten Halbmondes aus Syrien und Mali. Die Menschen hatten vor der Küste der Stadt Zarzis im Süden des Landes von ihrem kaputten Boot aus um Hilfe gerufen. Die Menschen sollen nun in Notunterkünfte in Tunesien kommen. Diese seien allerdings stark überfüllt.

Auch private Hilfsorganisationen retteten in den vergangenen Tagen wieder hunderte Bootsmigranten im Mittelmeer.

Das Bürgerkriegsland Libyen hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Transitland für Migranten entwickelt, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen. Migranten sind Menschenrechtlern zufolge in Libyen immer wieder Gewalt, Erpressung und Zwangsarbeit ausgesetzt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Griechische Regierung benutzt Flüchtlinge für illegale Pushbacks
In Griechenland werden Flüchtlinge als Handlanger benutzt, so eine neue Recherche. Ihnen wird versprochen, dadurch selbst schneller an Aufenthaltspapiere zu kommen. 

An der EU-Aussengrenze benutzen griechische Polizeibeamte Flüchtlinge offenbar als Handlanger für illegale Pushbacks. Das haben gemeinsame Recherchen des «Spiegel» mit Lighthouse Reports, dem ARD-Politikmagazin «Report München», «Le Monde» und dem «Guardian» ergeben.

Zur Story