DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Testländerspiel

Kanada führt die Schweiz vor – Romy, Baltisberger, Sutter und Paschoud nicht an der WM

02.05.2017, 21:4703.05.2017, 08:17

Dem Schweizer Nationalteam ist die Hauptprobe vier Tage vor dem WM-Startspiel missglückt. Das Team von Trainer Patrick Fischer blieb in Genf gegen den Olympiasieger und aktuellen Weltmeister Kanada chancenlos und verlor das letzte Vorbereitungsspiel 1:4.

Leonardo Genoni verzeichnete einen Fehlstart, steigerte sich aber von Drittel zu Drittel.
Leonardo Genoni verzeichnete einen Fehlstart, steigerte sich aber von Drittel zu Drittel.
Bild: KEYSTONE

Die kanadische NHL-Auswahl war den Schweizern in Genf von Beginn weg und in allen Belangen überlegen. Nach weniger als sechs Minuten führten die WM-Titelverteidiger und neuerlichen Favoriten bereits 2:0, nach gut 13 Minuten und dem 0:3 aus Schweizer Sicht war die Entscheidung bereits gefallen.

Den einzigen Schweizer Treffer vor 6697 Zuschauern, der grössten Kulisse an einem Heimspiel seit drei Jahren, erzielte Pius Suter nach einem Schuss von Cody Almond in der 19. Minute. Suter profitierte von einem Abpraller des kanadischen Keepers Chad Johnson und erzielte seinen vierten Treffer im zwölften Länderspiel.

Wie weit kommt die Nati an der WM in Paris und Köln?

Nervös zum Auftakt

Nach den mehrheitlich ansprechenden Leistungen in der WM-Vorbereitung erlitten die Schweizer ausgerechnet im letzten Test einen Rückschlag. Gegen Kanada darf eine Schweizer Auswahl zwar immer verlieren. Zu denken geben muss Fischer aber, wie nervös und inkonsequent sich die Schweizer in der Startphase präsentierten.

Noch nicht in der Form des Playoff-Finals befindet sich auch Leonardo Genoni. Der Meistergoalie des SC Bern erwischte wie bereits bei seinem letzten Einsatz in der Vorwoche gegen Dänemark (4:5) nicht seinen besten Abend. Den Schuss zum 0:2 musste er unter den Armen passieren lassen, vor dem 0:3 missglückte ihm eine Stockabwehr.

Romy, Paschoud, Sutter und Baltisberger aus Kader gestrichen

Patrick Fischer hat nach dem Spiel gegen Kanada seinen letzten Kaderschnitt vollzogen. Claude-Curdin Paschoud (Davos), Dave Sutter (Biel), Chris Baltisberger (ZSC Lions) und Kevin Romy (Genf) sind nicht Teil der WM-Mannschaft.

Nationalmannschafts-Direktor Raeto Raffainer nimmt Stellung zum letzten Kaderschnitt.

Die überraschendste der vier Personalien ist jene von Romy, der gegen die Kanadier nur noch als 13. Stürmer aufgelaufen war. Der Center von Genève-Servette war mit 153 Länderspielen der zweiterfahrenste Spieler des Aufgebots nach Andres Ambühl (237 Partien). Romy war seit 2004 an vielen grossen Turnieren dabei (7 Weltmeisterschaften, 1 olympisches Turnier). Letztes Jahr an der WM in Moskau hatte der 32-Jährige verletzungsbedingt gefehlt. Bei Chris Baltisberger wird eine Verletzung als Grund für den Schnitt gemeldet.

Am Samstag, dem Tag des ersten Spiels der Schweiz an der WM in Paris, wird Patrick Fischer 20 Feldspieler und die drei Torhüter melden. Das bedeutet, dass es für zwei mögliche Verstärkungen aus Nordamerika noch Platz im Kader hätte. 

Das Schweizer Kader für die WM in Frankreich
Torhüter (3): Leonardo Genoni (Bern), Jonas Hiller (Biel), Niklas Schlegel (ZSC Lions).
Verteidiger (8): Raphael Diaz (Zug), Philippe Furrer (Lugano), Joël Genazzi (Lausanne), Dean Kukan (Cleveland Monsters/AHL), Romain Loeffel (Genève-Servette), Christian Marti (ZSC Lions), Dominik Schlumpf (Zug), Ramon Untersander (Bern).
Stürmer (14): Cody Almond (Genève-Servette), Andres Ambühl (Davos), Simon Bodenmann (Bern), Damien Brunner (Lugano), Gaëtan Haas (Biel), Fabrice Herzog (ZSC Lions), Denis Hollenstein (Kloten), Denis Malgin (Florida Panthers/NHL), Vincent Praplan (Kloten), Tanner Richard (Syracuse Crunch/AHL), Thomas Rüfenacht (Bern), Reto Schäppi (ZSC Lions), Reto Suri (Zug), Pius Suter (ZSC Lions).
Trainer: Patrick Fischer – Assistenten: Tommy Albelin, Christian Wohlwend.

Das Telegramm

Schweiz – Kanada 1:4 (1:3, 0:1, 0:0)
Genf. - 6697 Zuschauer. - SR DiPietro/Wiegand, Borga/Kovacs (SUI).
Tore: 5. (4:16) Lee (MacKinnon) 0:1. 6. (5:42) Couturier (Simmonds) 0:2. 14. Giroux 0:3. 19. Suter (Almond) 1:3. 37. Simmonds (Skinner, Giroux/Ausschluss Untersander) 1:4. -
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Schweiz: Genoni; Diaz, Marti; Untersander, Kukan; Loeffel, Genazzi; Sutter, Schlumpf; Rüfenacht, Richard, Bodenmann; Brunner, Malgin, Ambühl; Herzog, Schäppi, Suter; Chris Baltisberger, Almond, Suri; Romy.
Kanada: Johnson (30. Pickard); Barrie, De Haan; Demers, Matheson; Lee, Morrissey; Card; O'Reilly, Scheifele, Skinner; Duchene, Giroux, MacKinnon; Simmonds, Couturier, Killorn; Marner, Point, Schenn; Konecny.
Bemerkungen: Schweiz ohne Hollenstein (verletzt), Hiller, Furrer, Paschoud, Praplan, Haas (alle überzählig) und Schlegel (Ersatztorhüter). - Pfostenschuss Point (46.). -
Schüsse: Schweiz 17 (7-6-4); Kanada 41 (11-15-15). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/3; Kanada 1/3. (abu/sda)

Fischer fischt an der WM mit diesen Fischen nach dem Titel

1 / 22
Fischer fischt an der WM mit diesen Fischen nach dem Titel
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Die ständige Frage nach dem «Warum» – Patrick Fischer und die Dämonen des Zweifels

Diese Woche beginnt für Nationaltrainer Patrick Fischer in Zug bereits die neue Saison. Mit dem «Prospect Camp». Eine Art «Landschul-Woche» für international taugliche Talente. Aber so ganz ist die letzte Saison noch nicht bewältigt. Nach wie vor ist die Frage nach dem «Warum?» des WM-Scheiterns gegen Deutschland nicht beantwortet.

Beschäftigen uns dramatische Niederlagen länger als grosse Siege? Wahrscheinlich ist es so. Ein «dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen, wir haben eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel